Rems-Murr-Sport Berglener beim härtesten Enduro-Rennen der Welt

Berglen. Motorradsportler Marco Pfeifer hat zwar sein Ziel, beim härtesten Enduro-Rennen der Welt unter die besten 50 Fahrer zu kommen, nicht erreicht. Dennoch zeigte der 24-Jährige aus Berglen-Oppelsbohm beim Hare Scramble am Erzberg in Österreich insgesamt eine starke Leistung. Er belegte Platz 72.

Beim Spektakel am sogenannten „Berg aus Eisen“, hier wird nach wie vor Eisenerz abgebaut, waren 2250 Fahrer aus 40 Nationen am Start. Ziel beim Erzbergrodeo ist es, alle 25 Checkpoints innerhalb von vier Stunden zu erreichen. Beim Prolog qualifizierten sich nur die besten 500 für das Hauptrennen. Darunter auch der 24-jährige Berglener auf Rang 151. Er kommentierte seine Leistung so: „Ich machte zu viele Fehler und verlor dadurch wichtige Plätze. Ich wollte in die erste Startreihe, jetzt war leider nur die vierte drin.“ Vor dem Hauptrennen, dem Hare Scramble, standen jeweils 50 Fahrer in einer Reihe und warteten auf den Startschuss.

Knifflige Waldpassagen erschweren den Weg 

Pfeifer startete hervorragend. Auf den ersten Kilometern hatte er freie Sicht – bis er auf die 150 vor ihm gestarteten Fahrer traf. Die ersten Hänge waren trotz größter Steigungen kein Problem für Pfeifer. Doch als es in die kniffligen Waldpassagen ging, hier war die Strecke teilweise nur lenkerbreit und führte über rutschige Steine, Wurzeln und steiles Gefälle, wurde es für den Oppelsbohmer schwieriger, Positionen gutzumachen. Er kam aber sehr gut mit dem schwierigen Terrain zurecht und fuhr mit seiner Husqvarna nach 50 Minuten schon unter die Top 100 des Feldes. Nach 1:10 Stunden passierte Pfeifer die Sektion „Maschine“ (CP10). Hier begann die sogenannte „No help zone“, die Fahrer durften also bei Problemen von nun an keine fremde Hilfe mehr in Anspruch nehmen. Trotzdem wurde das Rennen immer schwerer.

Aus am 16. Checkpoint

Nach 2:40 Stunden erreichte Marco Pfeifer den anspruchsvollsten Teil der 32 Kilometer langen Strecke: das „Carl’s Dinner“, benannt nach dem Gründer des Rennens Karl Katoch. Es handelt sich um ein 1200 Meter langes Steinfeld mit bis zu 1,5 Meter hohen Felsen, das zweimal zu durchqueren ist. Es verlangt den Teilnehmern nicht nur fahrerisches Können, sondern auch eine sehr gute Fitness sowie mentale Stärke ab. Die Profis schafften es, diese Sektion in 50 Minuten zu bewältigen. Pfeifer benötigte 20 Minuten länger und erreichte noch kurz vor Ablauf der vier Stunden den 16. Checkpoint von insgesamt 25. Das war’s für den Oppelsbohmer. Von den 500 im Finale gestarteten Fahrern erreichten nur 25 das Ziel, schafften also alle Abschnitte innerhalb von vier Stunden. Es siegte Alfredo Gomez (Spanien) vor Graham Jarvis (Großbritannien) und Cody Webb (USA).

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