Plüderhausen Anonymer Brief vor der Wahl an Fraktionschefs

Claudia Jensen. Foto: Büttner/ZVW (Archiv)

Plüderhausen. Ein anonymer Brief mit Andeutungen zu Bürgermeisterkandidat Christian Maier hat am Montag vor der Wahl die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen erreicht. Die FW-FD-Fraktionsvorsitzende Claudia Jensen nannte das Schreiben einen „Angriff auf das freie Recht“.

Am Montag vor der Bürgermeisterwahl haben offensichtlich die Vorsitzendenden der Plüderhäuser Gemeinderatsfraktionen einen anonymen Brief bekommen. „Mit Ausnahme von Herrn Kelemen“, wie Claudia Jensen (FW-FD) jetzt in der Gemeinderatssitzung behauptete. Sie wertete dieses Schreiben als „Angriff auf das freie Recht“ und nannte es „unverschämt“. Wer so etwas verbreite, solle laut Jensen „seinen Hut nehmen und kein öffentliches Amt begleiten“. Auf wen dieser Satz gemünzt war, ließ die FW-FD-Fraktionsvorsitzende allerdings offen.

SPD-Fraktionschef Klaus Harald Kelemen jedenfalls widersprach der Behauptung, er habe diesen Brief nicht erhalten: „Diese Zeilen habe ich auch.“ Insgesamt drei anonyme Schreiben habe er im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in seinem Briefkasten vorgefunden. Mit allen sei er gleich verfahren, nämlich so: „Ich habe sie weggeschmissen.“

Jensen zitiert aus dem Brief

Jensen hatte zuvor noch aus dem anonymen Schreiben zitiert. Darin heißt es unter anderem: „Einen Bürgermeister wählt man in der Regel für acht Jahre. Deshalb prüft und überprüft man intensiv seine Auswahl. Wehe aber, man wählt die Katze im Sack. Auch Badener wollen, dass Schwaben nicht unglücklich werden. Unterhaltsam wär es für die Medien. Informationen kann man sich aus der Bürgerschaft von erfahren Gemeinden holen“. Sie werden dann aufgezählt: Gemeinde Biberach im Kinzigtal, Stadt Wolfach im Kinzigtal, Gemeinde Simonswald. Das sind im Übrigen alles Kommunen, in denen Christian Maier, erfolgloser Herausforderer von Schaffer in Plüderhausen, schon kandidiert hat – noch erfolgloser als in Plüderhausen.

Besonders sauer ist Claudia Jensen, die selber im Gemeindewahlausschuss saß, der letzte Satz des anonymen Briefs aufgestoßen, aus dem man in der Tat eine Drohung herauslesen kann. Er lautet: „Achtung aufpassen bei einer Tätigkeit im Gemeindewahlausschuss oder als Wahlhelfer.“

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