Rems-Murr-Fußball Schiri bespuckt, Spielabbruch in Winnenden

Symbolfoto Foto: Niederführ / ZVW

Am letzten Spieltag des Jahres hat es in der Fußball-Kreisliga B I noch einen Spielabbruch gegeben. Die Partie FC Winnenden – SF Höfen-Baach wurde bereits nach 35 Minuten beendet, weil Winnender Spieler den Schiedsrichter bedrängt und sogar bespuckt haben.
Die Gäste aus Höfen führten seit der 32. Minute durch einen von Roberto Prioli verwandelten Foulelfmeter mit 1:0. Die Gastgeber allerdings waren mit dieser Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden. „Eine klare Schwalbe“, sagt Klaus Weißhäupl, Abteilungsleiter des FC. Der Schiri sei von Anfang an „unsympathisch“ aufgetreten und habe danach „wahllos Gelbe Karten verteilt“. Fünf waren es bis zur 35. Minute.

In Richtung Schiri gespuckt

Den Abbruch jedoch habe seine Mannschaft zu verantworten. Nach einer umstrittenen Abseitsentscheidung „ist es losgegangen“. Der Schiedsrichter wurde bedrängt, „ein Spieler hat in seine Richtung gespuckt“. Am Ende gab es zweimal Rot für die Winnender und einmal Gelb-Rot. Ob die Mannschaft nun gesagt hat, wir spielen unter diesem Schiedsrichter nicht weiter – wie es die Höfener wahrgenommen haben – oder ob der Schiri von sich aus abgebrochen hat, kann Weißhäupl nicht sicher sagen. Deutlich aber macht er: „Spucken gehört sich nicht, das ist ein Unding.“

Als Hurensohn beschimpft

Seine Spieler allerdings leisteten sich offenbar noch weitere Entgleisungen. Bernd Erhardt, Abteilungsleiter der SF Höfen-Baach, erzählt von wüsten Beleidigungen in Richtung Schiedsrichter („Hurensohn“). Weißhäupl räumt ein, dass einige Spieler Probleme bereiten. „Die sind jung und tun sich manchmal schwer, eine Schiedsrichterentscheidung zu akzeptieren.“ Ein Verhalten wie am Sonntag jedoch könne der Verein nicht dulden. „Wir müssen noch härter durchgreifen.“ Ohnehin sei der Verein, der erst im Herbst 2017 entstand und sich überwiegend aus ehemaligen Spielern der SV Winnenden rekrutiert, „am Aussortieren“. Die Spreu werde vom Weizen getrennt.

Spieler sollen zur Gewaltprävention

Weißhäupl kündigt zudem an, Spieler zur Gewaltprävention zu schicken, wie sie der WFV anbietet. Schon einmal habe daran ein FC-Kicker teilgenommen – nach einem Faustschlag in einem Freundschaftsspiel gegen den SV Breuningsweiler III. Weißhäupl: „Der war danach ein völlig anderer Mensch.“
Die Winnender stehen zum Jahresende mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz der Kreisliga B I. 

  • Bewertung
    14

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!