Rems-Murr-Fußball Bezirksligameister SV Kaisersbach dominiert in allen Bereichen

Meister der Fußball-Bezirksliga: SV Kaisersbach. Hinten von links: Gabriel Simion, Steffen Mastalerz, Lucca Volkmer, Thomas Baier, Luis Bauer, Leo Hasani, Marc Folter, Trainer Leo Gjini, Tim Schneidereit, Walter Duschek. Mitte: Gezim Zymeri, Alexander Bretzler, Niklas Hinderer. Vorne: Fabian Leidenbach, Arnaud Seyfert, Gökhan Alkan, Timo Walter, Jonas Kugler, Sascha Munz. Foto: privat

Meister SV Kaisersbach – damit hatte vor der Saison keiner gerechnet. Doch die Kaisersbacher führten die Fußball-Bezirksliga schon zur Saisonhalbzeit mit fünf Punkten Vorsprung an, zur Winterpause waren es sogar elf. Weil der SVK auch im Jahr 2019 konstant gut spielte, stand er bereits vier Spieltage vor Schluss als Landesligaaufsteiger fest.

Elf Punkte Vorsprung, teilweise waren es sogar 14 – welche Dominanz. Beste Abwehr, bester Angriff – die Kaisersbacher spielten schon in den vergangenen Jahren zumeist eine gute Rolle in der Bezirksliga, eine derartige Dominanz aber hatten sie selbst nicht erwartet. So schienen sie noch in der Winterpause trotz elf Punkten vor dem Zweitplatzierten TSV Nellmersbach nicht recht an den großen Erfolg zu glauben. „Wir halten den Ball flach“, hatte Abteilungsleiter Heinrich Baier gesagt. Nur nicht zu sehr auf die Pauke hauen – zumindest nach außen.

Die Mannschaft aber spielte genauso konstant weiter wie in der Vorrunde und machte die Meisterschaft im Nachholspiel beim SV Fellbach II perfekt. Danach ließ Trainer Leonard Gjini Spieler auflaufen, denen zuvor kaum Einsätze vergönnt waren. Dass daraus eine Niederlage und zwei Unentschieden resultieren, interessierte niemanden mehr.

Kaum Verletzungspech

Bis dahin hatte der neue Coach – auch weil der SVK von Verletzungspech verschont geblieben ist – überwiegend derselben Aufstellung vertrauen können. Die Konstanz zahlte sich aus. Neuzugang Gabriel-Cosmin Simion, so Gjini, war „ein ganz wichtiger Mann in der Viererkette und hat die jungen Spieler geführt“. Mindestens so wichtig waren zentral davor Arnaud Seyfert und Marc Folter, auf den Außenpositionen Timo Walter („er hat die meisten Tore vorbereitet“) und Alexander Bretzler (12 Tore). Angreifer und Spielführer Gökhan Alkan wurde mit 19 Treffern Dritter der Bezirksliga-Torjägerliste. Im Tor habe Walter Duschek „eine Supersaison“ gespielt.

„Schlüsselspieler“ Thomas Baier wird Co-Trainer

Auch wenn Gjini zentrale Spieler hervorhebt, der Schlüssel sei die mannschaftliche Geschlossenheit gewesen. Und dass die Spieler sein taktisches System („Ich spiele ein ganz klassisches 4:4:2“) gut umgesetzt haben. Ein „Schlüsselspieler“ sei dabei Thomas Baier gewesen. Gjini: „Er hat meine Taktik am besten verstanden.“ Und dafür gesorgt, dass sie auf dem Platz umgesetzt wird. „Er war sehr wichtig am Anfang“, sagt Gjini, „und hat sich später zurückgezogen.“ Nun geht der Routinier noch einmal einen Schritt weiter: Er wird Co-Trainer.

„Thomas Baier versteht etwas von Fußball – und vom Verein“, sagt der Trainer. Er verstärke nun die ohnehin schon große Sachkompetenz in der Abteilung mit Abteilungsleiter Heinrich Baier und den Ex-Trainern Josip und Leo Duric, die den Kader zusammenstellen. „Die halten mir den Rücken frei“, sagt Gjini.

Auf ihn wartet nun eine vertraute Situation. Den Sprung in die Landesliga hat er mit der TSGV Waldstetten schon einmal geschafft – und dann auch den Klassenverbleib. Er weiß aber: „Es wird verdammt schwer.“

Kaum veränderungen im Kader

Am Kader wird sich nur wenig ändern, Neuzugänge stehen noch nicht endgültig fest. Abteilungsleiter Heinrich Baier geht durchaus zuversichtlich in die kommende Saison. „Wer in der Bezirksliga so dominiert, wird da oben auch ein paar Punkte holen.“ Baier hat Vertrauen in Spieler und Trainer. Und wenn’s am Ende doch nicht klappt, „geht die Welt auch nicht unter“.

Auch SV Kaisersbach III ist Meister

Eine Saison wie diesmal aber wird sich nicht wiederholen. Die Kaisersbacher sind nicht nur mit der ersten Mannschaft aufgestiegen, Team III wurde Meister in der Kreisliga B V. 2019/20 wären die Kaisersbacher auch mit dem Klassenverbleib schon zufrieden.

Weitere Infos

Der SV Kaisersbach belegte in den zurückliegenden Jahren immer Plätze zwischen drei und sieben.
Als einziger Verein neben TSV Schwaikheim und SV Allmersbach stellt er drei Mannschaften in Konkurrenz.
Team eins führt sämtliche Einzeltabellen an: Vor- und Rückrundentabelle, Heim- und Auswärtstabelle sowie die Fairnesstabelle. Der SVK hat die meisten Treffer erzielt (77) und die wenigsten kassiert (26).
Nicht mehr zum Kader gehören werden nur Gezim Zymeri (SG Bettringen) und Stipe Zovko. Thomas Baier wird Co-Trainer.

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