Leutenbach Aus für den Badesee am Buchenbach

Archivbild vom Plüderhäuser Badesee. Wird es so auch bald in Leutenbach aussehen? Foto: ZVW/Gaby Schneider (Archiv)

Leutenbach. Aus dem Badesee am Buchenbach zwischen Leutenbach und Weiler zum Stein, eine Vision von Bürgermeister Jürgen Kiesl, wird nichts. Außerdem steht nun definitiv fest, dass die Gemeine Leutenbach sich nicht an der möglichen gemeinsamen Bewerbung von Schwaikheim und Winnenden um die Landesgartenschau 2032 beteiligt.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung, die rund 50 Zuhörer hatte und damit außergewöhnlich viele, seine Ablehnung erneuert. Damit ist zumindest für Leutenbach der Zug endgültig abgefahren, weil spätestens im November dort, wie auch in Schwaikheim und Winnenden, die Entscheidung für oder gegen die Bewerbung zu einer interkommunalen Ausrichtung dieser Veranstaltung hätte fallen müssen. Im Dezember ist nämlich Abgabetermin für die Bewerbungen. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Leutenbacher Gemeinderat sich fast einstimmig gegen eine Beteiligung der Gemeinde an einer Machbarkeitsstudie ausgesprochen, die die Grundlage für die Bewerbung sein wird, sollte die Entscheidung dazu im Schwaikheimer und im Winnender Gemeinderat positiv ausfallen.

Bürgermeister: Stimmt nicht, dass ich meinen Kopf durchsetzen will

Kiesl hatte als Einziger dafür gestimmt und er war es auch, der in Abstimmung mit seinen beiden Amtskollegen das Thema erneut auf die Tagesordnung setzte. Dies mit neuen Erkenntnissen, Möglichkeiten und Chancen für Leutenbach begründend, die eine Untersuchung des Buchenbachtals durch das Planungsbüro ergeben habe, das für die Machbarkeitsstudie zuständig ist. Sein Vorschlag habe, seit er in der Öffentlichkeit ist, „hohe Wellen geschlagen“, so Kiesl eingangs der neuerlichen Beratung, auf das von ihm ins Spiel gebrachte Lockmittel Badesee anspielend. Der Eindruck bei manchen seither, der Schultes wolle hier seinen Kopf durchsetzen, treffe nicht zu, er habe ja schon seinerzeit anders abgestimmt als alle anderen im Gemeinderat.

„Eine Gartenschau direkt vor unserer Tür hat Auswirkungen auf uns“

Die Landesgartenschau werde, falls die beiden Nachbarkommunen den Zuschlag erhielten, weil „direkt vor unserer Tür“ Auswirkungen auch auf Leutenbach haben, deshalb sei der Auftrag von ihm an die Planer erfolgt, auch mal zu prüfen, was dort möglich ist, dabei vor allem auch, wie eine Überleitung vom Zipfel- zum Buchenbachtal hinzubekommen sei, so Kiesl. Was dabei herausgekommen sei, sei aus seiner Sicht durchaus ein Grund, das bisherige Nein noch mal zu überdenken.

Sieben Ja-, neun Neunstimmen und zwei Enthaltungen

Zumindest wurde tatsächlich noch mal beraten, und zwar zunächst nichtöffentlich. Diese Diskussion verlief laut Kiesl sehr kontrovers, habe entschiedene Befürworter und ebenso entschlossene Gegner gehabt, war offenbar mit einem sehr knappen Ergebnis ausgegangen, aber auch mit dem Tenor, auch noch öffentlich zu beraten, um bei dieser wichtigen Entscheidung Transparenz zu schaffen.

In der öffentlichen Sitzung nun gab es zu dem Beschlussantrag, dass das Buchenbachtal zwischen den beiden Teilorten „ökologisch aufgewertet“ und dort ein „See“ angelegt werden soll, sieben Ja-, neun Neinstimmen und zwei Enthaltungen, womit der Antrag abgelehnt war. Der weitere Antrag zum Beitritt von Leutenbach zur möglichen Bewerbung der beiden anderen Kommunen war damit hinfällig, weil der Beitrag von Leutenbach zur Gartenschau eben vor allem aus dem, was im ersten Antrag angeregt wurde, bestanden hätte. Über den zweiten Antrag wurde also erst gar nicht mehr abgestimmt.

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