Rems-Murr-Fußball Rems-Murr-Derby als Spitzenspiel

Valetin Beier und der TSV Schwaikheim erwarten am Sonntag den SV Fellbach zum Landesliga-Spitzenspiel Foto: ZVW / Steinemann

Das vergangene Wochenende verlief nicht für alle Rems-Murr-Fußballteams in den überregionalen Ligen gut. Für einige haben sich die Abstiegssorgen verstärkt. Beispielsweise für den TSV Schornbach, der im Landesligaderby den TV Oeffingen erwartet. Derby zwei findet in Schwaikheim statt. Das allerdings ist ein Spitzenspiel.

3. Liga

Unterhaching (9. Platz, 38 Punkte) – Sonnenhof Großaspach (16., 30 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Mit 2:3 haben die Aspacher unter der Woche das Heimspiel gegen Wiesbaden verloren. Trainer Florian Schnorrenberg war enttäuscht: „Wir haben besser gespielt als gegen Cottbus und in Rostock, stehen diesmal aber ohne Punkt da.“ Dabei war die SG drauf und dran gewesen, auch die sechste Partie in Folge ohne Niederlage zu überstehen. „Wenn wir uns einen Vorwurf machen müssen, dann den, dass wir in den Minuten nach der Führung zu unsauber gespielt haben“, ärgerte sich der SG-Coach. Die SG ließ im ersten Durchgang Chancen aus, ging durch ein Eigentor der Gäste in Führung (51.) und hätte nachlegen können. Doch dann drehte Wiesbaden die Partie, führte 3:1. Aspach gelang nur noch das 2:3 durch Zlatko Janjics Elfmeter (83.).

Wehen-Trainer Rüdiger Rehm war froh, vom Trip in die alte Heimat mit drei Punkten zurückzukehren. „Es war ein Kampfspiel. Eines, das von Momenten abhängig war.“ Dass sich seine Elf dabei cleverer anstellte und den entscheidenden Tick besser war, nahm der Ex-Aspacher gerne zur Kenntnis und fühlte gleichzeitig mit seinem früheren Verein ein wenig mit: „Selbstverständlich freue ich mich über den Sieg, er tut mir aber auch ein bisschen weh.“

Noch mehr schmerzt er die Aspacher. Da Cottbus (17.) gewann, hat der FC nach Punkten gleichgezogen und der Druck auf Aspach wächst. In Haching muss er punkten.

Oberliga

TSG Backnang (15. Platz, 17 Punkte) - SV Oberachern (12., 30 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Die TSG präsentiert sich in der Rückrunde deutlich verbessert. Sie hält sogar mit den Topteams mit. In Nöttingen fehlten lediglich vier Minuten zum Sieg. Nun stehen die Chancen gegen Oberachern recht gut. Die Gäste haben zwar bereits 13 Punkte mehr gesammelt, davon aber lediglich drei auswärts.

Verbandsliga

SV Breuningsweiler (16. Platz, 16 Punkte) – FSV Hollenbach (3., 34 Punkte; Sonntag, 14 Uhr in Höfen). Der SVB ist zwar immer noch Letzter, doch auch im zweiten Spiel des Jahres hat er gepunktet. Das 1:1 in Neckarrems sei, so Trainer Toni Guaggenti, „ein sehr gutes, attraktives Spiel“ gewesen. Eines, das auch 5:5 hätte ausgehen können. Wobei seine Mannschaft die klareren Chancen gehabt hätte. Auch ohne Niko Rummel und Marco Kovac stand die SVB-Defensive gut. „Neckarrems war nur bei Standardsituationen gefährlich.“ Seine Mannschaft hingegen habe viele Chancen herausgespielt. Für die Partie gegen Hollenbach steht Rummel wieder zur Verfügung, Kovac pausiert noch. Marvin Schmidt hat seine Oberschenkelzerrung auskuriert, Loris Hoffmann seinen Studienaufenthalt beendet. Am Sonntag fehlt er jedoch aus privaten Gründen. Mit Hollenbach komme „eine sehr robuste, körperlich große und spielstarke Mannschaft“, sagt Guaggenti. „Aber mir ist nicht bange.“ Die Mannschaft präsentiere sich bisher sehr gut. Auch wenn Hollenbach Dritter ist: „Wir wollen was holen.“

Landesliga

TSV Schornbach (15. Platz, 17 Punkte) – TV Oeffingen (6., 30 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Auf den starken Auftakt folgte prompt ein schwaches Auswärtsspiel. Stimmte die Einstellung gegen Crailsheim noch, war davon in Öhringen nicht viel zu sehen. „Ein Totalausfall, katastrophal“, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk. „Das war zu wenig für ein so wichtiges Spiel.“ Womöglich sei es im ersten Spiel schon zu gut gelaufen, und mancher habe gedacht, das geht so weiter. Der Ligaverbleib sei aber weiterhin möglich, allerdings nur mit anderer Einstellung und besserer Leistung. Die wird gegen die Oeffinger auf jeden Fall nötig sein. Die haben am vergangenen Wochenende sensationell Tabellenführer Heimerdingen geschlagen. Und das auf eigenem Platz. Stärker präsentierten sich die Oeffinger bisher nämlich auf fremdem Gelände. Was es für die Schornbacher umso schwerer macht. Sie stehen unter Druck. „Zu Hause müssen wir gewinnen“, sagt Jurczyk, dem weiterhin Dominik Parham fehlt und der an die eine oder andere Umstellung im Team denkt.

Wir sind mit der Kamera dabei

Spvgg Satteldorf (11., 22 Punkte) – SV Allmersbach (16., 13 Punkte; Samstag, 16 Uhr). Wegen des Sturms konnten die Allmersbacher gegen Bietigheim nicht spielen. Eine nachvollziehbare Entscheidung, sagt SVA-Trainer Thomas Sommer. Allerdings hätte er auch gerne Punkte auf dem Konto gehabt. Die braucht das Schlusslicht weiterhin dringend. Gastgeber Satteldorf liegt weit hinter dem, was die Konkurrenz ihnen zugetraut hatte. Das stecken die Spieler nicht einfach weg. „Sie machen nicht den sichersten Eindruck“, sagt Sommer. Und hier liegt die Chance für Allmersbach. Allerdings hat der SVA weiter große Verletzungsprobleme. Marius Gebhard und Felix Heinz unternehmen zwar erste Spielversuche in der zweiten Mannschaft, Simon Ferber aber fällt die komplette Saison aus: Er wurde am Knöchel operiert. Trotzdem hofft Sommer auf einen Erfolg in Satteldorf. „Jeder Sieg bringt neue Kräfte.“

TSV Schwaikheim (4., 31 Punkte) – SV Fellbach (2., 33 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Vierter gegen Zweiten, mehr Spitzenspiel geht kaum, vor allem, weil die Abstände so gering sind, dass beide Titelchancen haben. Davon will TSV-Trainer Aleksandar Kalic aber nichts wissen. „Wir machen zurzeit vieles richtig, müssen aber da auch weitermachen.“ Auf das Duell mit Fellbach freue er sich. „Wir haben da nichts zu verlieren.“ Kalic sieht die Gäste im Vorteil („Sie haben in diesem Jahr noch kein Gegentor bekommen“) und rechnet mit einem ähnlich umkämpften Spiel wie beim 2:2 in der Hinrunde. Fehlen wird am Sonntag Denis Solyum (Gelb-Rot). Wer für ihn in der Defensive einspringt, stehe noch nicht fest. Kandidaten sind Kevin Reeves und Sven Seibel. Auch Marc Pilih könnte in der Startelf stehen. Im Kader könnte auch wieder Heiko Bernert stehen, der in der Vorwoche in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammelte.

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