Rems-Murr-Kreis/Stuttgart #allefürsklima: Liveblog zum globalen Klimastreik-Tag

, aktualisiert am 20.09.2019 - 17:33 Uhr

Rems-Murr-Kreis/Stuttgart. Das Bündnis Fridays for Future hat für den 20. September 2019 zum weltweiten Klimastreik aufgerufen. Während in Berlin das Klimakabinett tagt, sind auch in Deutschland über hundert lokale Demonstrationen geplant. Wir berichten heute live von Kundgebungen aus dem Kreis und der großen Demonstration in der Landeshauptstadt Stuttgart.

17.30 Uhr: Das war's

Wir verabschieden uns für heute vom Klimastreik im Kreis und Stuttgart und danken allen fürs Mitlesen. Die schönsten Bilder haben wir nochmal in einer separaten Bildergalerie zusammengestellt - hier entlang


16.49 Uhr: Das fordert Fridays for Future für Deutschland

Heute wird weltweit fürs Klima gestreikt – aber wofür genau? Auf seiner Website stellt das Aktionsbündnis Fridays for Future konkrete Forderungen an die deutsche Politik, Deadline inklusive.

Kurzfristige Forderungen bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen (180€ pro Tonne CO2)

Langfristige Forderungen:

  • Nettonull 2035 erreichen (= alle von Menschen verursachten Treibhausgase können durch entsprechende Gegenmaßnahmen auch wieder aus der Atmosphäre entfernt werden) 
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Darüber hinaus fordert das Bündnis eine Einhaltung des Klimaschutzübereinkommens der Pariser Klimakonferenz. Die Inhalte dieses globalen Aktionsplans können Sie hier nachlesen.


16 Uhr: Weltweiter Protest

Allein in Australien folgten rund 300.000 Menschen dem Aufruf, wie die Veranstalter mitteilten. Begonnen hatte der globale Streik in der Nacht mit Demonstrationen in Australien. Zehntausende Schüler blieben dort dem Unterricht fern. In der Stadt Alice Springs legten sich Hunderte Menschen auf den Boden und stellten sich tot. Auch in Deutschland war der Zulauf groß: In Berlin gingen nach Angaben der Aktivisten um die 270.000 Menschen auf die Straße, in Köln 70.000, und auch in Hamburg waren es laut Polizei 70.000. In München und Hannover beteiligten sich gut 25.000 Menschen, und selbst in kleineren Städten wie Münster und Freiburg waren es rund 20.000.(dpa).


15.40 Uhr: 10 Euro sind zu wenig

Die OECD hat sich über Twitter zu Wort gemeldet und den beschlossenen CO2-Preis des Klimakabinets kritisiert: "Eine CO2-Bepreisung von zunächst 10 Euro pro Tonne liegt weit unter dem, was andere Länder bereits erheben und vor allem sehr weit unter dem, was nötig wäre, um die Umweltschäden auszugleichen."


15.25 Uhr: Im Südwesten viel los

Auch in den anderen Südwest-Städten gingen zahlreiche Menschen im Rahmen des Klimaschutzes auf die Straße, um die Politik zum Handeln aufzuforden. In Freiburg kamen nach Schätzung der Polizei am Freitag mehr als 20 000 Menschen zu Kundgebungen und einem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Die Veranstalter zählten 30 000 Teilnehmer. Auch in Stuttgart sprachen die Veranstalter von 30 000 Teilnehmern. Die Polizei wollte sich hier zur Zahl der Demonstranten nicht äußern. In Karlsruhe fanden sich laut Polizei 11 000 Menschen ein. 
Neben Kindern und Jugendlichen nahmen auch viele Erwachsene an den Aufzügen teil. "Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle", "Klima ist wie Bier - warm ist's scheiße" oder "Manches kann man langsam angehen, Klimapolitik braucht Tempo" stand etwa auf den Plakaten. Die Schwedin Greta Thunberg, die die Protestbewegung angestoßen hatte, teilte beim sozialen Netzwerk Twitter Kommentare von Aktivisten aus zahlreichen Städten - auch aus Freiburg. "Liebes Klimakabinett, ihr habt euch mit den falschen angelegt..." hatte das Bündnis Fridays for Future hier geschrieben. (dpa)


15.12 Uhr: Veranstaltung super, Reaktion aus Berlin enttäuschend

Die Menge löst sich jetzt so langsam auf. Die letzte Band spielt. Die Veranstalter sind zufrieden mit der Zahl der Teilnehmer, weniger zufrieden zeigt man sich mit den Entscheidungen aus Berlin. "Es ist ein schlechter Witz, wenn die Bundesregierung den Druck von #FridaysForFuture am Anfang jedes Statements lobt & uns dann Entscheidungen verkaufen möchte, mit denen unsere Zukunft weiter mit Füßen getreten wird" twittert Fridays for Future Germany. 


14.55 Uhr: Kesselbambule ruft zum "zivilen Ungehorsam" auf

Jetzt spricht Paula vom Bündnis Kesselbambule. "Für heute ist es noch nicht vorbei", sagt sie im Hinblick auf das Ende der Veranstaltung. "Wir werden heute die Stadt lahmlegen". Sie ruft das Publikum auf, am "zivilen Ungehorsam" teilzunehmen. Es gehe um Blockaden, nicht nur des Autoverkehrs. Bis Sonntag wollen die Aktivisten dann in einem Klimacamp am Schauspielhaus die Bürger über Themenrund um den Klimaschutz informieren.


14.50 Uhr: Von Berlin enttäuscht

Besonders prominent sind auf der Demonstration in Stuttgart die S21-Gegner vertreten. Auch Daimler-Mitarbeiter seien unter den Streikenden, trotz der angedrohten disziplinarischen Maßnahmen, erklärt eine der Moderatorinnen. Dann sagt sie: "Am Sonntag wird in Stuttgart eine Straße gesperrt - das ist nicht das, was wir uns unter autofrei vorstellen".

"Wir haben nicht viel erwartet und sind jetzt schon enttäuscht", kommentiert sie, was bereits vom Klimakabinett aus Berlin durchgesickert ist.


14.46 Uhr: Bundesweit viel mehr Teilnehmer als erwartet

In München musste kurzfristig die genehmigte Demo-Route verlängert werden, weil viel mehr Menschen kamen, als erwartet. Das teilte die Polizei auf Twitter mit. Rund 30 000 Menschen nehmen dort aktuell an der Streikaktion in der Stadt teil. Auch in Freiburg musste die Route des Demonstrationszugs kurzfristig geändert werden. Hier schätzt die Polizei, dass 20 000 Teilnehmer dabei waren.


14.38 Uhr

"Die wollen nur Schwänzen, in zwei, drei Wochen ist das vorbei", erinnert Christian vom Verein "Mehr Demokratie" an die Anfänge der Bewegung. Der heutige Tag beweise das Gegenteil. "Schaut euch doch mal um". Nun gibt es Nachilfe in Sachen Demokratie ("ich weiß nicht, ob ihr das in Gemeinschaftskunde schon hattet"). Sein Verein fordert Volksentscheide auf Bundesebende. "Demokratie funktioniert nur von unten nach oben".


14.30 Uhr:


14.26 Uhr: Das sagt die Gewerkschaft

Jetzt kommen Vertreter von Gewerkschaften zu Wort. "Die Regierungen in Berlin und Stuttgart haben in Sachen Klimaschutz viel zu lange getrödelt", sagt der Spürecher vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). "Wir dürfen es nicht zulassen, dass Umweltschutz gegen Arbeitsplätze ausgespielt wird." Mitarbeitern in der Autoindustrie müsse man Perspektiven aufzeugen - mit neuen Technologien.


14.22 Uhr: Blick auf die Demonstranten


14.11 Uhr: Parteien gehören hier nicht hin 

Die Organisatorinnen sind genervt von Parteien, die ihre Flaggen dabei haben. "Das gehört hier nicht her, wir wollen das nicht haben". Das sei Konsens bei Fridays for Future. "Aber eine Partei hält sich immer nicht daran" - gemeint ist die MLPD.


14.10 Uhr: Lärmminute

Statt einer Schweigeminute gibt es eine Lärmminute. "Wir waren lange genug still".


14.01 Uhr: "Wer nicht mehr lebt, kann nicht mehr arbeiten"

Auf der Bühne spricht nun Quentin Gärtner (12). Er ist Schüler des Salier-Gymnasiums in Waiblingen und soll bereits Innenminister Strobl an die Wand diskutiert haben. Arbeitsplätze lässt der Schüler als Argument gegen den von Fridays for Future geforderten Kohleausstieg nicht gelten. "Wer nicht mehr lebt, kann nicht mehr arbeiten, daher ist das Argument schwachsinnig". 


13.58 Uhr: Fridays for Future kritisiert Klimapaket

Fridays For Future Germany hat auf Twitter scharfe Kritik an der Bundesregierung geübt. Das Klimapaket, dass nur nach massivem Druck aus der Bevölkerung zustande kam, sei kein Durchbruch, sondern ein Eklat.

Die CO2-Bepreisung sei viel zu kompliziert, käme viel zu spät und sei außerdem viel zu billig.


13.52 Uhr: Wenn nicht wir, wer sonst?

Jetzt spricht Sabine Gabrysch für Scientists for Future. Gabrysch hat an der Berliner Charité eine Professur zur Erforschung möglicher Folgen der Klimaerwärmung. "Wir steuern auf eine Erderwärmung zu, wie sie die Menschheit noch nicht erlebt hat". Das sei die größte Gefahr für die Gesundheit, sagt die Ärztin. "Unsere Gesundheit hängt ab von einem gesunden Planeten."

"Ein Patient muss den Ernst der Diagnose erkannt haben, bevor man ihn behandeln kann", in der Gesellschaft und der Politik sei das aber noch nicht angekommen. "Die Forderungen von Fridays for Future sind völlig berechtigt."

"Im Ländle haben wir eine lange Tradition von Tüftlern und Denkern. Wenn nicht wir, wer soll es sonst hinkriegen?"


13.50 Uhr: Zahlen gehen auseinander

Was die Zahlen angeht, ist man sich in Stuttgart uneins. Fridays for Future Stuttgart spricht auf Twitter von circa 30 000 Demonstranten. Die Grünen sprechen von 20 000. Was auf jeden Fall stimmt: Der Schlossplatz ist brechend voll.


13.42 Uhr: "Wir haben jetzt schon Geschichte geschrieben"

Rund um den Globus sollen 4 200 Veranstaltungen zum Klimastreik-Tag stattgefunden haben. "Wir haben jetzt schon Geschichte geschrieben", sagt die Moderatorin des Stuttgarter Orgateams. Und auch "Wir haben keine Zeit, nicht aktiv zu sein." Die Rednerinnen auf der Bühne zeichnen ein düsteres Bild der Zukunft und kritisieren Angela Merkel, deren Regierung für den "langsamen Tod der Energiewende" verantwortlich sei.

Einen Seitenhieb gibt es auch gegen Stuttgart 21. "Wir streiken auch für einen Bahnhof, der die Züge auch fassen kann, die ihn passieren."


13.40 Uhr: Einigung in Berlin

Die große Koalition will Bürger und Firmen bei den hohen Strompreisen entlasten. Im Gegenzug zu einem CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden soll die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms ab 2021 gesenkt werden, wie aus einem 22-seitigen Eckpunktepapier hervorgeht. Es lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor. Das Paket der schwarz-roten Koalition für mehr Klimaschutz soll ein Gesamtvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro haben. Zur Finanzierung soll es weder neue Schulden noch eine Klimaanleihe geben. Zudem will die GroKo die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr senken und die Luftverkehrsteuer zum 1. Januar 2020 anheben. (dpa)


13.33 Uhr: Nachtrag zur Kundgebung in Schorndorf

Deutlich über 500 Leute kamen am Ende bei der Kundgebung in Schorndorf zusammen. Darunter eine elfte Klasse der Johann-Philipp-Palm-Schule inklusive Lehrerin. Die Klasse ist, erlaubt von der Schulleitung als "Unterrichtsgang" auf der Kundgebung gewesen. Anschließend soll diese im Gemeinschaftskundeunterricht besprochen werden. Nachdem um "fünf vor zwölf" die Kirchenglocken leuteten, gingen auffällig viele Demonstranten noch zum ökumenischen Klimagottesdienst.


13.24 Uhr

Die Moderatorin fordert die Menge auf, alle Teilnehmer in die Mitte zum Schlossplatz zu ziehen. Denn nur da sei die Demo angemeldet. Woanders dürfe man nicht stehen. "Wir haben uns ja alle lieb und können uns reinquetschen".


13.14 Uhr: Wir blicken live nach Stuttgart


13.05 Uhr: "Ich bin jung und brauche die Welt"


12.56 Uhr

Wir treffen Marco Schlich, der am Morgen bereits in Backnang auf der Kundgebung gesprochen hat, auf der Demonstration in Stuttgart wieder. Er sagt, er sei überwältigt, habe zwar mit viel gerechnet, aber nicht mit so vielen Demonstranten. Er betont, er sei heute privat hier, nicht in seiner Funktion als Ortsvorsitzender der Partei Backnang. Er findet, es gehöre sich nicht einen zivilgesellschaftlichen Protest für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen.


12.50 Uhr

Der Sternenzug kommt zusammen. Aus drei Richtungen strömen die Leute nun zum Rotebühlplatz.


12.36 Uhr: "Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle"

"Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle", skandieren die Demonstranten. Der Zug, der am Hölderlinplatz gestartet ist, ist gerade an der Liederhalle vorbeigekommen. Mit weißen Haaren oder im Kinderwagen - alle Altersklassen sind vertreten. Fußgänger am Straßenrand werden spontan aufgefordert, mitzugehen, was auch teilweise gelingt. Die Stadtbahnen stehen, es geht nichts weiter. Der Klimazug beherrscht die Stadt.


12.23 Uhr

"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!", rufen die Demonstranten in der Schwabstraße.


12.10 Uhr: Kein Durchkommen mehr für Autos

Mit einem ordentlichen Tempo laufen die Demonstranten in Richtung Rotebühlplatz. Für Autos ist kein Durchkommen mehr möglich. Eine junge Frau stellt fest: "Es bringt schon was. Wir demonstrieren fürs Klima und die Autos halten an."


12.03 Uhr: Sternenmarsch zum Rotebühlplatz

Die U4 Richtung Hölderinplatz musste gerade vorzeitig an der russischen Kirche Halt machen. Sie endet wegen der Demo auch dort. Unsere Reporter vor Ort laufen gemeinsam mit mindestens 100 Leuten in Richtung Hölderlinplatz. Dieser ist einer der drei Ausgangspunkte des Sternenmarschs zum Rotebühlplatz. Die weiteren Ausgangspunkte sind der Erwin-Schöttle-Platz und der Kernerplatz.


12.00 Uhr: Spontane Diskussionen in der Innenstadt

Schön mit anzusehen: Überall in der Stadt entstehen spontan Diskussionen zwischen Jüngeren und Älteren.


11.40 Uhr: Greta Thunberg - "Die kann schon reden"

Am S-Bahn-Ausgang Rotebühlplatz/Stadtmitte treffen wir auf Jochen Roos. Er hat ein Büro für Stadt- und Landschaftsplanung in Backnang. Nachdem er gestern auf dem nationalen Kongress Stadtentwicklung in Stuttgart war, war er so angefixt von den Themen dort, dass er noch gestern Nachmittag die halbe Belegschaft dazu motiviert hat, heute zum Klimastreik mitzugehen. "Wir haben dann noch ein Video von Greta Thunberg angeschaut. Danach war die Sache klar. Die kann schon reden".


11.31 Uhr: Der Obere Marktplatz in Schorndorf füllt sich

Die Kundgebung auf dem Oberen Marktplatz in Schorndorf hat begonnen. Bislang haben sich schätzungsweise 200 Personen versammelt. Eine Gruppe aus acht Jungen vom Burg-Gymnasium ist dabei. Sie haben praktischerweise die fünfte und sechste Stunde frei. Der Bruder von einem der Jungen, er geht aufs Max-Planck-Gymnasium, schwänzt. Neben den Jungen machen zwei Gruppen des AWO-Kinderhauses mächtig Radau. Der Marktplatz füllt sich weiter. Die Kundgebung endet um 11.55 Uhr, „fünf vor Zwölf“. Im Anschluss gibt es ein Sondergeläut der Stadtkirche und der Heilig-Geist-Kirche.


11.19 Uhr: Bühne am Schlossplatz steht noch nicht

Am Schlossplatz steht bisher noch keine Bühne. Ein Mitglied der Naturfreundejugend erklärt, es handle sich um eine "spontante und hierarchiefreie" Bewegung, deshalb sei vieles Organisatorische oft unklar. In diesem Moment fährt ein Auto mit Veranstaltungstechnik vor. Ob es noch rechtzeitig bis zur Kundgebung mit dem Aufbau klappt?


11.11 UhrMenschengemachter Klimawandel – was sagt die Wissenschaft dazu?

Am 8. Mai 2019 antwortete Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Karsten Hilse wie folgt: „Sehr geehrter Herr Abgeordneter, 97 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen uns, dass der Klimawandel menschengemacht ist und wir etwas dagegen tun müssen.“ Sie bezog sich dabei auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2013 („Quantifying the Consensus on Anthropogenic Global Warming in the Scientific Literature“ von John Cook et al.).

Karsten Hilse und seine Kollegen zweifelten das an: „Diese Aussage ist nach Meinung der Fragesteller jedoch in vielerlei Hinsicht falsch und bedarf daher der Richtigstellung.“ Deshalb stellten sie eine kleine Anfrage an die Bundesregierung – die ihre Aussage daraufhin korrigieren musste. Und zwar so:

„Die in der Anfrage zitierte Untersuchung von Cook et al aus dem Jahr 2013, aus der die Zahl von 97 Prozent der Wissenschaftler stammt, wird mittlerweile durch aktuellere Studien ergänzt. So analysiert James Powel in einer Metastudie aus dem Jahr 2016 insgesamt 54 195 durch Fachkollegen geprüfte (peer reviewed) wissenschaftliche Artikel aus dem Zeitraum von 1991 bis 2015. Davon bejahen im Durchschnitt 99,94 Prozent den menschengemachten Klimawandel.“


11.04 Uhr: Verwirrung am Stuttgarter Hauptbahnhof

Der 15 Monate alte David aus Erdmannhausen streikt heute zum ersten Mal fürs Klima. Um ihn herum, am Stuttgarter Hbf, herrscht währenddessen Verwirrung - alle wollen streiken, aber wer geht von wo aus los? Ein junger Mann spricht uns an: „Wie komme ich zum Flughafen?“ 


10.57 Uhr: Einigung über Klimastrategie in Berlin?

Nach mehr als 15-stündigen Verhandlungen der Koalitionsspitzen verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Einigung über eine Klimastrategie der Bundesregierung. Beim Hauptstreitpunkt eines CO2-Preises sei eine Einigung in Sicht, so die Deutsche Presseagentur (dpa). Mehr dazu hier.


10.45 Uhr


10.12 Uhr


09.53 Uhr: Es geht weiter nach Stuttgart

Die Teilnehmer der Kundgebung in Backnang brechen nun auf in Richtung Bahnhof. Mit der S-Bahn wollen sie weiter zur großen Demonstration in Stuttgart fahren.


09.47 Uhr: Familien gehen gemeinsam auf die Straße

Auch die Familie Penzkofer aus Schorndorf streikt heute gemeinsam. Was sie dazu bewegt, lesen Sie hier.


09.31 Uhr

Mit etwa 20 bis 50 Personen hatte die Polizei bei der Kundgebung in Backnang gerechnet und sollte Recht behalten. Ein paar mehr, etwa 60 Teilnehmer, sind vor der Stadtbücherei erschienen.

Die vermutlich größte Demonstration wird am Mittag in Stuttgart stattfinden. Fridays for Future erwartet etwa 5000 Teilnehmer. 


09.11 Uhr: Wir schauen live nach Backnang


09.07 Uhr

Jeder einzelne sollte was tun, findet auch die 15-jährige Ella. Viele Jugendliche vor Ort betonen: Man muss nicht perfekt sein und zum Beispiel hundert Prozent vegan leben, sollte aber seinen Lebensstil überdenken und anpassen.


09.01 Uhr

Die meisten Jugendlichen, die zum Streik gekommen sind, müssten gerade eigentlich in der Schule sitzen. Ihren Aussagen zufolge hätten aber Klassenlehrer und Rektoren Verständnis gezeigt. Es sei ja keine Überraschung, dass sie heute fehlten. Konsequenzen befürchten sie nicht. Für sie ist wichtig, dass nicht nur die Politik reagiert, sondern auch der Öffentlichkeit bewusst wird, dass die Jugend es ernst meint.


08.59 Uhr

Der Platz vor der Backnanger Stadtbücherei füllt sich langsam. Wir haben mit Paul Harm von der Fridays for Future Ortsgruppe Backnang gesprochen:


08.34 Uhr

Die erste Aktion zum Klimastreik im Rems-Murr-Kreis beginnt in etwa einer halben Stunde in Backnang. 

Die Backnanger Fridays for Future-Gruppe trifft sich in vor der Stadtbücherei, Im Biegel 13, ab 9 Uhr. Dort gibt es eine Kundgebung, auf der auch Markus Koch vom Aktionsbündnis Klimaschutz Rems-Murr sprechen wird. Die Parents for Future Rems-Murr schließen sich teilweise den Backnanger Fridays for Future-Aktivisten an und treffen sich um 9 Uhr vor der Stadtbücherei in Backnang. Hier gibt es eine Übersicht über die weiteren Aktionen.


08.06 Uhr: Darf ich als Arbeitnehmer heute eigentlich mitstreiken?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja, wenn der Arbeitgeber es erlaubt. Der Klimastreik-Tag ist kein Streik im Sinne des Arbeitsrechts. Er richtet sich weder gegen den Arbeitgeber, noch wird er von einer Gewerkschaft getragen, die bei Lohnausfall ein Streikgeld zahlt. Wer also einfach unangekündigt Streiken geht, riskiert zumindest eine Abmahnung.

Manche Unternehmen unterstützen den Klimastreiktag aktiv und haben ihre Arbeitnehmer im Vorfeld explizit dazu aufgefordert, sich den lokalen Demonstrationen anzuschließen.


7.45 Uhr: Hier wird überall gestreikt

Der deutsche Ableger der Jugendbewegung Fridays for Future hat alle geplanten Aktion am Klimastreik-Tag in einer Google-Karte gesammelt. 
 

Im Kreis sind Kundgebungen verschiedener Organisationen gepalnt. Eine Übersicht finden Sie hier.

Die vermutlich größte Demonstration in der Region wird am Mittag in Stuttgart stattfinden. Um 12 Uhr ist ein sogenannter "Sterndemozug" geplant, der von drei Startpunkten (Erwin-Schoettle-Platz, Hölderlinplatz und Kernerplatz) Richtung Rotebühlplatz zieht. Von dort wollen die Demonstrierenden dann gemeinsam zum Schlossplatz gehen, wo ab 13.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden soll.


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