Plüderhausen Festival, Festzug und Feuerwerk: Die Plüderhäuser Festtage

Das Feuerwerk bei den Plüderhäuser Festtagen 2016. Foto: Archivbild / Habermann

Plüderhausen. Das Festzelt steht, der Bauhof hat Vorbereitungen getroffen, es ist alles auf den Weg gebracht für die Plüderhäuser Festtage, sagt Bürgermeister Schaffer. Am Donnerstag steigt das Blasmusikfestival, am Freitag folgt der Fassanstich zum Festauftakt. Mit Entenrennen und Festzug locken bekannte Höhepunkte, es gibt auch neue. Nach den Vorfällen bei der SchoWo will die Polizei sensibler sein, sie sieht aber keine besonderen Gefahren für die Festtage.

Die Veranstalter haben für ihre Gäste wieder einiges auf die Beine gestellt. „Lauder Hingucker“, so heißt das Motto der Plüderhäuser Festtage in diesem Jahr. Gemeint sind damit die Festtage an sich, die Programmpunkte, aber durchaus auch die Besucher: Man kommt und schaut, wer noch so da ist, sieht und wird gesehen, erklärt Hartmut Bay, beratendes Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Festtage und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Wer übrigens im Dirndl oder in Lederhosen kommt, bekommt von den Veranstaltern ein Lebkuchen-Krönchen. Zum Umhängen mit der Zuckerguss-Aufschrift „Hinguckerle“.

Vor den Festtagen steigt am Donnerstag zunächst das Blasmusikfestival „Rems Regio“. Acht Kapellen sind zu erleben, es gab mehr Bewerber als Spielplätze, so dass Musiker aufs nächste Jahr vertröstet wurden.

Vom „Woodstock der Blasmusik“ auf die Plüderhäuser Bühne

Die Festtage selbst warten mit Neuerungen auf. Am Sonntagabend zum Beispiel mit „Viera Blech“, einer Tiroler Band mit moderner Blasmusik. „In Österreich gibt es seit sieben Jahren ein ,Woodstock der Blasmusik’“, sagt Hartmut Bay. „Viera Blech“ sind dort immer und führend dabei und nun in Plüderhausen zu erleben. „Das ist wirklich was für Kenner“, schwärmt Bay.

Nach einer Pause im vergangenen Jahr sind zum Festauftakt am Freitag wieder Fahnenschwinger vor dem Festzelt zu erleben. Und unter den Fahrgeschäften auf dem Festgelände gibt es in diesem Jahr erstmals eine zweistöckige Zombie-Geisterbahn.

Neuigkeiten auch in der Gastronomie

Mit Neuigkeiten wartet auch die Gastronomie auf. Mit einer „Schnapsidee“ etwa. Die Destillatsgemeinschaft aus Berglen-Streich füllt eigens zwei Zentiliter-Fläschle ab, die unter dem Motto „Freche Früchtle“ verkauft werden. Fünf Brennereien sorgen für je eine Sorte. Ebenfalls neu ist das aus Laugenteig gebackene Logo der geplanten Remstal-Gartenschau zu haben, die unendliche Brezel gewissermaßen.

Weniger Helfer, längere Schichten

Neu ist darüber hinaus in organisatorischer Hinsicht, dass es weniger Helfer aus den Reihen der Vereine gibt, die aber nun längere Schichten übernehmen. „Wir haben etwas optimiert“, erklärt Hartmut Bay. „Für unsere Abläufe ist das gut, dann ist man eingeschafft.“

Erneut geboten sind Weinproben im Riesenrad nach Voranmeldung, und zwar am Donnerstag. „Vor zwei Jahren war das wahnsinnig erfolgreich“, weiß Hartmut Bay. Nun ist das Verkosten des Rebensafts in luftiger Höhe schon etwas selbstverständlicher geworden, sinniert Bay, es gibt noch eine freie Gondel.

Traditioneller Festzug mit mehr als 1000 Teilnehmern

Viele bewährte Programmpunkte bieten die Plüderhäuser Festtage darüber hinaus. Da gibt es etwa den Festauftakt im Zelt, den Bieranstich und den Sommerstammtisch, die Dirndl-Modenschau und das Entenrennen, den Partyabend am Samstag. Der bringt ein Wiedersehen mit der Band „Allgäu-Power“, die mit neuem Namen und neuen Arrangements aufwartet. Bewährt auch der sonntägliche Festzug mit mehr als 1000 Teilnehmern. Der Handels- und Gewerbeverein hat dazu ein Bähnle gemietet. Damit werden nach dem Festzug zwei Stunden lang kostenlos Rundfahrten angeboten. Die Haltestelle ist am Festplatz.

Bekannte Programmpunkte kehren wieder

Fetzig geht’s am Sonntagmittag auch nach dem Umzug zu. Das Programm des Sonntagmittags haben die Organisatoren bereits vor drei Jahren umgestellt. Geboten wird mit „The BangBags“ eine Rock’n’Roll-Live-Show, die bisher sehr gut besucht war, berichtet Hartmut Bay. „Sie hatte in Winnenden einen tollen Auftritt beim City-Treff“, hat Hartmut Bay beobachtet.

So gibt es bekannte und anerkannte Programmpunkte, etwa auch das Spielfest für Kinder oder das musikalische Finale im Festzelt am Montag. Und etwas Gutes kommt zudem von oben: Mit dem Feuerwerk der Schausteller gehen die Plüderhäuser Festtage am Montagabend zu Ende.

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