Nach Funkmastbrand in Berglen Handynutzer haben wieder Empfang

Der Mobilfunkmast in Oberweiler. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Berglen. Der Mobilfunkmast bei Oberweiler ist wieder in Betrieb, sechs Wochen nach dem Brand, bei dem er beschädigt wurde. Seitdem gab es nur eingeschränkten oder keinen Empfang für Handynutzer vor allem in Bretzenacker und Oppelsbohm. Eine Vodafone-Kundin berichtet, sie hätte nicht gedacht, dass gleich alles wieder funktioniert, „und das mit voller Balkenanzahl auf dem Display. Man muss sich wundern, wie es dann doch geht“. Wir haben Benedikt Albers, Pressesprecher der deutschen Funkturm GmbH, zur neuesten Entwicklung befragt.

Die angekündigte Reparatur war offenbar erfolgreich, der erhoffte Neustart hat wohl geklappt?

Der Plan war, den Standort Schritt für Schritt so weit wieder in Betrieb zu nehmen, dass die Dienste online gehen können. Das ist offensichtlich gelungen, nachdem beschädigte Kabel und Technik ausgewechselt wurden. Offenbar sind die Antennen nicht signifikant beschädigt.

Wie weit funktionieren denn die Dienste, wie Sie es nennen, wieder?

Also, zu denen der beiden anderen Anbieter, die Antennen auf dem Mast haben, Vodafone und Telefónica, kann ich nichts Genaueres sagen, da hab' ich nicht den Einblick dafür. Ich weiß nur, dass die wieder den Betrieb aufgenommen haben. Bei der Telekom, von der wir ein Tochterunternehmen sind, ist die Sprachverbindung, also das mobile Telefonieren, wiederhergestellt, ebenso das mobile Internet über LTE. Die Abdeckung ist in drei Sektoren aufgeteilt, erfolgt also über drei Antennen. In zwei Sektoren funktioniert es wieder, am dritten sind wir dran. Insgesamt kann man sagen, dass wir auch etwas Glück gehabt haben. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass nach so einem Ereignis alles wieder funktioniert. Das Wetter hat mitgespielt, und die Antennen und ihre Technik waren doch weniger in Mitleidenschaft gezogen als befürchtet.

Wie geht es jetzt weiter?

Also daran, dass es einen neuen Mast braucht, ändert sich nichts, wir können uns nicht darauf verlassen, dass der bisherige Mast stehen bleiben kann. Dafür braucht es ein Genehmigungsverfahren, den Bauantrag dafür haben wir bereits vorbereitet. Wir gehen von einem Zeitraum von etwa einem Jahr aus, bis der neue Standort in Betrieb gehen kann. Der neue Mast muss in etwa so hoch sein wie der bisherige, also zwischen 40 und 45 Meter, um die gleiche Versorgungsleistung zu bekommen. Am bisherigen Standort sind die besten Voraussetzungen, also sollte der neue Mast so wie möglich dort sein. Was die Mobilfunkkunden angeht: Klar, für die waren die sechs Wochen Beeinträchtigung unglaublich lang und damit natürlich unerfreulich. Aber man muss bedenken, dass ein neuer Mobilfunkstandort in Deutschland in der Regel sechs bis zwölf Monate nach Baubeginn ans Netz geht. Wenn man den hohen Grad der Zerstörung durch den Brand am bisherigen Standort ansieht, zusammen mit der Dauer der Ermittlungen der Polizei und dem Problem der Statik, sind die Rahmenbedingungen für die Wiederinbetriebnahme durchaus vergleichbar mit denen bei einem Neubau. Die Instandsetzung erfolgte aber wesentlich schneller. Wir sind jetzt bei 90 Prozent, und die fehlenden zehn Prozent werden in den nächsten Tagen folgen.

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