Nach Remis gegen Bielefeld VfB-Sportdirektor Mislintat hadert mit Schiedsrichter Dankert

Sven Mislintat, Sportdirektor des VfB Stuttgart. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild Foto: dpa
Stuttgart.

Der VfB Stuttgart hat im Aufstiegsrennen der 2. Liga einen Heimsieg gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld verpasst. Im Spitzenspiel kamen die Schwaben am Montagabend gegen die Ostwestfalen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Damit zogen die Stuttgarter zwar wieder am Hamburger SV vorbei und sind Zweiter, liegen aber weiter sechs Punkte hinter den Ostwestfalen zurück. Nach der Partie ärgerte sich Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat vor allem über die aus seiner Sicht spielentscheidende Szene, die zum Bielefelder Ausgleich führte. „Wir haben es bisher nie zum Thema gemacht, aber es reicht.“ 

Wir haben die Reaktionen zum Zweitliga-Gipfeltreffen in der Mixed-Zone und auf der Pressekonferenz eingesammelt:

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo: „Wir haben eine sehr kontrollierte, taktisch geprägte erste Halbzeit gesehen. Wir sind dann gut aus der Halbzeit gekommen. Mit den Wechseln hat Bielefeld den Druck erhöht und höher gepresst. Das haben wir versucht mit der Einwechslung von Atakan Karazor zu kompensieren. Ich glaube man kann vor dem Gegentor schon Foul pfeifen. Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung. Bielefeld ist auf jeden Fall die stabilste Mannschaft der Liga. Hinten lassen sie wenig zu und vorne nutzen sie ihre Torchancen.“

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: „Wir haben es bisher nie zum Thema gemacht, aber es reicht: Es ist schon mehrfach so in dieser Saison gewesen, dass wir benachteiligt wurden. Für mich war das ein klares Foul an Pascal Stenzel und eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Das 1:1 war der Cut in unserem Spiel.  Lässt man das außen vor, war es ein gerechtes Unentschieden. Wir haben heute ein sehr gutes Zweitliga-Spiel gesehen, taktisch und individuell auf hohem Niveau. Beide Mannschaften haben sich belauert und auf den ersten Fehler gewartet.“

DSC-Coach Uwe Neuhaus: „Das Spiel war schon eines Spitzenspiels würdig. Die Partie war vor allem in der ersten Halbzeit taktisch geprägt. Wir haben den VfB anders erwartet und hatte die eine oder andere Gelegenheit mehr, um in Führung zu gehen. In die zweiten Halbzeit sind wir dann schlecht gestartet. Mit den beiden Wechseln sind wir dann gut gelegen. Vor allem Sven Schipplock mit seinen Pressingläufen hat dem VfB Schwierigkeiten bereitet und wir konnten den Druck erhöhen. Der Ausgleich war verdient. In der Schlussphase hätten wir sogar das Siegtor erzielen können.“

VfB-Torhüter Gregor Kobel: „Wir haben es bis zum 1:0 eigentlich gut gemacht und wenig zugelassen. Danach sind wir aber zu kopflos geworden, waren nicht mehr so kompakt und Bielefeld hat mehr Chancen bekommen. Hinten raus war Bielefeld dann näher am 2:1 als wir am Siegtreffer. Nach den 90 Minuten - und so wie das Spiel gelaufen ist - müssen wir den einen Punkt einfach mitnehmen.“

VfB-Verteidiger Pascal Stenzel: „Nach dem 1:0 wurden wir passiver, haben nicht mehr so viel Druck auf die Bielefelder Viererkette bekommen. Mit der Zeit wird es dann immer schwieriger, alles zu verteidigen. Beim Gegentreffer kann sich kein Bielefelder beschweren, wenn der Schiedsrichter das Foul abpfeift. Aus dem Spiel müssen wir lernen, dass wir über die gesamte Phase der Partie dominant sind und dominant bleiben. Wir nehmen den Punkt mit und machen weiter. Auch wenn wir uns mehr erhofft hatten. Wir haben nach wie vor alles in der eigenen Hand.“

  • Bewertung
    6
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

 

Heute in Ihrer Tageszeitung

Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!