Leutenbach Gemeinschaftsschule wird weiter umgebaut

Seit dem Sommer wird das neue Mensagebäude aufgestockt. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Leutenbach. Die Gemeinschaftsschule wird weiter umgebaut. Nach dem Ostteil, wo die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sind, kommt der westliche Bereich an die Reihe. Dort werden neue Klassenräume und ein „Input“-Raum geschaffen, der durch eine mobile Wand trennbar sein wird. Auch dort soll die neue Schulform baulich Einzug halten.

Die neuen Pläne sind eine Änderung, man könnte auch sagen, Weiterentwicklung des Ende 2016 beschlossenen Ausbaukonzepts, auf der Basis der Erfahrungen seither und in Absprache mit der Schulleitung getroffen. Das „Cluster“-Konzept der Gemeinschaftsschule mit autonomen, multifunktionalen Lerneinheiten wird erweitert. Für zwei Jahrgangsstufen, also vier Klassen, entstehen entsprechende Unterrichtsräume und Lerninseln auf den Fluren. Diese Nutzung bisher freier Flächen und die Bildung von Clustern hat die Schule schon im Ostteil getestet und gute Erfahrungen damit gemacht.

Neue Pläne ermöglichen spätere Aufstockung

Die neue Planung sieht auch einen Innenhof vor, der zu einem Schulgarten werden soll. Sie berücksichtigt außerdem, dass bei weiterhin ansteigenden Kinderzahlen die neuen Räume aufgestockt werden könnten, wenn zusätzlicher Bedarf dies notwendig machen sollte. Damit wird zum einen der obere Schulhof vor Umbau geschützt, vor einer Verkleinerung geschont, zum andern sind die Kosten gegenüber einem Ausbau dort erheblich reduziert.

Seit dem Beschluss zum Ausbaukonzept hat sich Bedarf zu sanieren auch für die Klassenräume im Obergeschoss des Westflügels herausgestellt. Dieser war ursprünglich, beim Bau 1960, die komplette Schule gewesen. Bereits zehn Jahre später war erweitert, der Ostflügel angebaut worden. Im alten Teil werden nun LED-Beleuchtung und Akustikdecken samt Wandabsorber sowie Linoleumbodenbeläge eingebaut und die Elektrik, die noch aus dem Baujahr stammt, wird erneuert, alles analog zum Ostteil, wo dies auch nachträglich geschah. Die neue Raumakustik soll gehörgeschädigten Kindern das Lernen erleichtern, also im Sinne der Inklusion erfolgen. Auch ein Aufzug wird eingebaut. Die Umstellung auf LED wird nicht nur mehr Licht in die Räume bringen, sondern auch die Stromkosten verringern.

Im Gemeinderat führte Bauamtsleiter Johannes Kocher aus, dass man die ursprüngliche Idee, im Westteil eine tragende Wand zu entfernen, um mehr Raum für Klassenräume zu bekommen, verworfen habe zugunsten der Erweiterung des Flurs: „Wir bekommen so zusätzliche Flächen ohne Mehrkosten.“ Statt, wie zunächst vorgesehen, nur die Elektrik zu erneuern, schlage man, dem Alter des Gebäudes geschuldet, eine komplette Sanierung vor.

Krehl: Bleibt nichts anderes übrig, als weiter in die Schule zu investieren

Der Anlass für den ganzen Umbau und die Erweiterung der Schule sei ja die Sorge um den Erhalt des Standorts gewesen, beziehungsweise der Wille, an ihm festzuhalten, so Herbert Krehl, SPD. Es bleibe also gar nichts anders übrig, als weiter zu investieren. Peter Hildenbrand, FWG, riet, nicht abzuwarten mit der Aufstockung, wenn schon die Baustelle für die Erweiterung und Sanierung des Bestands eingerichtet ist. Das spare Kosten. Die zusätzliche Fläche werde in absehbarer Zeit garantiert benötigt. Der Planung hat der Gemeinderat zugestimmt und den Baubeschluss gefasst, beides einstimmig.

Voraussichtlich eine Million Euro Förderung

Der anfängliche Kostenvoranschlag, der im September 2017 dem Gemeinderat vorgestellt worden war, belief sich auf 1,33 Millionen Euro. Veränderte Anforderungen beim Brandschutz und die Preissteigerung im Baugewerbe führen dazu, dass die Kostenschätzung des Bauamts mittlerweile bei 1,57 Millionen Euro liegt.

Die Gemeinde hofft darauf, dass sie vom Land im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsprogramms rund eine Million Euro Förderung erhält. Knapp 600 000 Euro sind bereits sicher, für den Bau der zusätzlichen Flächen im Erdgeschoss hat sie einen weiteren Förderantrag gestellt, dazu steht der Bescheid des Landes noch aus, rund 400 000 Euro Zuschuss hat das Regierungspräsidium in Aussicht gestellt.

Die Arbeiten werden nach der Baugenehmigung Anfang bis Mitte 2019 öffentlich ausgeschrieben. Begonnen werden sollen sie nach dem Umzug des Horts ins Mensagebäude, der voraussichtlich im Juli erfolgt. Als Bauzeit sind 15 Monate veranschlagt, mit der Fertigstellung und damit dem vollständigen Umbau rechnet die Verwaltung im Dezember 2019.

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