Pflege in Schwaikheim Vertrag für Haus-Elim-Erweiterung unterzeichnet

Notarin Maren Leuze, Bürgermeister Gerhard Häuser und Haus-Elim-Vorstandsvorsitzender Thomas Gengenbach setzen ihre Unterschriften unter den Vertrag. Foto: ZVW/Uwe Speiser

Schwaikheim. Der Erbbaupachtvertrag, mit dem Haus Elim das betreffende Grundstück zur Erweiterung günstig überlassen bekommt, ist unterschrieben. Nächster Schritt, der Anfang kommenden Jahres erfolgt, ist der Beginn des Abrisses der Gebäude auf dem Areal zwischen bestehendem Pflegeheim und Schulstraße.

Auf dem 16 Ar großen Grundstück jenseits des Baches werden Räume für 26 neue Pflegeplätze entstehen, alles Einzelzimmer plus Verteilküche, Gemeinschafts- und Hauswirtschaftsräume. Die Wohnräume werden im ersten und zweiten Obergeschoss liegen. Die Hälfte davon, also 13 Plätze, werden sich in einem geschlossenen Bereich für Demenzkranke („Hausgemeinschaft“) befinden, den es am Schwaikheimer Standort der Pflegeeinrichtung erstmals geben wird.

Im Dachgeschoss werden drei Mitarbeiterwohnungen eingerichtet, auf der Stirnseite des langgestreckten Baukörpers, zur Schulstraße hin, je ein Appartement im ersten und zweiten Obergeschoss für Paare (betreutes Wohnen). Die Verbindung zwischen Bestands- und Erweiterungsgebäude über den Bach werden zwei Stege, jeweils im ersten und zweiten Obergeschoss, bilden.

Da durch die Landesheimbauverordnung grundsätzlich nur noch Einzelzimmer erlaubt sind, fallen im Bestand sechs Plätze in bisherigen Doppelzimmern weg, so dass Haus Elim in Schwaikheim künftig über 58 Pflegeplätze verfügen wird.

Verbindungen reichen bis Anfang der 90er zurück

Die Verbindungen zwischen Haus Elim und Schwaikheim reichen bis Anfang der 90er Jahre zurück, als die Gemeinde im Stammhaus in Leutenbach Belegungsrechte für 25 Plätze erwarb. 1996 entstanden in Zusammenarbeit mit der LEG betreute Seniorenwohnungen, eine Sozialstation und eine Tagespflege.

Auf der verbleibenden Teilfläche des Areals an der Brunnenstraße errichtete Haus Elim Ende der 90er Jahre seine erste Außenstelle, und zwar frei finanziert, also ohne Zuschüsse beziehungsweise Förderung durch Bund, Land oder Landkreis, wie Gengenbach betont. Die Gemeinde stellte auch damals über eine Erbbaupacht, seinerzeit aber ohne Zins, das Grundstück zur Verfügung. Das Pflegeheim ging 2001 in Betrieb. 2009 übernahm Haus Elim den Betrieb der benachbarten Tagespflege (17 Plätze, jeweils sechs Tage in der Woche).

Schwaikheimer haben Vorrang bei der Belegung

Die Gemeinde hat den kompletten Grunderwerb für die Erweiterungsfläche bereits vor längerer Zeit getätigt. Die Baugenehmigung liegt seit Anfang des Jahres vor. Der erste Erbbaupachtvertrag ist an den neuen angepasst worden, beide laufen nun parallel bis 2070. Die Gemeinde hat erneut Belegungsrechte vorrangig für Schwaikheimer gesichert. Gengenbach versichert auf Nachfrage zum Verfahren, man sei nach wie vor im Zeitplan, der derzeit beziehungsweise in nächster Zeit Bodenuntersuchungen vorsehe. Haus Elim habe nun mal mehrere „Baustellen“, werde die nach und nach wie vorgesehen „abarbeiten“. „Wir haben weitaus mehr Anfragen, als wir realisieren, umsetzen können.“ Haus Elim seien auch die Rahmenbedingungen, die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kommune, die Einbindung der Einrichtungen im Ort, die Kooperationen mit örtlichen Vereinen wichtig.

Hausleiterin Yvette Umbach verweist darauf, dass dafür die Gegebenheiten in Schwaikheim mit der zentralen Lage, die es noch rüstigen Senioren erlaube, im Ort unterwegs zu sein, ideal seien. Bürgermeister Gerhard Häuser betont, dass mit den bisherigen Mietern in den Gebäuden, die für den Erweiterungsbau abgerissen werden, alles geklärt sei.

Baubeginn soll Anfang 2021 sein. Vorstandsvorsitzender Thomas Gengenbach rechnet mit der Fertigstellung Mitte 2022.

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