Peking Die Straße gehört den Autos

Während unserer bisherigen Chinareise haben wir schnell bemerkt, dass sich der Straßenverkehr deutlich von dem in Europa unterscheidet. Er ist in China auf jeden Fall weniger geregelt als in Europa. TÜV – wie in Deutschland – gibt es dort offensichtlich nicht. „Nine Million Bicycles in Beijing“ und nochmal so viele vorbeiflitzende Elektroroller bewegen sich erschreckend geräuschlos auf einer zur Straße parallelen Spur, die auch von Fußgängern benutzt wird. Besteht in China Helmpflicht? Anscheinend nicht! Die Straße gehört den Autos. Fahrbahnmarkierungen scheinen eher als Straßenmalerei wahrgenommen zu werden denn als Verkehrsleitlinien. An Kreuzungen bilden sich Fahrzeugknäuel, deren Entwirrungsprozedur einem Schauspiel gleicht. Man tut gut daran, auch dann noch auf kreuzende (und hupende!) Autos gefasst zu sein, wenn die Fußgängerampel grün zeigt. Überhaupt: In vielerlei Hinsicht scheint die Hupe in China anstelle der Bremsen und Blinker eingesetzt zu werden.

Moderne Verkehrsmittel, wie zum Beispiel der Schnellzug, mit dem wir von Peking nach Taiyuan und zwei Tage später weiter nach Xi’an gefahren sind, sind sehr komfortabel. Der Bahnhof unterscheidet sich als Bauwerk und in der Abfertigungsprozedur kaum vom Flughafen. Pass- und Fahrkartenkontrolle, Gepäckdurchleuchtung, Körpercheck, noch eine Fahrkartenkontrolle! Abfahrt und Ankunft sind streng voneinander getrennt. Auf der personalisierten Fahrkarte findet man das entsprechende Gate, an dem man sich rechtzeitig vor dem Boarding einfinden muss. Auf den Bahnsteig und einsteigen darf man erst dann, wenn der Zug abfahrbereit ist. Eine „Stewardess“ managt den Einstieg und die Gepäckverstauung. Kein einziger Riemen des Rucksacks darf herumbaumeln, kein Koffer zu weit über die Ablage hinausragen. Der Zug gleitet zeitweise mit Geschwindigkeiten von mehr als 300 km/h durch die Landschaft. Und während der Fahrt wird der Boden des Mittelganges immer wieder gewischt.

Peking, Pingyao, Xian und Shanghai

Die Reise der Schüler des GBG dauert vom 29. März bis zum 18. April. Die Schüler werden die berühmtesten Sehenswürdigkeiten wie Sommerpalast, Himmelstempel und Chinesische Mauer in Peking besichtigen sowie einen Wohnhof und einen Shuanglin-Tempel in Pingyao. Bei uns bloggen sie über ihre Erfahrungen. Alle Blogeinträge finden Sie unter www.zvw.de/chinaaustausch

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