Rems-Murr-Kreis Schon über 400 Grippefälle im Kreis gemeldet

Symbolbild. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Rems-Murr.
Die Anzahl der Erkrankten steigt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sie sich bereits fast verdoppelt. Bis zum Montag wurden mehr als 11 000 Fälle in ganz Baden-Württemberg gemeldet, wie das Landesgesundheitsamt mitteilt. Vor knapp zwei Wochen waren den Behörden erst 6430 Fälle bekannt.

Im Rems-Murr-Kreis weiß das Kreisgesundheitsamt von inzwischen 404 Grippefällen im Jahr 2020. Im gesamten Januar erkrankten 180 Menschen nachweislich, vom 1. bis zum 18. Februar waren es schon 224. Der Vergleich zum vergangenen Jahr zeigt: Die Entwicklung geht auffällig nach oben. In der Grippezeit in 2019, also vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember, zählte das Gesundheitsamt insgesamt 24 Grippefälle.

Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart sind bisher nachweisbar 26 Menschen in Baden-Württemberg an der Influenza gestorben – zwei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Regierungspräsidium Stuttgart geht allerdings davon aus, dass die Dunkelziffer der Erkrankungen und auch der Sterbefälle deutlich höher liegt.

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat dazu aufgerufen, angesichts der Debatte über das Coronavirus die Grippe nicht aus dem Blick zu verlieren und sich impfen zu lassen: „Influenza ist wesentlich aggressiver, und die Ansteckungsgefahr beim Nichtimpfschutz ist wesentlich größer.“ Etwa 25 100 Menschen waren laut Robert-Koch-Institut bundesweit während der außergewöhnlich starken Grippewelle 2017/2018 an Influenza gestorben.

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