Noten für die Roten 2:3 – VfB gibt Führung aus der Hand und zittert

Gelsenkirchen - Huub Stevens veränderte sein Team im Vergleich zum Unentschieden gegen Freiburg nur auf einer Position und brachte Daniel Schwaab für den gelb-rot-gesperrten Adam Hlousek.

Der Spielerverlauf: Den Ton gab in der heimischen Veltins-Arena zu Beginn der Gastgeber an und nutzte gleich die erste Großchance zum 1:0. Nach einer Fehlerkette von Stuttgarts Daniel Schwaab und Georg Niedermeier schob Schalke-Angreifer Klaas-Jan Huntelaar zur Führung ein (9.). Die Gelsenkirchener hielten den Druck weiter hoch und drückten die Schwaben in die eigene Hälfte. Aus dem Nichts gelang dem VfB mit der ersten Offensivaktion der Ausgleich. Angreifer Daniel Ginczek leitete ein Anspiel von Daniel Schwaab gekonnt auf Martin Harnik weiter, der Knappen-Keeper Ralf Fährmann clever überlupfte (22.). Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – zunächst klärte Benedikt Höwedes einen Kostic-Schuss für seinen bereits geschlagenen Keeper (24.). Kurz darauf traf Huntelaar nur den Außenpfosten (25.).

Bis zur Pause beruhigte sich die Partie zunehmens, mit einem gerechten 1:1 ging es in die Kabine. Das Team von Huub Stevens startete forsch in die zweite Hälfte und schnürte die Schalker in ihrer Hälfte ein. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Ralf Fährmann, der in kurzer Zeit gegen Christian Gentner und Martin Harnik zur Stelle war (46.). Fünf Minuten später sorgte der starke Filip Kostic für die Führung. Nach einem klugen Zuspiel von Daniel Ginczek ließ der 22-jährige Serbe Ralf Fährmann keine Chance und vollendete zum 2:1 (51.).

Klein wird zur tragischen Figur

Die Stuttgarter verpassten es aber den Sack zuzumachen und vergaben in Person von Filip Kostic (56. und 60.) beste Chancen auf das 3:1. Es kam, wie es kommen musste. In der 78. zeigte erneut Huntelaar seine Torinstinkt und netzte nach Vorlage des eingewechselten Kevin-Prince Boateng zum verdienten 2:2 ein. Die Gelsenkirchener drückten daraufhin weiter auf den Sieg und wurden in der 89. Minute belohnt. Zur tragischen Figur wurde VfB-Verteidiger Florian Klein. Der Österreicher lenkte den Schuss von Kevin-Prince Boateng unglücklich ins Tor der Schwaben.

Die Analyse: Der VfB hat es wieder nicht geschafft, sich für eine starke Leistung zu belohnen. Wie in den Partien zuvor gegen den FC Augsburg und den SC Freiburg gaben die Spieler wichtige Punkte in der Schlussphase durch Fehler in der Verteidigung aus den Händen. Offensiv klappt es beim VfB – Martin Harnik gelang mit seinem achten Saisontreffer gegen Schalke der fünfte Scorerpunkt in den vergangenen fünf Spielen. Daniel Ginczek (zuletzt sechs Tore in fünf Partien) unterstützte den Österreicher. Er bereitete beide Treffer vor. Filip Kostic (vier Vorlagen in fünf Partien) traf zum 2:1.

In den wichtigen Momenten fehlt der Stevens-Elf aber die Abgeklärtheit und die Sicherheit in der Defensive. „ Wir müssen das 3:1 machen, spielen das aber nicht gut aus und stehen am Ende mit leeren Händen da“, sagte Angreifer Daniel Ginczek nach der Partie. Durch den Sieg des SC Paderborn in Freiburg und dem Hannoveraner Punktgewinn ist der VfB wie schon vor Wochenfrist der Verlierer des Spieltags und bleibt Tabellenletzter. In den verbleibenden drei Spielen sind die Stuttgarter zum Siegen verdammt. Den Anfang können die Schwaben am kommenden Samstag machen. In der Mercedes-Benz-Arena geht es gegen den FSV Mainz (18.30 Uhr live auf Sky) um drei existenzielle Punkte.

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