Ostalbkreis Känguru auf der Flucht

Ich bin dann mal weg, hat sich ein Känguru auf der Ostalb so gedacht Foto: pixabay

Hüttlingen. Am Sonntag (4.August)  machte sich die Polizei auf die Suche nach einem eher ungewöhnlichen Ostalbbewohner. Ein Känguru wurde als flüchtig angezeigt.

Es war wohl aus einem privaten Gehege bei Hüttlingen in der Nähe der Straubenmühle abgehauen und machte kurzerhand die Gegend unsicher. Unklar ist, ob es sich hierbei um ein eher kleines Känguru oder tatsächlich um einen hüpfenden Muskelberg wie dem Roten Riesenkänguru gehandelt hatte - das konnte die Polizei auf Nachfrage leider nicht mitteilen. Die Kollegen, die hinter dem hüpfenden Flüchtling fahndeten, sind momentan nicht befragbar, weil bereits im Dienstschluss. Klar ist dagegen, dass das Känguru letztlich eingefangen und wieder in seinem Gehege ist.

Darf man das, ein Känguru halten?

Eine Frage bleibt aber noch zu klären: Darf man einfach privat ein Kängeru halten? Tatsächlich ist das theoretisch jedem möglich, bestätigt das Veterinäramt Ostalbkreis auf Nachfrage. Für so exotische Tiere wie Kängurus gibt es keine gesetzlichen Auflagen, diese Tiere seien in Deutschland nicht mal registrierungspflichtig. Für andere Tierarten wie Geparden oder Ozelot gäbe es zumindest Gutachten, die Kriterien für deren Haltung definieren. 

Solange die Tiere also nicht weiter auffallen, ist eine private Haltung möglich. Tierfreundlich und artgerecht sollte sie natürlich sein, allein schon, damit das Tier nicht leidet. Außerdem muss das Veterinäramt auch jeder Anzeige nachgehen - und im diesem Zusammenhang werden öfter auch mal Gehege mit doch recht ungewöhnlichen Bewohnern unter die Lupe genommen.  

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