Refill Station in Schorndorf Kostenfreies Trinkwasser in der Stadtbücherei

Für Leiterin Marianne Seidel passt der Refill-Gedanke prima zur Stadtbücherei. Foto: Schneider / ZVW

Schorndorf. Es ist günstiger als Mineralwasser, spart den Kauf von (Plastik-)Flaschen und ist in Schorndorf bereits an zwei Stellen möglich: In der Stadtbücherei und in der Forscherfabrik können sich Durstige ihre mitgebrachten Trinkflaschen mit Leitungswasser befüllen lassen. Zu erkennen sind die „Refill Stationen“ am blauen Aufkleber mit Wassertropfen.

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 2000 „Refill Stationen“, zwei befinden sich in Schorndorf: In der Stadtbücherei und in der Forscherfabrik haben die Mitarbeiterinnen eine Idee aufgegriffen, die sich seit eineinhalb Jahren von Hamburg über die ganze Republik ausbreitet: Stephanie Wiermann, Bloggerin, Grafikerin und Webdesignerin, lebt seit mehreren Jahren plastikfrei und stieß im Sommer 2016 auf das Projekt „Refill Bristol“ – eine Karte mit Auffüllstationen in der englischen Stadt Bristol – und war sofort begeistert.

Trinkflaschen kostenlos mit Leitungswasser auffüllen

Weil Leitungswasser günstiger ist als Mineralwasser aus (Plastik-)Flaschen und in Deutschland fast überall bedenkenlos genießbar ist, entwickelte sie einen Aufkleber, der Kunden von Läden, Gästen von Cafés und Besuchern von öffentlichen Einrichtungen signalisieren soll: Hier können Durstige ihre Trinkflaschen kostenlos mit Leitungswasser auffüllen lassen. Und weil es im Team der Stadtbücherei einige Leitungswassertrinkerinnen gibt und Nachhaltigkeit gut zu einer Bibliothek passt, hat Büchereileiterin Marianne Seidel die Idee gerne aufgegriffen. Wer jetzt mit seiner leeren Trinkflasche an die Theke kommt, bekommt frisches Leitungswasser aus dem Büro.

Forscherfabrik: Trinkwasser in drei Varianten

Die Stadtbücherei ist in der Refill-Deutschlandkarte aufgenommen, die zweite Schorndorfer Station noch nicht: Doch in der Forscherfabrik gibt’s kostenloses Trinkwasser – in drei Varianten: „Für durstige Forscher, Besucher und Bürger gibt es im Foyer der Forscherfabrik einen Wasserspender. Die mitgebrachte Trinkflasche kann hier kostenlos mit kaltem, ungekühltem oder sprudelndem Leitungswasser aufgefüllt werden“, sagt Mitarbeiterin Nina Raczek. Die nächsten „Refill-Stationen“ gibt es im Remstal in westlicher Richtung übrigens erst in Weinstadt und im Osten in Schwäbisch Gmünd.


Refill-Grundsätze

Refill steht für Umweltschutz, Müllvermeidung und ist ein ehrenamtliches Projekt von Privatpersonen, ist also unternehmens- und parteiunabhängig. Refill ist auch eine soziale Bewegung: Auch Menschen mit wenig Einkommen, Zero-Waster und Familien sollen simpel und einfach mitmachen können. Wasser auffüllen geht auch im Marmeladenglas! Deswegen gibt es auch kein Merchandising.

Teil der Bewegung zu sein ist einfach: Aufkleber unter www.refill-deutschland.de besorgen, für Kunden, Gäste und Besucher sichtbar anbringen, für den Eintrag in der Deutschlandkarte Name, Adresse, Website und Öffnungszeiten schicken an station-eintragen@refill-deutschland.de und dann: Leitungswasser in mitgebrachte Behältnisse auffüllen.

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