Rems-Murr-Rundschau Neumann spricht für Hermann

Das nennt man einen verunglückten Start. Und das bei einem Minister, der wissen müsste, wie man sich verbal in Verkehr bringt. Winfried Hermann, noch gar nicht im Amt, hatte erklärt, dass er mit der umstrittensten Verkehrsbaustelle im Land nicht zu tun haben will. Falls sie nicht so ausfällt, wie’s ihm gefällt.

So geht’s ja nicht. Hermann wollte doch kämpfen gegen Stuttgart 21 wie ein Mann. Dann hat er auch die Niederlage einzustecken. Verkehrsminister werden nicht dafür bestallt, dass sie lauter Straßen für ihren Triumphmarsch bauen dürfen. Sein Weg wird steinig, das hätte er vorher wissen müssen.

Da war er falsch beraten, der so polit-erfahrene Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages.

Künftig soll er besser beraten sein. Und klüger nach außen reden. Sein jetzt ins Amt geholter Pressesprecher heißt Edgar Neumann, wohnt in Endersbach, ist ein Urgrüner, hat in den 80er Jahren die Landesgeschäftsstelle der Ökos mit aufgebaut, dann aber seine Mitgliedschaft doch gekündigt. Die vertrug sich nicht mit seinem Job als Journalist bei dpa. Er wollte unabhängig sein.

Ein bisschen Stallgeruch mag ihm noch anhängen. Aber er wird schon wissen, was sich politisch gehört. Damit Winfried Hermann auch wirklich weiter gehört wird.

Nee, sagt Neumann, mit Hermanns Rede, S 21 soll jemand anders bauen, habe er nichts zu tun. Da sei er noch gar nicht im Gespräch gewesen für den Job. Und so gilt: Mit Neumann kann’s für Hermann nur besser werden.

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