Rems-Murr-Sport Biler ersetzt Burmeister bei der SG Schorndorf

Handball-Landesliga, Männer: Spielertrainer statt Trainer

(twa). Nach drei Spielzeiten wird Trainer Heiko Burmeister (45) den abstiegsgefährdeten Handball-Landesligisten SG Schorndorf am Ende der Saison verlassen und sich dem Drittligisten TSG Söflingen anschließen. Spieler René Biler wird den Posten des Spielertrainers übernehmen, Stephan Meiser wird sein Co-Trainer.

Für Christoph Berger kam Burmeisters Absage überraschend. „Wir waren mit Heiko eigentlich für eine weitere Saison klar“, sagt der Abteilungsleiter der SG Schorndorf. Nachdem die erste Enttäuschung vorbei gewesen sei, habe er eine Bilanz gezogen aus der jahrelangen Zusammenarbeit mit Burmeister, der auch schon früher bei der SG tätig war. „Er hat sehr viel geleistet, alles in allem neigt sich die Waage deshalb ins Haben. Außerdem ist die 3. Liga für ihn natürlich eine sportliche Herausforderung.“

Berger ist froh, dass er „trotz der späten Absage“ seinen Wunschtrainer als Nachfolger präsentieren kann: René Biler (30), bisher Kopf der Mannschaft auf der Spielmacherposition, wird in der neuen Saison in die Rolle des Spielertrainers schlüpfen. Der Abteilungsleiter ist froh, dass Biler der SG erhalten bleibt. „Ansonsten wäre er vielleicht woanders Spielertrainer geworden.“

Biler bekommt mit Stephan Meiser einen Assistenten zur Seite. Der 24-jährige C-Lizenz-Inhaber ist Jugend-Auswahltrainer, trainiert derzeit die männliche A-Jugend in Winnenden. In Schorndorf soll er die männliche A-Jugend übernehmen, „damit wir eine gute Verzahnung zwischen Jugend und Aktiven hinbekommen“. So gesehen sei’s „eine schlüssige Geschichte“.

Biler und Meister, so Berger, hätten unabhängig vom Ligaverbleib zugesagt. „Wie Heiko Burmeister übrigens auch.“ Vier Spieltage vor Schluss liegt die SG auf einem Abstiegsplatz. Darüber ist Berger natürlich nicht erfreut. „Andererseits sind wir ja nicht mit einer Übermannschaft in die Saison gestartet. Sollte es die SG erwischen, breche die Mannschaft keinesfalls auseinander. „In diesem Fall werden es sich zwei Spieler noch überlegen“, sagt Berger. „Der Rest des aktuellen Kaders hat zugesagt.“

Burmeister wird beim Drittligisten TSG Söflingen Mike Wolz ersetzen, der in der nächsten Saison die Stuttgarter Kickers coachen wird. „So ein Angebot bekommt man nicht jeden Tag“, sagt Burmeister. „Da hat man nicht viel Zeit, darüber nachzudenken.“ Den einen oder anderen Spieler der TSG kennt Burmeister noch aus gemeinsamen Zeiten in Kornwestheim: Ralf Abend, Stefan Klaus oder Fabian Kehle. Noch indes denkt Burmeister an die SG und den Kampf um den Ligaverbleib. „Ich bin noch nie mit einer Mannschaft abgestiegen, die ich eine ganze Saison trainiert habe.“

 

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