Rems-Murr-Kreis / Ludwigsburg Großer Polizeieinsatz: Sieben Bandenmitglieder festgenommen

Symbolbild. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Rems-Murr-Kreis/Ludwigsburg. Sieben Mitglieder einer kriminellen Bande, die mit Drogen gehandelt hat, wurden am frühen Donnerstagmorgen festgenommen. In den Landkreisen Ludwigsburg, Enzkreis, Rems-Murr-Kreis sowie in Stuttgart und Leonberg durchsuchten mehr als 500 Polizisten und Spezialeinsatzkräfte insgesamt 30 Wohnungen, Gaststätten und Geschäftsräume.

Es war laut Polizei eine konzentrierte Durchsuchungs- und Festnahmeaktion und ein Schlag gegen die Bandenkriminalität. Mehr als 500 Beamte, darunter auch Spezialeinsätzkräfte und operative Einheiten der Bereitschaftspolizei, aus Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz sowie Beamte von Zoll und der Steuerfahndung, waren beteiligt. Durchsucht wurden insgesamt 30 Wohnungen, Gaststätten und Geschäftsräume, gefunden wurden Drogen, Bargeld und Handys. Sieben Personen wurden festgenommen. 

Verkaufsfertig portioniertes Kokain

Hintergrund waren Ermittlungsverfahren der Polizei Ludwigsburg vorwiegend wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, mit Kokain und Marihuana, die sich derzeit gegen 22 Beschuldigte richten. Bei den Durchsuchungen entdeckten die Beamten unter anderem verkaufsfertig portioniertes Kokain und Marihuana, einen sechsstelligen Bargeldbetrag, Mobiltelefone und Speichermedien sowie mehrere Schreckschusswaffen und nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände.

Gegen sieben Tatverdächtige lagen aufgrund der Ermittlungserkenntnisse bereits Haftbefehle vor. Vier der Männer wurden dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, und in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingewiesen. Die weiteren Vorführungen dauern an.

Kriminelle Bande aus dem Großraum Ludwigsburg und Stuttgart

"Wir haben es hier mit äußerst gewaltbereiten Schwerkriminellen zu tun, die staatliche Strukturen, einschließlich der Polizei nicht anerkennen. Wir werden auch in Zukunft derartige Gruppierungen und ihre Anhängerschaft durch polizeiliche Maßnahmen immer wieder empfindlich stören, um deren Gefüge zu zerschlagen", so der Kripo-Chef Frank Spitzmüller.

Die Maßnahmen richteten sich gegen Mitglieder sowie Personen aus dem Umfeld einer im Großraum Ludwigsburg und Stuttgart agierenden kriminellen Gruppierung. Diese spielte bei zurückliegenden Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum eine wesentliche Rolle.

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