Leutenbach 23. Dalmstock Open Air: Am Samstag mit zwei Bands mehr

Beim Dalstockfestival 2018 (Archiv). Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Leutenbach. Temperaturen etwas über 20 Grad, wenig bis gar keine Wolken und null Prozent Regenwahrscheinlichkeit, die Wetterprognose fürs Wochenende und damit das 23. Dalmstock Open Air könnte kaum besser sein. Kein Wunder, dass der Veranstalter, die Rockinitiative, guten Mutes ist. Der Vorsitzende Oliver Krauß hat aber noch zwei andere Gründe, zuversichtlich zu sein.

Am Samstag gehen sieben Bands an den Start, zwei mehr als bisher. Was aber nicht bedeutet, dass die Auftrittsdauer sich verkürzt. Die Rockinitiative hat den Auftakt nach vorne verlegt, es geht also früher los als sonst. „Wir haben uns dazu entschlossen, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt“, so Krauß. Die Rockinitiative habe in diesem Jahr etwas mehr Budget zur Verfügung. Es reicht für mehr Gruppen und man gönnt sich als Hauptact einen Kracher. „Skull Fist“ („Schädelfaust“) sei in Classic-Metal-Kreisen sehr bekannt und beliebt, versichert Krauß.

Der Rockinitiative kommt bei dieser Verpflichtung zugute, dass die kanadische Band ohnehin derzeit tourt, was die Leutenbacher allerdings, als sie anfragten, noch gar nicht wussten. Sie haben sich vertraglich zusichern lassen, dass die Gruppe in einem Zeitraum von insgesamt zwölf Wochen vor und nach dem Dalmstock Open Air und in einem Umkreis von 100 Kilometern kein zweites Mal auftritt. „Wir haben die hier also exklusiv“, so Krauß.

Bei Leserabstimmung zur viertbesten Liveband gewählt

Eigentlich hatten sie zunächst eine andere Band aus den USA kontaktiert, daraus ist aber nichts geworden, bei „Skull Fist“ half der Zufall mit, dass es perfekt passt. Krauß betont, dass von einer „zweiten Wahl“ bei diesem Headliner keine Rede sein könne. „Skull Fist“ sei zum einen unter anderem in Wacken aufgetreten und zum anderen von den Lesern eines einschlägigen Magazins zur viertbesten Liveband überhaupt gewählt worden, hinter den Giganten „Metallica“ und „Iron Maiden“.

„Die hatten wir natürlich auch angefragt. Metallica konnte aber wegen anderer Verpflichtungen nicht und für Iron Maiden, die immer mit ihrem eigenen Flieger anreisen, wäre hier die Landebahn zu kurz gewesen“, berichtet Krauß von Witzeleien seiner Leute auf Facebook darüber, dass ihr Headliner in einem Atemzug mit diesen Klassikern der Heavy-Rock-Geschichte genannt wird.

Heavy Metal im Stil der 1980er Jahre

Die Band wurde 2006 gegründet und gewann mit ihrer Debüt-EP „Heavier than Metal“, die aufgrund des guten Verkaufs von der Band und verschiedenen Untergrund-Labels mehrfach als CD, MC und Schallplatte wiederveröffentlicht wurde, 2010 den Rock-The-Nation-Award. Die Band spielt Heavy- beziehungsweise Speed-Metal im Stil der 1980er Jahre.

Hauptact am Freitag ist der Auftritt der Gruppe „Dust & Bones“ aus Backnang, der schnörkellosen, punkigen Rock verspricht.

Am Freitag ist ab 17 Uhr Einlass auf dem Gelände unterhalb der Rems-Murr-Halle, am Samstag ab 15 Uhr. Karten gibt es in der Volksbank in Winnenden, im „Max & Moritz“-Secondhandladen, Winnender Straße, bei „Signore Vapore“ an der Weiler Straße in Nellmersbach, und im „s’ Eck“ an der Bahnhofstraße in Schwaikheim.

Es besteht Gelegenheit zum Campen (Gebühr im Eintrittspreis inbegriffen). Generell ist das Festival für Rollstuhlfahrer geeignet, weil es auf einem einigermaßen ebenen Rasen stattfindet. Alle Bereiche sind ebenerdig zu erreichen. Im Backstagebereich steht ein rollstuhlgerechtes Dixi zur Verfügung.

Das Line-Up:

Die Auftritte am Freitag (in dieser Reihenfolge): „Gebrüder Freibier“ aus Leutenbach, Rock’n’Roll, in Covers und eigener Form; „Kein Potenzial“ aus Welzheim, Punkrock; „All The Guys You Dated First“ aus Weissach im Tal, Finalrunde des Rems-Murr-Bandcontests, Pop-Punk der Nuller-Jahre; „The Helldozers“ aus Köln, Groove Metal mit Southern-Rock-Einsprengseln;, „Dust & Bones“ aus Backnang.

Das Programm am Samstag: „Empty Bullets“ aus Bretten, ehemalige Schulband, Mischung aus Punk und Rock; „Blood Fueled Engine“ aus Villingen-Schwenningen, Metal vom Trash kommend; „Reternity“ aus dem Heilbronner Raum, Metal; „Syrence“ aus Weil der Stadt, eigene Songs; „Steelpreacher“ aus Andernach bei Koblenz, Heavy Metal, „Licence“ aus Ludwigsburg, „Skull Fist“ aus Toronto, Heavy Metal.

Einlass für Jugendliche unter 16 Jahren gibt es nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten, Einlass für minderjährige Jugendliche ab 16 Jahren nur mit schriftlicher Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.

Das Mitbringen von Glasbehältern, Flaschen, Pyrotechnik, Fackeln und Ähnlichem ist untersagt. Wer damit am Eingang (Kontrollen) oder auf dem Gelände von der Security erwischt wird, muss damit rechnen, vom Festivalgelände verwiesen zu werden.

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