Rems-Murr-Fußball Ungleiche Rollen im Rems-Murr-Derby

Der TSV Schwaikheim erwarten am Sonntag den SV Allmersbach. Ob Christian Seitz (hier im Luftkampf mit dem Bietigheimer Tobias Krüger) spielen kann, ist noch unsicher Foto: ZVW / Steinemann

TSV Schwaikheim – SV Allmersbach– im Rems-Murr-Derby der Fußball-Landesliga spielt oben gegen unten. In der Verbandsliga muss der SV Breuningsweiler sein Heimspiel gewinnen, in der Oberliga die TSG Backnang genauso. Drittligist SG Sonnenhof tritt bei Eintracht Braunschweig an.

3. Liga

Braunschweig (17. Platz, 36 Punkte) – Sonnenhof Großaspach (14., 37 Punkte; Samstag 14 Uhr). Den Aspachern ist gegen 1860 München ein enorm wichtiger Heimsieg gelungen, Das 1:0 hat die Abstiegsplätze wieder verlassen, liegt aber nur einen Punkt über der Abstiegslinie. Genau einen Platz darunter rangiert Eintracht Braunschweig. Die Braunschweiger können die Sonnenhöfer wieder nach unten schicken, oder die Gäste schaffen sich mit einem Sieg ein noch größeres Polster. Möglich ist das, die Eintracht zählt nicht zu den heimstärksten Teams und ist deutliches Schlusslicht der Rückrundentabelle.

Oberliga

TSG Backnang (15. Platz, 21 Punkte) – Neckarsulmer SU (10., 36 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Drei Niederlagen, ein Unentschieden – das ist die jüngste Bilanz der TSG. Dennoch dürfen die Backnanger auch auf dem viertletzten Platz noch Hoffnungen auf den Ligaverbleib haben. Denn sollte aus der Regionalliga kein Team in die Oberliga Baden-Württemberg kommen, steigen hier nur drei Mannschaften ab. Der VfB Stuttgart II allerdings steht aktuell auf einem Abstiegsplatz. Die Backnanger also brauchen Punkte und die sollten angesichts der deutlich besseren Leistungen in der Rückrunde auch gegen Neckarsulm möglich sein.

Verbandsliga

SV Breuningsweiler (16. Platz) – Olympia Laupheim (11., 25 Punkte; Sonntag, 14 Uhr). Der SV Breuningsweiler hat in Essingen erneut gezeigt, dass er auch gegen die Spitzenmannschaften mithalten kann. Der Punkt war zwar etwas glücklich, weil die Essinger kurz vor Schluss einen Elfmeter vergaben, aber dennoch „redlich verdient“, sagt Trainer Toni Guaggenti. Anders als in der ersten Hälfte beim 1:2 gegen Wangen hätten diesmal Kampfbereitschaft, Einsatz und Wille gestimmt. Der Punkt sei toll, aber jetzt müsse auch mal ein Ergebnis gelingen, das für einen sichtbaren Sprung in der Tabelle sorgt. Erstmals in diesem Jahr tritt der SVB auf heimischem Sportgelände an und hofft, dass das zum Vorteil wird. Personell aber sieht es weiterhin schlecht aus. Marko Kovac (Muskelfaserriss in der Wade) fällt aus, Niko Rummel hat bisher nicht trainieren können, genauso Christian Mayer (Wadenprobleme). Tobias Ackermann plagt eine starke Fußprellung, Marvin Schmidt und Roland Teiko sind im Urlaub und Max Grundmann, Timi Klinke und Tim Wissmann fallen ohnehin aus. Guaggenti: „Der eine oder andere wird wahrscheinlich auf einer Position spielen müssen, auf der er noch nie gespielt hat.“ Dennoch gilt: „Es liegt an uns, wir müssen Gas geben.“ Der SVB muss gewinnen.

Landesliga

TSV Schwaikheim (4. Platz, 38 Punkte) – SV Allmersbach (16., 17 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Eine Nacht schlafen musste TSV-Trainer Aleksandar Kalic nach dem 1:1 beim Tabellenzweiten Heimerdingen, um mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. „Das war eine disziplinierte Leistung, Wir haben clever und abgezockt gespielt“ – bis in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich fiel. Jetzt gelte es, endgültig die 40-Punkte-Marke zu knacken und dann „schauen wir von Spiel zu Spiel“. Das Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ werde nicht geändert. „Noch nicht. Aber wenn wir fünf, sechs Spieltage vor Schluss immer noch so gut stehen, werden wir vielleicht unsere Bescheidenheit ablegen.“ Gegen Allmersbach fehlt Felix Weiblen aus beruflichen Gründen. Der Einsatz von Jochen Bartholmä und Christian Seitz ist noch fraglich. Wieder im Kader dagegen sind Heiko Bernert, Dennis Solyom und Steffen Griese.

Für SVA-Trainer Thomas Sommer bedeutet das Spiel die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. 2012 hatte er den TSV in die Landesliga geführt, dort aber nicht halten können. Mit dem SV Allmersbach muss er sich nun auch bereits vorzeitig mit dem Abstieg anfreunden. Um den zu verhindern. „müssten wir jetzt alle Spiele gewinnen“. Damit hatten die Allmersbacher durchaus gerechnet, und doch befällt Sommer ein bisschen Wehmut, wenn er an die bisherigen Spiele denkt. „Es dauert zu lange, bis wir ins Spiel kommen. Wenn man schon in der Anfangsphase Gegentore bekommt, wird’s schwer.“ In den meisten Spielen sei sein Team ab der 20. Minute „nicht die schlechtere Mannschaft“ gewesen. Aber Unentschieden wie zuletzt gegen Pfedelbach nach einem frühen 0:2-Rückstand bringen den Tabellenletzten nicht weiter. Jetzt gelte es, die Spannung hochzuhalten. „Wir wollen weiterhin jeden Gegner ärgern.“ Und vor allem schneller ins Spiel kommen. Wir schauen mit der Kamera vorbei.

Spfr Schwäbisch Hall (3., 39 Punkte) – TV Oeffingen (8., 33 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Nach drei Niederlagen in den letzten vier Spielen müssen die Oeffingen zusehen, den Schalter wieder umzulegen. Der Vorsprung nach unten ist noch komfortabel, aber nach unten durchgereicht zu werden, ist in dieser Liga, in der jeder jeden schlägt, schnell passiert.

SV Fellbach (1., 43 Punkte) – TSG Öhringen (10., 27 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher scheinen nicht aufzuhalten zu sein. Angesichts der Heimstärke sollte dem siebten Sieg infolge nichts entgegenstehen.

TSV Schornbach (14., 22 Punkte) – TSV Heimerdingen (2., 41 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Nur ein 1:1 ist den Schornbachern in Gaisbach gelungen. Dabei: „Wir hätten sechs, sieben Tore machen müssen, mindestens“, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk. Zum einen aber hielt der Gaisbacher Torwart stark, zum anderen „waren wir nicht präzise genug“. Letztlich wurde ein Sieg „leichtfertig vergeben“, der sehr wichtig gewesen wäre. Nun soll der im Heimspiel gegen Heimerdingen gelingen, gegen den Tabellenzweiten. Jurczyk: „In unserer Situation ist egal, welcher Gegner kommt. Jedes Spiel ist ein Endspiel.“ Er hat zumindest den Vorteil, dass ihm alle Spieler zur Verfügung stehen, mit Geo Mahlelis auch einer, der lange verletzt war, und der mit seiner Ballsicherheit im Mittelfeld gebraucht wird. Unklar ist noch, ob der TSV wieder im 3:5:2 aufläuft oder auf 4:4:2 umstellt. Das Ziel dagegen steht fest: „Wir müssen gewinnen.“

  • Bewertung
    0