Rems-Murr-Kreis/Deutschland Sturmwarnungen und Schneepause im Süden

, aktualisiert am 08.01.2019 - 09:41 Uhr
Während des Sturms in der Nacht bewegt der Wind das Wasser im Verbindungshafen unter der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven. Die niedersächsische Nordseeküste bereitet sich auf Sturm und deutlich erhöhte Wasserstände vor. Foto: Mohssen Assanimoghaddam Foto: dpa

München. Nach einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre gönnt der Winter den Menschen im südlichen Bayern und in Österreich voraussichtlich eine Atempause. Doch die wird nur kurz sein. Im Rems-Murr-Kreis gilt am Dienstag eine Warnung vor Sturmböen.

Von Dienstag 10 Uhr bis voraussichtlich Mittwoch (9.01.2019) 3 Uhr warnt der Deutsche Wetterdienst vor Sturmböen im Rems-Murr-Kreis und Stuttgart (Warnstufe 2 von 4). Die Temperaturen am Dienstag liegen im Kreis zwischen 3 und 7 Grad, dazu regnet es. Am Donnerstag und Freitag werden Minusgrade erwartet, dann kann auch im Kreis Schnee fallen.

Im Rest von Deutschland:

Für Teile der Nordseeküste warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut, verursacht von Sturmtief "Benjamin". Am wichtigen Drehkreuz Amsterdam Schiphol strich die niederländische Fluggesellschaft KLM vorsorglich etwa 160 Flüge. Die Deutsche Bahn schloss zunächst auch Auswirkungen des Sturmtiefs auf den Bahnverkehr nicht aus. Reisende sollten sich vorab informieren.  Unter anderem in Sachsen wird ab Dienstag starker Schneefall erwartet.

Spätestens in der Nacht zum Mittwoch werde sich der Schneefall im Süden Bayerns wieder intensivieren, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Der DWD sprach am Montagabend von einer Wetterlage "mit hohem Unwetterpotenzial". Schüler können sich dagegen freuen: Vielerorts in Südbayern ist die ganze Woche schulfrei.

Auch am Montag hatten die Schneemassen im regionalen Zugverkehr in Bayern noch zahlreiche Verspätungen und Ausfälle verursacht. Im Fernverkehr gab es dagegen keine Probleme, ebenso wenig am Münchner Flughafen. Um die Aufräumarbeiten besser koordinieren zu können, rief das Landratsamt Miesbach den Katastrophenfall aus. Die Lawinengefahr in den Allgäuer, den Ammergauer und den Werdenfelser Alpen sank von der zweithöchsten Stufe 4 auf 3.

Schwarzwald:

Schnee wird in den kommenden Tagen auch im Schwarzwald, im Erzgebirge und im Bayerischen Wald erwartet. In Sachsen soll es laut DWD von Dienstagmittag an auch im Tiefland schneien. Innerhalb von 48 Stunden könne es in höheren Lagen 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee geben.

Österreich, Niederlande:

In Österreich wächst die Sorge vor Lawinen. So wird bis Donnerstag im Hochgebirge wohl ein weiterer Meter Schnee hinzukommen. In tieferen Lagen seien 30 bis 80 Zentimeter möglich, sagte in Wien ein Sprecher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Die Gefahr, dass Bäume angesichts der Schneelast und des Sturms auf Straßen, Stromtrassen und Bahnlinien stürzen, steigt von Tag zu Tag."

In den Niederlanden könnte durch den erwarteten Nordweststurm am Dienstag erneut Ladung aus den Containern des Frachtschiffes "MSC Zoe" an Land spülen. Vor allem die Strände der Wattenmeerinseln Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog müssten sich auf Weiteres Treibgut einstellen, warnten die Behörden in der Provinz Friesland.

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