Rems-Murr-Fußball Jogis WM-Kader und die Rems-Murr-Fußballer

Der SV Allmersbach (hier in Rot im Spiel gegen Remshalden) hat mittlerweile Platz eins in der Bezirksliga übernommen. Foto: ZVW / Steinemann

Joachim Löw hat seine guten Nachrichten – und auch ein paar schlechte – bereits verteilt. Die Spieler wissen jetzt, wen der Bundestrainer mit zur WM nehmen will. Vieren jedoch droht weiterhin das Aus, sprich die Streichung aus dem vorläufigen Kader. Die Lage im Fußball-Bezirk ist ähnlich. Viele Entscheidungen stehen bereits fest, es gibt aber noch Raum für Überraschungen. Positive wie negative.

Bezirksliga

Zwei Spieltage vor Saisonschluss steht der SV Allmersbach, nachdem er alle Nachholspiele absolviert hat, auf Platz eins. Zwei Punkte Vorsprung, das weitaus bessere Torverhältnis gegenüber der SG Schorndorf - vieles deutet auf einen Meister SV Allmersbach hin. Zumal der SVA am Montag klarer Favorit gegen den TSV Oberbrüden ist. Das letzte Spiel der Allmersbacher - zu Hause gegen den SV Kaisersbach - ist zwar schwerer, doch sie werden sich den Triumph dann kaum noch nehmen lassen. Bisher-Spitzenreiter SG Schorndorf kann parallel auch zu sechs Punkten kommen: am Montag beim TSV Sulzbach-Laufen und zum Abschluss gegen Schlusslicht Viktoria Backnang.
In den Kampf gegen den Abstiegsrelegationsplatz ist etwas überraschend der FSV Waiblingen gerutscht. Der FSV bezwang im Jahr 2018 zwar SG Schorndorf und SV Remshalden und (wie fast alle) die Vikt. Backnang, ansonsten ist die Bilanz verheerend: ein Unentschieden, acht Niederlagen. An Pfingsten hat der FSV nun die Chance, den ungeliebten 13. Platz an die Gäste von der TSG Backnang II weiterzureichen. Er müsste nur mal wieder gewinnen. Wir schauen mit der Kamera vorbei
Ein bisschen fürchten müssen den Relegationsplatz auch noch SC Korb und TSV Nellmersbach. Beide haben schwere Spiele vor sich. Nellmersbach tritt beim Drittplatzieren in Remshalden an, der SC erwartet den VfL Winterbach. Der ist zwar nach fünf Siegen in Folge gerettet und muss sich nicht mehr sonderlich anstrengen, hat aber ans letzte Spiel in Korb schlechte Erinnerungen. Der erfolgreiche Einspruch der Korber damals gegen die Wertung des Winterbacher Sieges brachte den VfL in arge Nöte. Um nichts mehr geht es in den Partien SV Kaisersbach - SV Unterweissach und Vikt. Backnang - VfR Murrhardt.

Kreisliga A

Der SV Steinbach hat nicht nur den TSV Leutenbach besiegt, sondern auch dessen härtesten Konkurrenten, KTSV Hößlinswart. In diesem Punkt ist zumindest einigermaßen Fairness gewährleistet. Die Leutenbacher können sich am Montag deshalb schon zum Meister machen. Schlagen sie den SSV Steinach-Reichenbach - wovon nach der schwachen SSV-Rückrunde auszugehen ist, kann Hößlinswart - diesmal Favorit gegen den SV Breuningsweiler II - sie nicht mehr einholen. Bei einer Niederlage musste der TSV eine Woche später noch einmal beim TB Beinstein Vollgas geben, während Hößlinswart in Steinach antritt. Interessanter also ist der Abstiegskampf, auch wenn er durch die Reduzierung auf zwei Direktabsteiger (die Bezirksligaabsteiger rücken beide in die A II) entschärft wurde. In den Kreis der Teams mit Hoffnung hat sich die SG Weinstadt mit einem 4:3 in Beinstein zurückgekämpft. Sie kann nun einen weiteren großen Schritt machen und gleichzeitig die Gäste von den SF Höfen-Baach mitten ins Abstiegsgetümmel werfen. Wir schauen mal mit der Kamera vorbei
Ein Weinstädter Sieg würde voraussichtlich den TSV Haubersbronn auf den vorletzten Platz zurückfallen lassen, denn der TSV ist gegen den TV Stetten stark gefährdet; auch wenn dessen furiosem Rückrundenlauf offenbar die Puste ausgeht. So wird’s ganz besonders eng für den SV Hegnach. Eine Niederlage gegen den TB Beinstein, und der Abstieg könnte bereits besiegelt sein. Im schlimmsten Fall noch den Relegationsplatz fürchten muss der SV Steinbach. Das lange Zeit abgeschlagene Schlusslicht hat mit Unterstützung aus dem A-II-Team allerdings auch beim VfR Birkmannsweiler beste Chancen auf Punkte und würde spätestens damit alles klar machen. Keine Sorgen mehr machen muss sich der TV Weiler, der gegen den Schmiden die Saison bereits beendet.
In der Staffel II sind an der Spitze bereits alle Entscheidungen gefallen. Der SV Steinbach II steigt auf, der FC Welzheim geht in die Relegation. Das bedeutet für den VfR Birkmannsweiler II ein lockeres Spiel gegen Steinbach (der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist ausreichend) und genauso für den FSV Weiler zum Stein in Welzheim. Der TSV Schwaikheim II kann in Unterrot auch die letzte theoretische Hoffnung der Gastgeber beenden, die SKG Erbstetten kann dasselbe mit jener der SK Fichtenberg tun. Was allerdings dem TSV Althütte nicht sonderlich gefallen würde, zumindest wenn die SKG gewänne. Denn dann bräuchte der TSV ebenfalls einen Sieg gegen den FV Sulzbach/Murr, um den Relegationsplatz am letzten Spieltag (gegen den VfR Birkmannsweiler) noch loswerden zu können.

Kreisliga B

Zwei Punkte nur liegt Anagennisis Schorndorf in der B I vor dem TSV Schlechtbach an der Tabellenspitze und doch sieht alles nach einem Meister Schorndorf aus. Der hat jetzt beim TSV Schornbach II und eine Woche später zu Hause gegen den TSV Miedelsbach die etwas leichteren Gegner als Konkurrent Schlechtbach, der nun den SV Plüderhausen - immerhin Dritter - zu Gast hat und zum Abschluss nach Rommelshausen muss. In der B II ist der Große Alexander Backnang bereits durch, Kleinaspach steht in der Aufstiegsrunde. Spannender ist die B III. Der FSV Waiblingen II führt mit drei Punkten Vorsprung vor dem SV Allmersbach II, der allerdings noch ein Spiel mehr austragen darf. Die Waiblinger müssten jetzt gegen den AC Beinstein gewaltig vorlegen, damit die Allmersbacher sie nicht im Torverhältnis noch überholen. Die Chancen des SVA stehen nicht schlecht, die Gegner TSV Oberbrüden II und SV Hegnach II sind sicher für einige Gegentore gut.
In der B IV benötigt der TV Oeffingen II zum Aufstieg nur noch einen Punkt, der beim TSV Schlechtbach II ganz sicher machbar ist. Zrinski Waiblingen II kann sich auf die Relegationsrunde konzentrieren. Richtig spannend ist es noch in der Staffel V. TSV Schwaikheim III und SV Allmersbach III sind punktgleich. Zünglein an der Waage kann die SVG Kirchberg II spielen. Die hat zum einen selbst noch Chancen - wenn auch nur sehr theoretische - und hat die beiden Führenden noch als Gegner. Am Montag kommt der SV Allmersbach III, zum Abschluss geht’s nach Schwaikheim.

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