Oh du schräge 10 komische Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Symbolbild. Foto: pixabay.com / CC0 Creative Commons

Die Familie singt zusammen "O du fröhliche", die Kinder sagen Gedichte auf und Opa erzählt von damals, als alles noch besser war. Wenn das schon das schrägste ist, was bei Ihnen zuhause an Weihnachten passiert, dann können Sie sich entweder freuen, oder sich von diesen Weihnachtstraditionen aus aller Welt inspirieren, um das Fest etwas aufzupeppen. Ob Sie nun Weihnachten in Zukunft, wie die Philippinos, vier Monate lang feiern wollen, die Fastnachtsschminke rauskramen und nach britischer Gepflogenheit ein wildes Kabarett aufführen oder das Kochen einfach mal den Kindern überlassen, liegt natürlich bei Ihnen.

Spanien – Scheißerle unterm Christbaum

Maria, Josef, Jesuskind, die drei heiligen Könige, ein paar Tiere und Heu – Krippe vollständig. Falsch. In Katalonien gibt es noch eine weitere Figur: der Caganer – übersetzt Scheißer. Eine Figur in der traditionellen Kleidung katalanischer Bauern mit heruntergelassenen Hosen! Selbst die Kirche hat nichts dagegen.

Kenia – Kinder organisieren das Weihnachtsessen

In Kenia stehen nicht die Erwachsenen stundenlang am Herd, um das Weihnachtsmenü vorzubereiten oder Kekse zu backen. Die Organisation und Vorbereitung für das Weihnachtsfest liegt ganz in den Händen der Kinder. Viele Tage vor dem Fest beginnen sie mit der Planung. Sie kümmern sich auch um die Zubereitung des großen Weihnachtsessens, das traditionell am 25. Dezember stattfindet.

Dänemark – Milchreis auf dem Dachboden

Eigentlich ist in Dänemark an Weihnachten alles fast wie bei uns. Am 24. Dezember schmückt die Familie das Wohnzimmer weihnachtlich und isst gemeinsam zu Abend. Zum Nachtisch gibt es Weihnachtsgrütze mit einer versteckten Mandel drin. Wer die Mandel findet, bekommt ein Geschenk. Doch dann wird noch eine Portion auf den Dachboden gestellt. Warum? Natürlich für die Wichtel - wer kennt sie nicht, die gefräßigen Dinger.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Glædelig 1 december ☃️ #risalamande #nisse #nisser #juleøl #december

Ein Beitrag geteilt von Mette Nonno-Nielsen (@metteaersoe) am

Ungarn – Stühle gegen mohnsammelnde Hexen

Am 13. Dezember fangen die Ungarn an, sich nach einer uralten Tradition auf die Christmette vorzubereiten. Denn dort wollen sie einen magischen Stuhl dabei haben, den Luca széke (Luca-Stuhl). Ihn zu bauen dauert genau neun Tage, denn er muss aus neun verschiedenen Holzarten hergestellt werden, die jeweils an unterschiedlichen Tagen verarbeitet werden müssen. An Heiligabend bringen die Stuhlbauer ihn heimlich mit zur Messe, stellen sich darauf und halten nach Hexen Ausschau. Der Stuhl soll bewirken, dass dessen Eigentümer Hexen erkennen kann. Wer eine Hexe entdeckt, schnappt sich den Stuhl und rennt nach Hause, um nicht von der enttarnten Hexe erwischt zu werden. Dort wird der Stuhl als Beweismittel verbrannt und man ist für das nächste Jahr sicher. Um die Hexe bei der Verfolgung auszubremsen, kann man Mohnsamen auf den Weg streuen, denn sie kann nicht widerstehen jedes einzelne Korn aufzusammeln.

Großbritannien – geschminkte Männer bei der Weihnachtspantomime

In Großbritannien gehört "Pantomime" zu einer der beliebtesten vorweihnachtlichen Traditionen, bei der zweideutig gescherzt und schräg gesungen wird. Die wichtigsten Frauenrollen werden dabei von überschminkten Männern in schrillen Outfits gespielt. Und manche Männerrollen von Frauen.

Deutschland – Schnaps für's Christbaumloben

„Mensch, ist der schön gewachsen! Was für wunderbare Kugeln! Und das Lametta erst!“ Vor allem in Schwaben und in Bayern lohnt es sich überschwängliche Lobeshymnen auf den Weihnachtsbaum des Nachbarn zu schwingen. Es geht gar nicht darum den Baum wirklich schön zu finden und es darf auch leicht ironisch werden. Wichtig ist, dass alle am Ende zusammen einen Schnaps trinken. Na dann, Prost!

Frankreich – geweihtes Lämmchen

In der Provence in Südfrankreich wird während der Christmette, die „Pastrage”, eine Hirtenzeremonie aufgeführt. In groben Wollkleidern schreiten die Hirten der Umgebung zum Hauptaltar. In einem mit Kerzen geschmückten Leiterwagen liegt ein Lamm, das der Priester in den Arm nimmt und in die Höhe hält, um der Gemeinde von den Strapazen seines Weges zu berichten. Im Anschluss wird es geweiht.

Polen – Badewanne wird zum Karpfenteich

Vorweihnachtszeit ist in Polen Fastenzeit. Wenn am 24. Dezember der erste Stern am Himmel zu sehen ist, beginnt das große Festmahl der Familie. Traditionell wird dabei Karpfen serviert. In Zeiten des Kommunismus war es schwierig an Karpfen zu kommen, deshalb musste man sie dann kaufen, wenn es sie gab. Damit er möglichst lange frisch blieb, kaufte man ihn lebend und hielt ihn zuhause in einem großen Wasserbehälter. Obwohl man inzwischen fast jederzeit alles kaufen kann, stehen auch heute viele Polen Schlange, um den Fisch lebend mit nach Hause zu nehmen. Dort hegen und pflegen die Familien ihren Karpfen im größten Wasserbehälter der Wohnung - der Badewanne -, bevor er schließlich an Heiligabend auf dem Teller landet.

Tschechien – weissagende Früchte

Das tschechische Weihnachtsessen ist mit einer großen Zahl von Traditionen, Regeln und Aberglauben verknüpft. Eine davon ist der Blick in die Zukunft. Dafür gibt es zwei bekannte Methoden. Über Glück und Unglück im nächsten Jahr geben Walnussschalen Auskunft. Aus ihnen werden kleine Boote für jedes Familienmitglied gemacht. Darin plaziert jeder eine Kerze, dann werden die Bötchen in einer Schüssel zu Wasser gelassen. Schafft es das Boot die Schüssel zu überqueren wird ihr Besitzer ein langes und gesundes Leben haben. Sinkt die Schale bedeutet das Unglück.

Aus dem Inneren eines Apfels wird die Gesundheit im nächsten Jahr orakelt. Nach dem Weihnachtsessen schneiden die Familien einen Apfel quer (sozusagen entlang des Äquators) in zwei Hälften. Diese werden zur Begutachtung am Tisch herumgereicht. Ist das Kerngehäuse wie ein Stern geformt bedeutet das, dass alle im nächsten Jahr wieder glücklich und gesund zusammen kommen. Ein viergliedriges Kreuz ist ein schlechtes Omen: Jemand am Tisch wird innerhalb des nächsten Jahres krank oder stirbt.

Philppinen – vier Monate Weihnachtsstimmung

Wer sich darüber ärgert, dass im Oktober bereits die ersten Weihnachtsartikel in den Supermärkten ausliegen, sollte lieber nicht nach September in die Philippinen reisen. Denn dort dröhnt schon vier Monate vor Heiligabend Weihnachtsmusik im Radio und alle sind in Festtagslaune. Auf den Philippinen sollte man spätestens Anfang Dezember einen Christbaum haben, sonst wird man von seinen Mitmenschen schief angeschaut. Nadelbäume sind in dem tropischen Land rar, deshalb sind die Bäume aus Plastik.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

#1stchristmas #inmanila #philippineschristmas #어떨지궁금 #재밌을꺼같아 #chrisrmastree

Ein Beitrag geteilt von Hae Ok Kim (@pearl_kim_hotelier) am

  • Bewertung
    3
 

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!