Rems-Murr-Kreis Silvesterfeuerwerk - was erlaubt ist und was nicht

Symbolbild: Habermann Foto: Habermann / ZVW

Rems-Murr-Kreis. Kurz vor Silvester liegen in den Geschäften wieder Packungen voller bunter kleiner und großer Feuerwerkskörper. Sie locken mit Namen wie Harlekin und Elfenfeuer, explodieren oder speien Feuerbälle. Doch nahe der alten Gemäuer einiger Innenstädte ist der Spaß verboten  - es besteht Brandgefahr. In welchen Zonen Böller verboten sind und welche Böller man gar nicht erst kaufen sollte.

1 Wann werden Raketen und Co. verkauft?

In diesem Jahr dürfen Feuerwerkskörper von Freitag, den 28.12., bis zum Silvesterabend verkauft werden. Gemeint ist damit Kleinfeuerwerk der Kategorie 2, also Raketen, Fontänen, Feuerwerksbatterien und laute Kracher. Kleinstfeuerwerke wie Wunderkerzen dürfen das ganze Jahr über verkauft werden, unter dem Jahr gibt es Kleinfeuerwerk nur mit Genehmigung.

2 Wer darf Feuerwerkskörper kaufen?

Ab 18 Jahren darf man zu Silvester Feuerwerkskörper kaufen. Kinder ab 14 Jahren dürfen nur Kleinstfeuerwerke unter der Aufsicht von Erwachsenen verwenden.  Rainer Weiskirchen, Fachmann für Produktsicherheit bei TÜV Rheinland, weist vor allem auf die Feuerwerkskategorie hin: "Feuerwerk der Kategorie F1 und F2 sind für jeden zugänglich. Für F1 ist das Mindestalter 12, für F2 18 Jahre. Mit F3 und F4 gekennzeichnete Produkte dürfen nur von Pyro-Profis erworben und gezündet werden, auch an Silvester." Wichtig: Für Kinder unter 12 Jahren gibt es spezielles Kinderfeuerwerk, da für sie der Gebrauch von normalen Feuerwerkskörpern verboten ist.

3 Was muss man beim Kauf beachten?

In Deutschland müssen Feuerwerksprodukte durch ein unabhängiges Prüfinstitut wie beispielsweise TÜV Rheinland getestet werden. Wer sicher ins neue Jahr feiern möchte, beachtet beim Kauf das CE-Zeichen in Kombination mit einer Registriernummer.

4 Wann darf Feuerwerk abgebrannt werden?

Obwohl der Verkauf von Böllern und Raketen bereits nach Weihnachten beginnt, ist das Abbrennen nur an Silvester und am Neujahrstag erlaubt.

5 Was muss mann beim Zünden beachten?

"Bei der Verwendung von Feuerwerk gilt am besten das gleiche wie im Straßenverkehr: Finger weg vom Alkohol. Ebenso wichtig ist es, die Gebrauchsanweisung genau zu beachten", so Weiskirchen. Raketen und Böller sind grundsätzlich nur im Freien erlaubt und dürfen niemals aus der Hand heraus gestartet werden. Am sichersten ist es, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen, Autos, Gebäuden und Bäumen einzuhalten. Wenn eine Rakete nicht wie gewünscht gestartet ist, muss Vorsicht gelten. Feuerwerkskörper, die nicht beim ersten Mal gezündet haben, dürfen auf keinen Fall ein zweites Mal angezündet werden.

6 Wo darf geböllert werden?

Schorndorf hat als einzige Stadt im Kreis eine Karte, in der eingezeichnet ist, wo genau das Böllern verboten ist. Dort wurde schon im vergangenen Jahr von Polizei und dem privaten Sicherheitsdienst kontrolliert.

Doch auch in den anderen Städten ist Vorsicht geboten. Denn auch wenn es dort kein eigens formuliertes Verbot gibt, gilt dennoch die Sprengstoffverordnung. Diese besagt, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen verboten ist. Fachwerkhäuser zählen zu diesen brandempfindlichen Gebäuden. Damit ist klar: Im Großteil der Altstädte im Kreis ist das Böllern untersagt. Die Regelung gilt seit 2009. Wer sich nicht daran hält muss mit empfindlichen Geldstrafen von bis zu 5000 Euro rechnen.

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