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Winnenden Gesucht: Der Euro-Hit des Jahres

Erspielten sich den ersten Platz 2014 bei „Song of Europe“: Die Uwes aus Neustadt. Foto: privat

Winnenden/Rust.Jeden Sonntag um 14 Uhr treffen sich auf dem Stuttgarter Marktplatz  (und auch in Schorndorf) neuerdings ausgesprochene Freunde Europas. Menschen, die spüren, nur der Gedanke eines vereinigten Abendlandes hat uns eine solch lange Periode des Friedens beschert. Den Europa-Gedanken befeuert hat allerdings schon vor zehn Jahren eine Initiative namens „Welcome to Europe“. Es ist sozusagen der European Song Contest für Nachwuchsbands – jedenfalls im Kleinen. Musik bringt die Menschen schließlich auch zusammen.

An musikbegeisterte Schüler Baden-Württembergs, Deutschlands und des europäischen Auslands wendet sich ein Wettbewerb, den die Aktion Artists for Europe in Zusammenarbeit mit der Winnender 7us media Group, dem Europa-Park und dem Kultus-Ministerium im Land am 28. Juni zum zehnten Mal veranstaltet. Gesucht wird der „Euro-Hit des Jahres!“

Dieser wird über das Musiklabel der 7us Media Group und damit über Hans Derers Agentur veröffentlicht. Daneben erhalten die Finalisten entsprechende Medienpower und Promotion, Coaching und weitere Preise. Der Einsendeschluss ist am 15.Mai.

Eigentlich braucht es ja speziell heute, bei all den Zentrifugalkräften, ausgelöst von den Engländern, den Ungarn und den Polen, keine Begründung für solcherart Aufrufe. Er taugt zum Vorbild. Im Speziellen aber sind Toleranz, Gewaltfreiheit und Besinnung auf gemeinsame europäische Werte die aktuellen Schwerpunkte dieses europäischen Songcontests für Nachwuchsacts. Die Fragestellung lautet: „Wie kann ich mich als Individuum mit meinem Wertesystem in die europäische Völkergemeinschaft konkret einbringen?“ Klingt ein bisschen steif. Hoffentlich gibt es freche Songschreiber, die von Brüssel fordern, endlich für unter 18-Jährige das kostenlose Interrail-Ticket anzubieten. Damit das grenzenlose Europa auch wirklich erfahren wird.

Eine Kelly als Patin

Schirmherren des Wettbewerbs sind der Europakommissar Günter H. Oettinger und die Kultusministerin des Landes, Susanne Eisenmann. Promi-Paten sind Patricia Kelly, als Mitglied der erfolgreichen Band Kelly Family ausgewiesene Europäerin, sowie der schwedische Stargitarrist Kee Marcello. Das Ex-Mitglied der Gruppe Europe (Hit: „The final Countdown“) gilt als einer der besten Gitarristen der Welt. Marcello schrieb, animiert von dem Contest, sogar eine Euro-Hymne: Schlicht und einfach „Europe“ betitelt.

Die von einer Jury ausgewählten besten Gruppen oder Einzelinterpreten präsentieren ihre Beiträge beim großen Finale am 28. Juni im Europa-Park im Rahmen des internationalen Musikfestes „Euro-Musique“. Klaus-Dieter Mayer, im Kultusministerium als Projektleiter federführend, will mit diesem Projekt Jugendliche zu aktivem Musikmachen motivieren.

Europa selbst übrigens ist nicht ohne Musik. Das Staatengebilde hat seine eigenen Hymne. Es handelt sich um die „Ode an die Freude“ von Beethoven. Darauf lässt sich doch aufbauen. Vielleicht rappt mal jemand auf die Ode. Oder singt eine neue Ode auf die Ode.

Mitmachen lohnt sich!

Das Mitmachen ist einfach – und für (fast) jeden möglich –, ob Bands, Einzelsänger, Schulklassen oder Musik-AGs. Auch private Musikschulen oder Musikvereine können sich melden. Die beteiligten Musiker sollten lediglich nicht älter als 26 Jahre sein.

Aufgabe ist es, entweder den bereits bestehenden Pop-Song „Welcome to Europe“ zu interpretieren. Die Teilnehmer können bereits vorliegende Textpassagen ganz verwenden, aber auch nur Teile daraus. Oder man komponiert und textet einen gänzlich neuen Song. Es geht dabei um erlebtes Europa. Wer Gefallen hat: info@sevenus.de

 

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