Plüderhausen Rossmann eröffnet später als geplant

Der Neubau des Drogeriemarkts am Plüderhäuser Bahnhof nimmt zügig Gestalt an. Vorn in der Bildmitte ist die neue Einfahrt zu sehen. Foto: Palmizi / ZVW

Plüderhausen. Die „Hülle“ des neuen Rossmann-Markts ist fertig, schon wurde die Einfahrt verlegt, und auf der Baustelle gegenüber dem Lidl-Markt herrscht geschäftiges Treiben. Viele Arbeiten gilt’s zu koordinieren, Verzögerungen durch nicht eingehaltene Liefer- und Montagetermine wurden aufgeholt. Dennoch: In diesem Jahr wird der Rossmann-Markt voraussichtlich nicht mehr eröffnen.

Augen auf, hier wird geschafft: Arbeiter montieren Lichtkuppeln auf dem Dach, unten wird Baumaterial abgeladen, Maschinen arbeiten. Der neue Rossmann-Markt gegenüber dem Lidl am Bahnhof wächst schnell empor. „Der Rohbau als solcher ist fertig“, sagt Thomas Hoffmann, Geschäftsführer des Instituts für Immobilien-Consulting und verantwortlich für die Projektentwicklung. Das Erdgeschoss des Neubaus wurde mit Betonfertigteilen errichtet. „Im Obergeschoss wurde der Werkstoff gewechselt“, so Hoffmann, und zwar mit Holz, allerdings nicht in Ständerbauweise. „Das sind massive Holzwände und obendrauf ein Holzdach.“ Abgedichtet wird mit Metallelementen. Das Holz ist das Trägermaterial, obendrauf kommt Metall zur Abdichtung, verdeutlicht Thomas Hoffmann.

"Die Hülle ist fertig"

Für den neuen Markt wurde, man sieht es, Sichtbeton verbaut, der sich farblich verändern und anpassen wird. Obendrauf kommt seitlich-vorn „wie ein Hut“ ein dunkelgrauer Kubus aus Alucubond-Verbundmaterial, der vorsteht. Die Holzkonstruktion des Vordachs über dem Eingang steht ebenfalls bereits. „Die Hülle ist fertig“, bilanziert Thomas Hoffmann zum neuen Markt.

Einfahrt in der Mitte zwischen Rossmann und Lidl

Mit dem Ablauf des Baugeschehens zeigt sich der Geschäftsführer des Instituts für Immobilien-Consulting an sich sehr zufrieden, wie auch mit der Koordination. Mit der Lidl-Erweiterung stimme man sich ab, ebenso wie mit den Arbeiten, die die Gemeinde im Bahnhofsumfeld vornimmt. Die Einfahrt zum Supermarkt und zum Drogeriemarkt wurde bereits verlegt und befindet sich nun etwa in der Mitte zwischen Rossmann und Lidl, damit der Verkehr künftig entzerrt ist. Diesbezüglich führe man die Arbeiten für Lidl mit aus, so Thomas Hoffmann. „Die Koordination ist eine der großen Herausforderungen“, hält er für die Baustelle fest, sie funktioniere hier aber sehr gut.

Rossmann: Räumlichkeiten sollen im Januar übergeben werden

Weniger gut habe ein anderer Part geklappt. Liefer- und Montagetermine für Betonfertigteile seien nicht eingehalten worden, berichtet Hoffmann weiter. Dadurch habe man vier Wochen verloren. „Wir haben das aufgeholt. Wir sind wieder im Bauzeitenplan“, versichert der Fachmann.

Dennoch: „Der Rossmann-Markt wird aber wohl nicht mehr in diesem Jahr eröffnen“, davon geht Thomas Hoffmann aus. Er tippt darauf, dass das im Februar der Fall sein könnte.

Nachgefragt in der Pressestelle des Rossmann-Unternehmens: „Wir rechnen damit, dass die Übergabe der Räumlichkeiten im Januar erfolgt“, teilt ein Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit. Ob eine Eröffnung im Februar realistisch sei, könne man aktuell noch nicht beurteilen. Die Eröffnung solle im Frühjahr erfolgen, heißt es weiter, es bewege sich alles im normalen Bereich.

Gesamtes Quartier soll aufgewertet werden

Zurück zur Baustelle, über die Thomas Hoffmann mit Elan führt. „Wichtig ist, dass die Gesamtsituation harmonisch ist“, bezieht er auch das Umfeld des neuen Rossmann-Markts ein. So habe man zum Beispiel auch die Straßenbeläge abgestimmt, auf dass kein „Materialmix“ entsteht. „Das gesamte Quartier soll neu und aus einem Guss umgestaltet werden. Wir wollen hier eine Aufwertung des gesamten Quartiers erreichen.“

Sitzgelegenheiten und Pflanzungen sind geplant

Hoffmann zeigt auf einen Absatz in der Wand an der Rückseite des Markts zur Bahnhofstraße hin. Ein bewusst herbeigeführter, versichert er. Hier wird künftig vor einem in einem Anthrazitton abgesetzten Teil eine Ligusterhecke gepflanzt. Davor kommen Cortenstahlelemente, die ausgelaserte Figuren zeigen. Auch Sitzgelegenheiten sind geplant, ebenso wie Pflanzungen. „Das wird auch optisch sehr gut sein“, meint Hoffmann zur erwarteten Farb- und Materialkombination. „Das wirkt auflockernd“, davon geht er für die Fassade aus.

Kunden-WC im neuen Markt

Im Inneren des Markts zeigt Thomas Hoffmann die Dachkonstruktion aus Trapezblech sowie die Leimholzbinder. Das Dach wird noch mit einer Wärmedämmung, Dampfsperre und Kunststofffolie versehen und erhält außerdem eine extensive Begrünung. Eine abgehängte Decke wird später die Holzbalken verdecken. Der neue Markt wird auch ein Kunden-WC anbieten.

Keine Arbeitsunfälle auf Baustelle

Im Obergeschoss besteht unter anderem Platz für Lagerfläche sowie für Aufenthalts- und Umkleideräume für die Mitarbeiter.

Soweit ein Überblick zum Baustellengeschehen, das bislang glücklicherweise ohne Arbeitsunfälle abgelaufen ist. „Das soll auch so bleiben“, bekräftigt Thomas Hoffmann.


70 Tonnen schwer

Hingucker auf der Baustelle waren bisher auch mehrere Autokrane, die hier im Einsatz waren. Sie haben ganze Arbeit geleistet. Ein besonders schweres Betonfertigteil hat sogar 70 Tonnen gewogen. „Deswegen haben wir gigantische Kräne gebraucht“, erläutert Thomas Hoffmann.

Die gesamten Investitionskosten für das Projekt bewegen sich zwischen 2,8 und 2,9 Millionen Euro.

Bislang sind die Bauarbeiten glücklicherweise ohne Arbeitsunfälle abgelaufen. „Das soll auch so bleiben“, bekräftigt Thomas Hoffmann.

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