VfB-Pleite gegen Leverkusen Kai Havertz entscheidet die Partie vom Punkt

Die Entscheidung in einer spielerisch schwachen Partie: Kai Havertz verlädt VfB-Keeper Zieler vom Elfmeterpunkt. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat am Samstag sein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:0) verloren und somit den nächsten Rückschlag im Abstiegskampf kassiert. Leverkusens Kai Havertz entschied die Partie mit seinem Treffer vom Elfmeterpunkt (64.). Unrühmlicher Höhepunkt aus VfB-Sicht: In der Nachspielzeit bespuckte Mittelfeldabräumer Santiago Ascacibar Bayers Torschützen und flog mit glatt Rot vom Platz. 


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Bei den Stuttgartern gab es im Vergleich zum 1:1 gegen Nürnberg drei Veränderungen in der Startelf: Für Insua, Donis und Gomez (alle Bank) standen Castro (nach Müskelbündelriss), Didavi und Gonzalez in der Anfangsformation. Bayer-Coch Peter Bosz verzichtete nach der 2:4-Heimniederlage gegen Leipzig auf personelle und spieltaktische Veränderungen. Mit Steven Zuber als linkem Verteidiger und Gonzalo Castro in der Schaltzentrale versuchten die Stuttgarter zunächst, die schärfste Leverkusener Waffe - das blitzschnelle Umschaltspiel - wirkungslos zu machen. 

Bayer dominierte die Partie, kam aber nicht zu Torchancen

Das gelang den Hausherren in der Anfangsphase ordentlich. Und mehr noch: Nach einem Zuspiel von Daniel Didavi hatte Flügelspieler Alexander Esswein sogar die erste gute Torchance der Partie. Sein unplatzierter Schuss aus spitzem Winkel war allerdings keine große Herausforderung für Bayer-Keeper Hradecky (16.). Die Gäste benötigten bei wenig frühlingshaften fünf Grad etwa 20 Minuten, um ins Spiel zu finden, übernahmen dann aber nach und nach die Spielkontrolle. 

In einer wenig ansehnlichen ersten Halbzeit kam die hochtalentierte Bayer-Offensive nur zu einer Halbchance. Nach einem klugen Pass von Kai Havertz feuerte Nationalspieler Julian Brandt ans Außennetz (27.). Die VfB-Defensive stand über weite Strecken sehr sicher und gut organisiert. Was klemmte, war einmal mehr der Vorwärtsgang.

Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatten auch die Leverkusener ihre erste Großchance, Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler reagierte gegen einen strammen Volland Schuss aus acht Metern aber glänzend.

Kai Havertz trifft vom Elfmeterpunkt

An der Statik des Spiels änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Bayer dominierte die Partie und bespielte die Stuttgarter Fünferkette. Im letzten Drittel fehlten Leverkusen aber die nötige Durchschlagskraft und Genauigkeit. Doch die Bosz-Elf blieb geduldig - und bekam nach 63. Minuten einen Foulelfmeter zugesprochen. Gonzalo Castro hatte Kevin Volland im Strafraumeck zu Fall gebracht. Kai Havertz übernahm die Ausführung und schickte Zieler abgezockt in die falsche Ecke (64.). 

Daraufhin reagierte Markus Weinzierl und brachte mit Thommy (für Didavi) und Donis (für Gonzalez) noch einmal zwei frische Offensivkräfte. Die nächste Torchance hatten aber die Gäste. Zieler klärte mit dem Fuß gegen Volland (73.). In der Schlussphase mussten die Hausherren dann voll ins Risiko gehen. Das wiederum öffnete Räume für die gefährlichen Konter der "Werkself".

Nutzen konnte Volland, Bailey und Co. diese aber nicht und so blieb es beim knappen, aber unter dem Strich verdienten Leverkusener Erfolg. Unrühmlicher Höhepunkt aus VfB-Sicht: In der Nachspielzeit bespuckte Mittelfeldabräumer Santiago Ascacibar Bayers Torschützen und flog mit glatt Rot vom Platz. Der Argentinier fehlt der Mannschaft somit den nächsten Wochen.


VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Stuttgart: Zieler - Kempf, Kabak, Pavard, Beck - Ascacibar, Castro, Zuber (82. Gomez), Esswein, Didavi (68. Thommy) - Gonzalez (70. Donis)

Leverkusen: Hradecky - Weiser, Tah, S. Bender, Wendell - Baumgartlinger - Aranguiz, Brandt - Havertz, Volland, Bailey (78. Alario)

Tore: 0:1 Havertz (64./FE)

Zuschauer: 53.657

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Gelbe Karte: Beck (42.)

Rote Karte: Ascacibar (90.+1)

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