Rems-Murr-Kreis Hund und Kind bei Hitze im Auto: So können Sie helfen

Symbolbild. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Waiblingen. In den kommenden Tagen wird es heiß. Hochdruckgebiet "Ulla" sorgt im Rems-Murr-Kreis für Temperaturen von bis zu 37 Grad. Wer Hunde und Kleinkinder bei diesen Temperaturen "nur mal kurz" im Auto lässt, bringt diese in Lebensgefahr. So können Sie helfen.


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Die Gefahr, die von einem in der Sonne geparkten Auto ausgehen kann, wird nach wie vor unterschätzt. Bei 36 Grad Außentemperatur wird es im geschlossenen Pkw bereits nach 30 Minuten unerträgliche 52 Grad heiß. Nach einer Stunde sogar 62 Grad. Die starke Hitze ist für Kleinkinder und Hunde besonders gefährlich. Bei Kindern ist die Temepraturreglung noch nicht so leistungsfähig wie bei Erwachsenen. Hunde regulieren  ihre Wärme durch Hecheln und schwitzen nur an Pfoten und Nase. Wird es zu warm, reicht das nicht mehr aus, um die Temperatur auszugleichen. Der Körper überhitzt, die Organe werden nicht mehr richtig durchblutet. "Der qualvolle Todeskampf hat begonnen", heißt es dazu auf einem Flyer der Polizeihundeführerstaffel. "Schock, Kollpas, Organversagen, Herzstillstand - TOD!".

Schnelles Handeln kann Leben retten

Wer ein eingeschlossenes Kind oder einen eingeschlossenen Hund in einem Auto entdeckt, sollte deshalb schnell handeln. Zunächst muss man überprüfen, ob akute Lebensgefahr besteht. Das geht zum Beispiel durch Klopfen an die Scheibe. Reagieren Kind oder Hund noch, sollte man erst einmal versuchen, den Fahrzeughalter zu kontaktieren. Im Supermarkt kann man diesen zum Beispiel ausrufen lassen. Findet man den Fahrzeughalter nicht, verständigt man über 110 die Polizei. Das sollte man auch sofort tun, wenn Lebensgefahr besteht. Im Zweifel kann einen die Polizei am Telefon beraten, ob das Auto vom Helfer aufgebrochen werden oder auf die Einsatzkräfte gewartet werden soll. Besteht für Kinder oder Hunde Lebensgefahr, macht sich der Helfer bei einem Aufbruch nicht strafbar. Die Polizei rät, die Situation im Fahrzeug als Beweismittel zu fotografieren.


Sehen Sie hier im Video: So befreit die Polizei einen Hund aus einem Auto:


Wer ein Kind aus einem übehitzten Auto befreit, muss sofort erste Hilfe leisten. Ist das Kind bewusstlos, muss es in die stabile Seitenlage gebracht werden. Dann gilt es, die Körpertemperatur zu senken. Dazu entfernt man Kleidung und macht großflächig kalte Umschläge. Das Kind sollte nicht allein gelassen werden, bis der Notarzt eintrifft.

Wenn man einen Hund aus einem überhitzten Auto befreit, sollte man bedenken, dass der Hund vermutlich Angst hat und beißen könnte. Ist der Hund aus dem heißen Auto geschafft, gilt es, den überhitzten Körper zu kühlen. Am besten wickelt man das Tier in nasse Tücher und lässt es kleine Mengen Wasser trinken. Das Wasser sollte dabei nicht eiskalt sein. Sobald der Hund transportfähig ist, sollte man ihn zum Tierarzt bringen.


So parken Sie ihr Auto hundegerecht

  1. Parken Sie Ihr Auto im Schatten. Bedenken Sie, dass die Sonne wandert.
  2. Sorgen Sie für ausreichend Luftzirkulation.
  3. Stellen Sie kühles frisches Wasser in Reichweite des Hundes bereit.
  4. Lassen Sie den Hund nur für kurze Zeit im Fahrzeug.
  5. Hinterlassen Sie Ihre Handynummer sichtbar im Auto, falls doch etwas passieren sollte.
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