Plüderhausen Voice of Germany: Mishka Mackova ist raus

Plüderhausen. Vom allerersten Vorsingen bis unter die letzten 40 Kandidaten: Mishka Mackova hat einige Hürden genommen in der Fernseh-Musikshow „The Voice of Germany“. Ganz geschafft hat’s die Plüderhäuser Studentin nicht. Schade ist das, aber sie hadert nicht damit. Sie nimmt viel mit, persönlich und musikalisch, und fühlt sich bestärkt, weiterzumachen mit der Musik.

Im Café spricht eine Frau Mishka Mackova an, umarmt sie und sagt, dass sie ihre Auftritte im Fernsehen gesehen hat. „Das hat mich so berührt.“ Wer im Fernsehen zu sehen ist, der wird wiedererkannt. Angesprochen wird sie aber nur vereinzelt, erzählt die 22-Jährige. Auch in Facebook hat sie sich über Nachrichten von teils fremden Leuten gefreut. Wobei die Studentin der Internationalen Sozialen Arbeit trotz des Fernsehtrubels bodenständig geblieben ist und sagt, sie sei die Gleiche wie vorher.

Vorher, das war, bevor Mishka Mackova im März ein erstes Vorsingen in einem Hotel in Stuttgart besuchte. Eine Mutprobe war’s, die Gelegenheit, „etwas Neues, etwas Verrücktes“ zu machen. Dass sie in der Musikshow so weit kommen würde, damit hat sie nicht gerechnet. Nach dem Vorsingen, „das gab es in einigen großen Städten“, weiß Mishka Mackova, erhielt sie eine Einladung zu einer Auswahlrunde in die Hauptstadt. Dort galt es, im Studio Berlin vorzusingen. Drei Lieder trug die junge Frau vor. Dann wurde es ernster. Per E-Mail erfuhr sie: „Herzlichen Glückwunsch, du bist in den Blind Auditions.“ So hieß die erste Runde eines vierstufigen Verfahrens der Show. „Salvation“ von Gabrielle Aplin: „Das war mein Song.“ Wieder fuhr die junge Frau nach Berlin und wohnte mit 130 Leuten in einem Hotel. „Klassenfahrt-Feeling“. Zehn Tage lang gab es Gesangscoaching, Fachfrauen fürs Styling und Make-up kamen, Filmaufnahmen standen an. „Es war alles ganz neu und ganz spannend.“ Beim Auftritt für diese Runde, bei der vier Coaches mit dem Rücken zur Bühne zuhörten und Kandidaten für ihre Teams wählten, war sie nervös, aber auch voll Vorfreude. „Ich hab’ mich mega auf den Moment gefreut.“ Der Auftritt glückte, Mishka ging ins Team von Jurorin Stefanie Kloß von „Silbermond“ - und war eine Runde weiter.

Für die nächste Runde ging es erneut nach Berlin, Stefanie Kloß begleitete ihr Team und gab Tipps, ein Gesangscoach und noch ein Experte unterstützten die Kandidaten. „Das habe ich sehr sehr genossen.“ Die prominente Jurorin „war einfach unheimlich sympathisch, hat uns unterstützt, das war einfach super.“

Für diese Auswahlrunde galt es, Duette zu singen. Mishka Mackova trat mit einer Kandidatin auf und verstand sich gut mit ihr. „Man kann ein Duett nicht gegeneinander singen. Es soll schön klingen.“ Die Mitkandidatin siegte, und Mishka Mackova gönnte es ihr. „Sie hat eine Wahnsinns-Stimme.“ Überraschend kam auch Mishka weiter, weil Jurymitglied Rea Garvey, ein irischer Sänger, sie in sein Team holte.

Mit ihm und seinem Team ging es vor der dritten Runde für eine Exkursion nach Hamburg. Dort traten die jungen Musiker in Tim Mälzers Restaurant vor einem Publikum mit vielen Prominenten, Moderatoren, Schauspielern, Musikern auf. „Die Zeit in Hamburg habe ich mega genossen. Es war toll.“ Bei einem Aufenthalt in Berlin mit Gesangscoaching, Drehs und Ähnlichem motivierte der irische Sänger seine Teammitglieder und gab Feedback. In der folgenden Runde der Show setzte sich Mishka Mackova allerdings nicht durch. Ein anderer Kandidat kam weiter. Die junge Frau gibt zu: „Er war auch wirklich der Beste.“

Nun hat der Alltag Mishka Mackova wieder. Sie hat ihre Bachelor-Arbeit zum Druck gegeben, bald beendet sie ihr Studium. Sie hadert nicht damit, dass sie die Show verlassen musste. „Ich habe die Ehre zu sagen, ich bin in den letzten 40 geblieben aus 10 000, die sich beworben haben. Ich durfte drei Fernsehauftritte genießen, womit ich nicht gerechnet habe.“ Es sei trotzdem perfekt gelaufen. Und die junge Frau nimmt etwas mit. „Es hat mich persönlich als auch musikalisch sehr weitergebracht.“ Die Show will sie weiterverfolgen - und selbst mit der Musik weitermachen, professioneller werden, Lieder schreiben und vielleicht eine eigene CD aufzunehmen.

Vom Zimmerle ins TV

Mishka Mackova hatte früher keinen Gesangsunterricht. Als Kind erhielt sie Klavierunterricht. „Ich hab’ das immer so in meinem Zimmerchen gemacht.“ Mit 13 Jahren hat sie sich das Gitarrespielen beigebracht. Von ihrer Stimme war sie lang nicht so überzeugt. Im Christlichen Zentrum „Life“ wurde sie ermutigt, vor Leuten zu singen. Der Jugendpastor förderte sie, erste Erfolgserlebnisse folgten. Im „Life“ hat sich Mishka Mackova in der Jugendarbeit engagiert.

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