Mundelsheim A81 nach schwerem Unfall gesperrt

, aktualisiert am 28.02.2019 - 13:54 Uhr

Mundelsheim.
In der Nacht hat es auf der A81 einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben. Bis 9.30 Uhr am Donnerstag (28.2.) war die Strecke zwischen Pleidelsheim und Mundelsheim in Richtung Stuttgart gesperrt, da bei dem Unfall erhebliche Schäden an Verkehrseinrichtungen wie Schildern und Leitplanken entstanden. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Am Stauende kam es am Donnerstagmorgen zu einem weiteren schweren Unfall, bei dem ebenfalls ein Mensch ums Leben kam.

68-Jähriger fährt mit Audi auf Sattelzug auf

Der ursprüngliche Verkehrsunfall ereignete sich am späten Mittwochabend kurz vor 23 Uhr. Ein 68-jähriger Autofahrer kam dabei ums Leben. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge war der 62-jährige Fahrer eines Sattelzuges auf dem rechten der drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart unterwegs. Vom Parkplatz "Kälbling" fuhr ein Pkw-Lenker auf die Autobahn und der 62-jährige wechselte daher auf den mittleren Fahrstreifen. Der nachfolgende 68-Jährige fuhr mit seinem Audi mit vermutlich hoher Geschwindigkeit auf den bereits vollständig auf dem mittleren Fahrstreifen fahrenden Sattelzug auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi ausgehoben, prallte gegen die Mittelleitplanke und dort gegen den Pfeiler einer Verkehrsbeeinflussungsanlage. Der Autofahrer wurde aus seinem Fahrzeug auf die Richtungsfahrbahn Heilbronn geschleudert und starb noch am Unfallort. Für die weiteren Ermittlungen hat die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Heilbronn einen Sachverständigen hinzugezogen.

Schilderbrücke in Richtung Stuttgart muss abgebaut werden

Aufgrund des Unfalls wurde die A 81 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt und der Verkehr an den Anschlussstellen Mundelsheim und Pleidelsheim ausgeleitet. Die Richtungsfahrbahn Heilbronn war nach Abschluss der Bergungsarbeiten seit 4.30 Uhr wieder befahrbar. Die stark beschädigte Schilderbrücke in Richtung Stuttgart muss nach Überprüfung durch einen Techniker abgebaut werden, da die Sicherheit sonst nicht gewährleistet werden kann. Die entsprechenden Maßnahmen sind eingeleitet.

Für die Unfallaufnahme und Verkehrsmaßnahmen waren neun Streifenbesatzungen der Polizeipräsidien Ludwigsburg und Heilbronn eingesetzt. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Ludwigsburg und 21 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mundelsheim unterstützten die Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen.

Unfall am Stauende endete ebenfalls tödlich

Am Stauende ereignete sich am Donnerstagmorgen dann ein weiterer schwerer Unfall, der ebenfalls tödlich endete. Laut Polizei übersah ein Autofahrer das Stauende bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) und fuhr mit seinem Wagen vermutlich ungebremst auf. Der Beifahrer starb nach dem Zusammenstoß, der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Das Auto hatte sich unter einen Lastwagen geschoben; dessen Fahrer verletzte sich leicht.

An der zweiten Unfallstelle wurde der Verkehr über den Standstreifen vorbeigeleitet, auch dort staute sich der Verkehr kilometerlang. Ein Gutachter soll nun die Unfallursache klären.

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