Rems-Murr-Fußball Die Aufholjagd kann beginnen

Jubel beim SV Breuningsweiler? Am Sonntag soll gegen den VfL Nagold die Aufholjagd starten. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Von der 3. Liga bis zur Landesliga, die meisten Rems-Murr-Fußball-Teams stecken im Abstiegskampf. Jetzt steigen auch Verbands- und Landesliga wieder ein. Die Devise lautet: die Aufholjagd starten.

Verbandsliga

SV Breuningsweiler (16. Platz, 12 Punkte) – VfL Nagold (11., 20 Punkte: Sonntag, 14 Uhr, in Höfen). Neue Spieler, neuer Trainer, neue Erfolge? Für den SVB beginnt am Sonntag die Aufholjagd. Vier neue Spieler hat er geholt, Trainer Toni Guaggenti hat die Arbeit aufgenommen, die meisten verletzten Spieler sind wieder einsatzbereit. Reicht es noch zum Ligaverbleib? Der SVB muss acht Punkte aufholen, muss Platz elf erreichen, auf dem aktuell der Gegner vom Sonntag steht. Entsprechend wichtig ist die Partie. „Der Fokus liegt komplett auf diesem Spiel“, sagt Guaggenti. Er ist mit der Vorbereitung weitestgehend zufrieden. Die Mannschaft habe gut mitgearbeitet, begreife seine Spielphilosophie immer besser – und damit, dass sie mehr als bisher nach hinten arbeiten muss. Guaggenti lobt zudem die Neuzugänge. „Jan Ackermann ist sehr engagiert, Marvin Schmid macht einen sehr guten Eindruck, ist aber leicht angeschlagen.“ Felix Bauer hat wegen einer hartnäckigen Grippe einen Teil der Vorbereitung verpasst. Leichte Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Marko Kovac (Wadenprobleme) und Lukas Friedrich (mit dem Abschluss seiner Bachelorarbeit beschäftigt). Sicher fehlen werden Max Brenner, der wegen einer Reizung der Patellasehne kaum trainieren konnte, und der langzeitverletzte Loris Hoffmann. Niko Rummel aber ist wieder an Bord. „Er hat die Vorbereitung komplett durchgezogen.“ Da der Kader erweitert wurde, hat Guaggenti nun „auf einigen Positionen die Qual der Wahl“. Ziel im womöglich schon wichtigsten der 14 noch ausstehenden Spiele ist ein Sieg. Guaggenti: „Das kann eine Initialzündung sein für die nächsten Spiele.“

Wir sind mit der Kamera dabei

Landesliga

TSV Schornbach (15. Platz, 14 Punkte) – TSV Crailsheim (8. Platz, 22 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Schafft es der TSV noch aus der Abstiegszone? Sieben Punkte sind es zum ersten sicheren Nichtabstiegsplatz, auf dem nach zuletzt zwei Siegen die TSG Öhringen steht. Der TSV geht zumindest recht optimistisch in die Fortsetzung der Runde. Die Neuzugänge Gioacchino Colleti und Tino Reichelt seien, so Spielertrainer Marius Jurczyk, Verstärkungen, auch Patryk Ferraro steht nach seiner Schulterverletzung wieder zur Verfügung. „Dir Stimmung ist sehr gut.“ Und das trotz sehr harter Vorbereitung. Co-Trainer Klaus Bihlmaier hat die Spieler nicht geschont. Jurczyk: „Unser Ziel war, die Spieler so fit zu bekommen, dass sie 120 Minuten laufen können.“ Geo Mahlelis ist verletzt (Sprunggelenk) und Alex Nita erst aus dem Urlaub zurück, alle anderen aber stehen zur Verfügung für das vielleicht wichtigste Spiel. Ein Sieg wäre nicht nur fürs eigene Selbstvertrauen wichtig, sondern auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Wir sind mit der Kamera dabei.

Aramäer Heilbronn (13., 17 Punkte) – SV Allmersbach (16., 12 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Allmersbacher haben sich in der Vorrunde nach schwachem Start gut entwickelt und die Chance auf den Ligaverbleib erhalten. Dem ersten Spiel des Jahres kommt nun gleich eine besondere Bedeutung zu. „Wir sollten mit drei Punkten zurückkommen. Alles andere hilft uns nicht weiter“, sagt Trainer Thomas Sommer. Die Vorbereitung allerdings verlief schlecht. Zu viele angeschlagene, zu viele kranke Spieler. Und die Verletzungsmisere ist noch nicht beendet: Simon Ferber, Marius Gebhardt, Felix Heinz, Michael Heißwolf, Kevin und Luca Renz, Maximilian Scholze, Nick Rühle sind allesamt nicht fit, dazu noch Tim Fuchslocher im Urlaub und Tim Wehrsig wegen einer Leistenreizung fraglich. Dennoch erwartet Sommer „ein offenes Spiel“.

TSV Schwaikheim (5., Platz, 27 Punkte) – SF Schwäbisch Hall (2., 31 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Nicht schön, aber erfolgreich – der Frühstart der Schwaikheimer lief ab wie von Trainer Aleksandar Kalic prophezeit. 2:1 in Schluchtern. „Das war zweckmäßig gut gelöst. Aber es gibt noch vieles, an dem wir feilen müssen.“ Die Chancen auf den nächsten Sieg stehen nun allerdings deutlich schlechter. „Schwäbisch Hall war für mich der Topfavorit.“ In Hall habe sein Team eine Halbzeit lang seine beste Saisonleistung gezeigt – und dennoch 1:4 verloren. Am Sonntag stehen dem Trainer zumindest außer dem langzeitverletzten Florian Schweickhardt alle Spieler zur Verfügung. Und der vorzeitige Start könnte sich zudem noch als Vorteil erweisen.

SSV Gaisbach (10., 22 Punkte) – TV Oeffingen (7., 24 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Das Hinspiel gewannen die Oeffinger knapp mit 1:0. Angesicht ihrer Auswärtsstärke sie das im ersten Spiel des Jahres wiederholen. Die Gaisbacher haben vor einer Woche schon ihr erstes Spiel in den Sand gesetzt: 0:3 in Öhringen.

Spvgg Satteldorf (9., 22 Punkte) – SV Fellbach (4., 27 Punkte; Samstag, 13 Uhr). Die Fellbacher blicken auf eine gute Vorrunde zurück, haben es aber versäumt, im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel in Öhringen die 30-Punkte-Marke zu knacken. Das jetzt in Satteldorf zu schaffen, dürfte noch schwerer sein.

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