Plüderhausen Festtage mit Feuerwerk verabschiedet

Wunderschön: Mit dem traditionellen Abschlussfeuerwerk sind am Montagabend die Plüderhäuser Festtage zu Ende gegangen. Foto: Habermann / ZVW

Plüderhausen. Vier tolle Tage liegen hinter Plüderhausen. Rechnet man das Blasmusik-Festival Rems-Regio dazu, sind’s sogar fünf. Hunderte ehrenamtliche Helfer haben sich bei den Festtagen um die Gäste gekümmert, 30 000 Besucher waren’s auf jeden Fall, sagt Hartmut Bay aus den Reihen der Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage. Was Vereine und Mitstreiter auf die Beine gestellt haben, das kann sich sehen lassen. Gott sei Dank ist alles, bis auf Kleinigkeiten, friedlich verlaufen.

Wohl dem, der das in Zeiten wie diesen sagen kann. Die Nachrichten der vergangenen Tage aus München, Reutlingen und Ansbach haben natürlich auch den Bürgermeister beschäftigt. „Hoffentlich passiert bei uns nichts“, gibt Andreas Schaffer einen Gedanken wieder. Es gibt für die Festtage natürlich ein Sicherheitskonzept mit Maßnahmen für Notfälle. Das wurde im Verlauf der Festtage aber nicht verschärft. Wie will man sich schützen, sinniert der Schultes mit Blick auf das Vorgehen bei dem Amoklauf und dem Attentat. „Gegen eine solche Art, wenn jemand selbst sein Leben aufs Spiel setzt, kannst du nichts machen“, ist Schaffer, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage ist, überzeugt.

Unwetter zogen mal knapp, mal weiter weg vorbei

Und kann ein positives Fazit für die Festtage ziehen. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden, dass sie gut verlaufen sind.“

Glück hatten die Festtage-Macher auch mit Petrus’ Launen, waren doch Unwetter in Aussicht gestellt worden. Die aber sind mal knapp, mal weiter weg vorbeigezogen. Am Montag entlud sich gegen 21 Uhr ein kleines Gewitter, das aber keinen weiteren Schaden nach sich zog.

Und, „das ist für mich immer wichtig“, fährt Andreas Schaffer fort, es haben sich keine schwerwiegenden Unfälle oder Schlägereien ereignet. Das DRK habe bis Sonntagabend extrem wenig Vorfälle gehabt. So freut sich der Schultes über gute Festtage und macht dieses Gefühl auch an den Publikumsreaktionen fest. „Man hat gespürt, die Leute waren da, haben mitgemacht.“

Als einen der Höhepunkte hat Andreas Schaffer den Besuch der kroatischen Musiker des „Puhacki Orkestar Lovran“ erlebt. Die Musiker, von denen einige im evangelischen Gemeindehaus untergebracht waren, haben schnell Kontakt gefunden, zum Beispiel mit der Feuerwehr. Auch musikalisch haben die Gäste die Plüderhäuser Festtage bereichert, betont Schaffer. „Das Orchester war sicher ein Highlight. Es kam sehr gut an.“

Blasmusik-Festival hat sich einen Namen gemacht

Ein weiterer Höhepunkt der vergangenen Tage markierte natürlich auch das Blasmusik-Festival Rems-Regio. „Aus meiner Sicht war es bisher das Beste“, blickt Schaffer zurück. Gut besucht war’s zum einen, zum anderen gab’s positive Rückmeldungen der Gäste, berichtet Andreas Schaffer. Von Seiten der Musiker bestehe zudem großes Interesse, beim Blasmusik-Festival mitzuspielen, dabei zu sein. Das Festival hat sich also in Musikerkreisen einen Namen gemacht.

Einer, der Festival und Festtage aus nächster Nähe erlebt hat, ist Hartmut Bay aus den Reihen der Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage. „Auf jeden Fall 30 000 Besucher“ kamen, schätzt Bay. Rund 400 ehrenamtliche Helfer aus den Vereinen waren zur Stelle, arbeiteten an den Ständen mit oder packten beim Auf- und Abbau an. Dazu kamen bezahlte Kräfte, 35 Bedienungen sowie Abräumer.

Alles in allem spricht Hartmut Bay von einer „wahnsinnstollen Gemeinschaftsleistung“. „Die festtragenden Vereine machen ein Super-Ding.“

Ein Kopfstoß

Alles in allem spricht die Polizei-Pressestelle von ruhigen Festtagen, „so, wie wir es uns wünschen“. Es bleibe nicht aus, dass es, wenn viele Menschen zusammen sind und Alkohol getrunken wird, zu Streitigkeiten komme. Am Samstag gab’s eine Körperverletzung, einen Kopfstoß, bei den Boxautos, der Täter wird noch gesucht.

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