Plüderhausen Messerattacke: Verdächtiger wird weiter gesucht

Nach der Messerattacke in Plüderhausen fahndete die Polizei mit Hochdruck nach einem 20-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan. Foto: Habermann / ZVW


Die Polizei sucht weiter nach dem 20-jährigen afghanischen Asylbewerber. Er steht im Verdacht, am vergangenen Wochenende den Vater seiner Ex-Freundin in dessen Haus in Plüderhausen niedergestochen und schwer verletzt zu haben. Polizeisprecher Ronald Krötz sagte auf Anfrage am Sonntag: „Die Fahndung läuft.“ Es seien zahlreiche Hinweise eingegangen. Allerdings habe sich bisher keiner als richtig herausgestellt.

Wie berichtet, hatte die Polizei den mutmaßlichen Täter bereits festgenommen – ein Staatsanwalt ließ ihn aber wieder laufen. Erst am Donnerstag erging Haftbefehl gegen einen 20-Jährigen aus Schorndorf. Ein Haftbefehl darf nur bei dringendem Tatverdacht erlassen werden. Doch es fehlte zunächst an Beweisen. Der Beschuldigte stritt die Tat ab und konnte zunächst ein Alibi vorweisen, sein Opfer konnte ihn nicht identifizieren, die Spurenlage war – zu dieser Zeit – nicht eindeutig genug. Fluchtgefahr allein reicht für einen Haftbefehl nicht aus. Seit Donnerstag liegt nicht nur ein Haftbefehl vor. Nach dem 20-Jährigen wird sogar öffentlich gefahndet.

Dem Opfer geht es zumindest körperlich besser. Der 53-Jährige konnte am Freitag das Krankenhaus verlassen. Die Familie befindet sich laut Ronald Krötz „an einem sicheren Ort. Es laufen Schutmaßnahmen“.

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