Nach dem Abstieg in die Oberliga So geht es mit der VfB-Reserve weiter

Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. Foto: ZVW/Benjamin Büttner (Archiv)

Stuttgart/Frankfurt. Seit dem gestrigen Samstag gegen 16 Uhr steht fest, was sich schon seit langem abgezeichnet hatte. Nach der 0:2-Niederlage beim FSV Frankfurt muss die U21 des VfB den bitteren Gang in die Oberliga antreten. "Der Abstieg unserer zweiten Mannschaft tut sehr weh und ist extrem bitter für alle Beteiligten", sagte Thomas Hitzlsperger am Sonntag.

Der Sporvorstand will jetzt eine Mannschaft entwickeln, "die perspektivisch wieder in die Regionalliga aufsteigen kann." Die Verantwortlichen am Wasen um Michael Gentner (Sportlicher Leiter U21 bis U15) und Trainer Andreas Hinkel hatten bis zuletzt auf ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Wormatia Worms gehofft. Aufgrund des überraschenden 2:1-Erfolgs der Junioren von Mainz 05 gegen den TSV Steinbach hat diese Partie am kommenden Wochenende allerdings keinerlei Bedeutung mehr - beide Teams stehen bereits einen Spieltag vor Saisonende als zwei von möglicherweise fünf direkten Absteigern fest.

Unter der Ägide des mittlerweile geschassten Sportvorstands Michael Reschke gab es vereinsinterne Gedanken, die U21 komplett vom Spielbetrieb abzumelden. Nach außen hin wurde phasenweise der Anschein erweckt, der zweiten Mannschaft werde keine größere Beachtung geschenkt - zwischenzeitlich saßen bei den Spielen des VfB II lediglich drei Ersatzspieler auf der Bank. Mittlerweile ist man sich beim schwäbischen Bundesligisten aber einig, dass die zweite Mannschaft auch in Liga fünf eine Perspektive haben soll.

"Den VfB II würde es auch in der Oberliga geben", hatte Michael Gentner bereits Anfang Mai im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten gesagt. Auch der Stuttgarter Sportvorstand Hitzlsperger sieht die Bedeutung der U21, die als "Schnittstelle zur Profimannschaft eine wichtige Funktion im Nachwuchsbereich" hat.

Positive Signale sendete auch Trainer Andreas Hinkel vor ein paar Tagen im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten: "Klar könnte ich mir vorstellen, den VfB II auch in der Oberliga zu trainieren." Dabei steht noch gar nicht fest, ob und wie es mit dem VfB-Urgestein in Zukunft weitergeht, denn: der Vertrag des 37-Jährigen läuft am Saisonende aus. Dies ist nach dem Abstieg in Liga fünf mit Sicherheit nicht das einzige Fragezeichen in und um die junge Stuttgarter Mannschaft. Eines ist Hinkel aber bewusst: "Nach der Saison muss alles auf den Tisch, um für die Zukunft die richtigen Lehren daraus zu ziehen."

In den nächsten Jahren möchte der VfB seine U21 wieder in der Regionalliga etablieren, wie Michael Gentner jüngst erklärte: "Die Oberliga ist nicht die optimale Spielklasse. Wir müssen versuchen, diesen Abstieg schnellstmöglich zu korrigieren." Gerade die vierte Liga sei "das optimale Sprungbrett, um Spieler an die Bundesliga heranzuführen." In eben dieser Spielklasse waren die Stuttgarter Junioren nun drei Jahre aktiv, bevor es zur nächsten Saison in fußballerisches Neuland geht. Auf die Verantwortlichen im Jugendbereich des VfB wartet im Sommer eine Menge Arbeit - der Dienstantritt des neuen Direktor Sport Nachwuchs Thomas Krücken (kommt von Mainz 05) dürfte alles andere als ruhig verlaufen.


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