Rems-Murr Dreimal Gold für Leichtathletinnen aus dem Kreis

Waiblingen/Welzheim.
Was für eine Ausbeute: Die Welzheimer Läuferin Hanna Klein hat bei der Hallen-DM die Titel über die 3000 und 1500 Meter der Frauen gewonnen. Und auch Kugelstoßerin Alina Kenzel (VfL Waiblingen) durfte sich die Goldmedaille umhängen lassen. Pech hatte Kleins Partner Marcel Fehr von der LG Filstal.
Von den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leipzig kehrt die Welzheimerin Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) gleich mit zwei Goldmedaillen über 1500m und 3000m der Frauen nach Hause zurück. Am frühen Samstagnachmittag fanden bereits die Vorläufe über die 1500m statt. Für Klein lediglich eine Formsache das Finale zu erreichen. Die Titelverteidigerin aus dem Vorjahr galt als klare Favoritin für den Titel auch für 2020. Von den großen Namen Konstanze Klosterhalfen, Gesa Krause, Alina Reh oder Elena Burkhard fehlten in Leipzig die einen wegen Krankheit, die anderen hatten erst gar nicht mit den Hallenmeisterschaften geplant. So fand sich Hanna Klein mit ihrer diesjährigen Bestzeit von 8:50,57 min auch über 3000m in der Favoritenposition. Das Rennen begann, wie üblich bei Meisterschaften, relativ verhalten.Klein kontrollierte das Rennen von Anfang an und hielt sich immer auf Position zwei oder drei. Ihre Klasse zeigte Klein dann auf dem letzten Kilometer, den sie in etwa 2:52 min absolvierte und mit ihrem bekannt starken Schlussspurt der Konkurrenz keine Chance ließ. Sie gewann ihren ersten Hallen-DM-Titel über 3000m souverän in 9:21,72 min vor Caterina Granz (LG Nord Berlin), der deutschen Freiluftmeisterin über 1500m, die in 9:24,71 min die Vizemeisterschaft errang.

Am Sonntag waren die beiden Läuferinnen, Klein und Granz, erneut die alleinigen Favoritinnen im Finale über 1500m. Und die Berlinerin Granz versuchte es wieder mit der Flucht nach vorne, doch Klein heftete sich, wie auch schon über 3000m, an ihre Fersen, um im entscheidenden Moment an Granz vorbei zu spurten. Diesmal reichten etwa 150m Endspurt um sich den zweiten Titel an diesem erfolgreichen Wochenende zu sichern. Im Ziel blieben die Uhren bei Kleins souveränem Lauf in 4:22,43 min stehen. Granz folgte, wie über 3000m, in 4:24,21 min auf Platz 2.

Der Plan von Alina Kenzel, den Gewinn der Deutschen Hallenmeisterschaft und eine Weite über die 18 Meter, ging am Samstagnachmittag in Leipzig voll auf. Mit der besten Meldeleistung (17,77 m) war die Kugelstoßerin zu den nationalen Titelkämpfen gereist. Normalerweise stößt WM-Bronzemedaillengewinnerin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) in einer eigenen Liga, jedoch fehlte Schwanitz aufgrund der Olympia-Vorbereitung und bestreitet in diesem Winter keine Wettkämpfe. So hatte Kenzel dieses Mal die Favoritenrolle inne, obwohl der Winter für Kenzel mit einem zuletzt schwachen Wettkampf in Stockholm bisher nicht ganz nach Plan verlief.  Im zweiten Durchgang feuerte Kenzel die vier Kilogramm schwere Kugel auf die neue persönliche Hallenbestweite von 18,14 Meter. Lediglich Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) blieb mit 17,98 Meter auf Schlagdistanz. Mit 18,07 Meter im fünften und 18,10 Meter im sechsten Versuch konnte konnte Kenzel eine gute Serie zeigen. Im Anschluss zeigte sich Kenzel über das Ergebnis hoch erfreut: „Das war einer meiner besten Wettkämpfe überhaupt“. Über ihre Leistung sei sie dennoch etwas überrascht, da sie etwas am kränkeln sei. Die Goldmedaille der diesjährigen Hallenmeisterschaften ist nach 2018 inzwischen die zweite für Kenzel bei Deutschen Hallenmeisterschaften.

Pech hatte der Welzheimer Marcel Fehr (LG Filstal), der über 3000m, mit seiner vor drei Wochen aufgestellten persönlichen Bestleistung von 7:50,64 min, zu den absoluten Mitfavoriten über diese Distanz gehörte. 3 Hundertstel trennten in der aktuellen Hallenrangliste Platz 1 Maximilian Thorwirth (Düsseldorf, 7:50,61 min) und den Welzheimer Marcel Fehr. Die beiden sollten die Medaillen eigentlich unter sich auszumachen. Ein paar Tage vor den Deutschen Meisterschaften fiel Fehr dann leider der Grippewelle zum Opfer und lag mit 39° Fieber im Bett. So musste er zähneknirschend zuschauen, wie Maximilian Thorwirth in 7:53,31 min ungefährdet zu seinem ersten deutschen Titel rennen konnte.

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