Plüderhausen Griechisches Restaurant „Meteora“ wird eröffnet

Ioannis Kokkonis hat einige schlaflose Nächte hinter sich. Doch nun ist alles bereit für die Eröffnung. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Plüderhausen.
Gut vier Monate blieb die Küche im ehemaligen Restaurant „La Pineta“ kalt. Ab Donnerstag wird dort wieder gekocht, gebraten und sogar flambiert. Ioannis Kokkonis wird ab 17 Uhr am Herd stehen und die Spezialitäten aus seiner Heimat zubereiten.

Gyros, Souvlaki, Moussaka - alle Klassiker der griechischen Küche stehen auf der Karte. Und obwohl Ioannis Kokkonis erst 23 Jahre alt ist, sind viele seiner Rezepte schon altbewährt. „Ich nehm’ die Rezepte von meinem Onkel. Die macht er seit 30 Jahren, die sind top!“ Kokkonis Vater und Onkel betreiben das Restaurant „Marathon“ in Welzheim. Er sei quasi in dem Restaurant aufgewachsen, berichtet Kokkonis, und habe immer gewusst, dass er sich später auch mal selbstständig machen will.

Als dann sein Vater, der auch das Café Trissler in Plüderhausen führt, von dem zu verpachtenden Restaurant erzählte, habe er nicht lange gezögert und zugegriffen. Und das, obwohl bei ihm gerade ein anderes bedeutendes „Großprojekt“ anstand. Vergangene Woche ist der junge Gastronom zum ersten Mal Vater geworden.

Dass zwei so einschneidende Veränderungen in seinem Leben fast zeitgleich eintreten, findet er in Ordnung. „Wenn man viel Stress auf einmal hat, hat man danach dafür weniger.“ Irgendwie passe das gerade sogar ganz gut. „Meine Frau und ich haben gerade beide schlaflose Nächte - eben aus unterschiedlichen Gründen.“

Ein paar Statuen fürs typisch griechische Ambiente gehören dazu

Ihm hätten die Arbeiten im Restaurant und der finanzielle Druck öfters den Schlaf geraubt. „Man muss jedem hinterherrennen“, so seine Erfahrung. Er sei allein dreimal im Baumarkt gewesen, weil an den Lampen etwas defekt war. Und der Transporter mit seinen in Polen bestellten, neuen Fenstern habe prompt einen Unfall gehabt. Aber immerhin - wenige Tage vor der Eröffnung ist der Gastraum fast fertig: beige Wände, braune Polster und Hängeleuchten aus Metall. „Ich wollte alles heller und moderner machen“, sagt der 23-Jährige und ergänzt grinsend: „Nur ein paar Statuen fehlen noch. Die müssen in einem griechischen Restaurant einfach sein.“ Auch die Küche musste er komplett neu einrichten. Finanziell habe ihm sein Vater unter die Arme gegriffen.

Generell sei das alles ohne die Unterstützung durch die Familie kaum möglich. Seine Mutter wird sich künftig auch um den Service im „Meteora“ kümmern. In der Küche wird ihn ein Freund, den er während seiner Ausbildung zum Koch im Christopherusheim in Welzheim kennengelernt hat, unterstützen.

Dass er zu jung ist, um ein eigenes Restaurant zu eröffnen, findet Kokkonis nicht. Erfahrungen habe er nach seiner Ausbildung bereits einige gesammelt, zum Beispiel im Restaurant des Stuttgarter Hotels Steigenberger Graf Zeppelin - und natürlich in der Küche seines Onkels.

Ein ganz anderes Konzept als dieser verfolge er nicht. Nur eben etwas moderner soll es werden. „Vom Griechen kennt man diese Teller mit dem riesigen Haufen Gyros.“ Die soll es bei ihm so nicht geben. Aber er versichert: Satt würden die Gäste im „Meteora“, das nach den Klosteranlagen in der Heimatstadt der Familie benannt ist, trotzdem!


Öffnungszeiten

Das Restaurant wird von Mittwoch bis Montag von 11.30 bis 14 Uhr und von 17 bis 22.30 Uhr geöffnet haben.

Dienstags und samstagmittags bleibt das „Meteora“ geschlossen.

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