Quattrex-Geschäfte des VfB-Präsidenten Dietrich erklärt sich gegenüber Aufsichtsrat und Vorstand

, aktualisiert am 24.04.2019 - 18:26 Uhr
Wolfgang Dietrich, Präsident vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archiv Foto: dpa

Stuttgart.
Präsident Wolfgang Dietrich hat sich wegen der Quattrex-Verflechtungen gegenüber dem Vorstand und Aufsichtsrat des VfB Stuttgart erklärt. Der 70-Jährige habe den Gremien am Dienstagabend nochmals "alle relevanten Vereinbarungen und Dokumente im Zusammenhang mit seiner früheren unternehmerischen Tätigkeit offengelegt und erläutert", sagte Aufsichtsratsmitglied Wilfried Porth laut einer VfB-Mitteilung vom Mittwoch. "Daraus ergeben sich keine neuen Sachverhalte, alle 2016 gegenüber der DFL und dem VfBeingegangenen Verpflichtungen sind eingehalten und umgesetzt." 

Zuvor hatte sich Dietrich gegen den Vorwurf falscher Angaben im Zusammenhang mit dem Investor Quattrex gewehrt. Die Firma gibt Darlehen an Vereine und steht unter anderem in wirtschaftlichen Beziehungen zu den Zweitligisten 1. FC Heidenheim und 1. FC Union Berlin. Beide Teams sind in einer Relegation mögliche Gegner für den vom Abstieg aus der Bundesliga bedrohten VfB. Der kicker hatte in seiner Ausgabe vom Dienstag berichtet, Dietrich habe sich von seinen Anteilen an der in Luxemburg ansässigen Firma Quattrex GP S.a.r.l. erst später getrennt als angegeben. Neben Aufsichtsrat und Vorstand wolle Dietrich "zeitnah auch die weiteren Gremien, die Vereinsausschüsse sowie die Vereinsmitglieder informieren", sagte Porth. Der Präsident hatte am Dienstag betont, "es gab und gibt keine Investitionen im Bereich Profifußball, die vor meiner Wahl (zum Präsidenten, Anm.) dem VfB und der DFL nicht bekannt waren."

In einer Rundmail an die Mitglieder des Vereins erklärte Dietrich weiter: "Die Integrität der Person, die das Präsidentenamt unseres VfB Stuttgart ausübt, ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung und nicht verhandelbar. Ich partizipiere in keiner Form am sportlichen Erfolg anderer Fußballvereine." In der entscheidenden Saisonphase komme es jetzt auf den Zusammenhalt innerhalb der VfB-Familie an: "Nach Saisonende wird es genügend Zeit und Möglichkeiten geben, über alle möglicherweise noch offenen Fragen zu sprechen. Ich bin gerne bereit, mich bei Bedarf der Diskussion zu stellen."

Das ausführliche Statement des VfB-Präsidenten ist hier online einsehbar. Die Belege für seine Ausführungen will Dietrich zeitnah vorlegen.


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