Plüderhausen Video: Festtage: Junger Filmer hat Beiträge gedreht

Plüderhausen. Der traditionelle Fassanstich, das Entenrennen, Fahnenschwinger und flotte Tänze: Was es bei den Plüderhäuser Festtagen so alles zu sehen gab, das hat Felix Weber mit der Kamera festgehalten. Jetzt hat der Gymnasiast aus dem Material drei Filme für die Homepage des Volksfests gemacht. Was er später einmal werden möchte? Da muss der 17-Jährige nicht lange nachdenken.

Etwas im Filmbereich wäre toll, zunächst ein Praktikum, auch ein Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land würde Felix Weber gefallen. Und dann, mal sehen, wo er in der Medienwelt seinen Platz finden wird.

Fürs Filmen jedenfalls hegt Felix Weber schon jetzt eine große Leidenschaft. Davon zeugen auch die Beiträge, die er jetzt von den Plüderhäuser Festtagen fertiggestellt hat. Im Juli hatte der 17-Jährige Höhepunkte und Randgeschehen, Feuerwerk und Wasserrennen, himmelsstürmende Karrusselfahrten und zur Erde regnende Bonbons beim Festumzug festgehalten. „Fünf Tage lang war Drehen angesagt“, erinnert er sich. Und so war der digitale Dokumentar überall dabei, wo sich Spannendes ereignete, filmte die Eröffnung des Fests mit Fahnenschwingern und Tänzern, nahm abends die Feststimmung im Zelt auf oder holte sich beim Zieleinlauf des Entenrennens nasse Füße. Auch Besucher kamen zu Wort.

Nach den Festtagen begann die Arbeit am Schreibtisch

Felix Weber war nicht allein mit der Kamera unterwegs, sein Freund Benjamin Huber half mit. Trotz aller Schafferei haben die Dreharbeiten Spaß gemacht, versichert der Nachwuchsfilmer.

Nach den Festtagen war die Arbeit allerdings noch lange nicht zu Ende. Am Schreibtisch galt es, das umfassende Material zu sichten, Musik auszuwählen, Farbkorrektur und Schnitt vorzunehmen. Herausgekommen ist nun ein sympathisches, sehenswertes Werk, kurzweilig und auf den Punkt gebracht. Drei Beiträge hat Felix Weber zusammengestellt: einen eher traditionelleren Film, einer richtet sich mehr an jüngere Besucher und Jugendliche, ein kurzer Beitrag soll zudem in den sozialen Netzwerken auf die Plüderhäuser Festtage neugierig machen. „Es wäre schwierig, alle Aspekte in einem Film zusammenzuführen“, sagt Felix Weber. Und ergänzt: „Für junge Leute braucht man andere Musik und auch schnellere Schnitte.“

Seit der Grundschule Freude am Filmen

Zu dieser ersten großen „Auftragsarbeit“ war Felix Weber nicht zuletzt durch einen Film-Wettbewerb unserer Zeitung gekommen, bei dem er prämiert wurde. Bürgermeister Andreas Schaffer erfuhr davon und schrieb ihm. Vor den Festtagen lebte der Kontakt wieder auf, und der Kamerafreund wurde eingeladen, für die Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage den Film zu drehen. Auch in enger Zusammenarbeit mit Hartmut Bay entstanden die nun fertigen Beiträge.

Die Freude am Filmen hat Felix Weber nicht erst als Jugendlicher entdeckt. „Das hat schon in der Grundschule angefangen“, erinnert er sich an kleine Agentenfilme und aus dem Fernsehen Nachgespieltes.

An Ideen für Filme mangelt es auch dem heute fast Erwachsenen nicht. Felix Weber schreibt Drehbücher, setzt auch auf Freunde und ist guter Dinge: „Wenn man Zeit und genügend Leute hat, dreht man das auch.“

Darüber hinaus sollen auch Beiträge für kleine Wettbewerbe eingereicht werden. Ein Kurzfilm entsteht gerade mit einem Freund mit dem Titel „Keine Zeit“.

Als Motto für das Filmenlernen kann das natürlich nicht gelten. Das braucht nämlich durchaus seine Zeit. Felix Weber hat sich vieles durch aktives Tun und Ausprobieren beigebracht. Außerdem schaut er sich oft im Internet um. „Dadurch findet man’s dann heraus.“ Dazu kommt ein wacher Sinn, ein Gefühl für den Moment. „Man braucht, wie bei der Fotografie, ein gewisses Auge für die Dinge und für die Menschen.“

Preis gewonnen
Bei Felix Weber handelt es sich bereits um einen preisgekrönten Filmer. Bei einem Wettbewerb unserer Zeitung zur Kommunalwahl waren Jugendliche eingeladen worden, einen Film zum Thema „Warum gehe ich wählen“ einzureichen.

Felix Weber machte beim Wettbewerb mit und wurde prompt mit einem ersten Preis belohnt. Er hatte sich in seinem Beitrag mit Gründen für das Nichtwählen beschäftigt, aber auch gezeigt, warum man doch wählen gehen sollte, erzählt er.

Weitere Filmbeiträge gibt es hier zu sehen.

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