TVB 1898 Stuttgart Bitter rettet Punkt gegen den Letzten

Der TVB fand selten Lücken in der aufmerksamen Deckung der Ludwigshafener Eulen. Hier wird Simon Baumgarten von Gunnar Dietrich gebremst (rechts Alexander Falk). Foto: Harry Reis

Johannes Bitter hat dem Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart beim 23:23 gegen das Schlusslicht Eulen Ludwigshafen einen glücklichen Punkt gerettet. Mit einer bravourösen Parade zwei Sekunden vor dem Ende verhinderte der Torhüter die vierte Niederlage in Folge mit einem Tor Differenz. Vor 1864 Fans in Ludwigshafen zeigte der TVB eine enttäuschende Leistung.GWD Minden – SC DHfK Leipzig 24:26 TBV Lemgo – SC Magdeburg 22:23

Johannes Bitter hat dem Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart beim 23:23 (9:11) gegen das Schlusslicht Eulen Ludwigshafen einen glücklichen Punkt gerettet. Mit einer bravourösen Parade zwei Sekunden vor dem Ende verhinderte der Torhüter die vierte Niederlage in Folge mit einem Tor Differenz. Vor 1864 Fans in Ludwigshafen zeigte der TVB eine enttäuschende Leistung.

Die gute Nachricht: Der TVB hat seinen Bundesliga-Rekord mit jetzt 23 Punkten zwar nicht geknackt, doch zumindest eingestellt. Die schlechte Nachricht: Mit der Leistung vom Mittwoch dürfte es ziemlich schwer werden, in den verbleibenden drei Partien das fehlende Pünktchen noch zu holen.

Nachdem der Ludwigshafener Konkurrent VfL Gummersbach tags zuvor in Hannover verloren hatte, blieb den Eulen noch die Mini-Chance auf den Ligaverbleib – ein Sieg gegen den TVB freilich vorausgesetzt. Und der Eulen-Trainer Benjamin Matschke hatte sich für den TVB etwas einfallen lassen: Die 5:1-Deckung sollte den Gegner zu Fehlern zwingen. Und siehe da: Das Team von Trainer Jürgen Schweikardt hatte gegen diese Abwehrformation riesige Probleme. Das Angriffsspiel lahmte jedenfalls gewaltig.

Ganz gleich, ob es der Gästecoach mit dem Shooter Dominik Weiß oder der spielerischen Variante mit Max Häfner, Lukas von Deschwanden, Michael Schweikardt und Bobby Schagen versuchte: Es flutschte nicht, es wurde zu viel quer gespielt, es fehlten die Ideen gegen die flinken Eulen. Am meisten Durchschlagskraft hatte – wieder einmal – David Schmidt. Der ehemaligen „Eule“ gelang aber längst nicht alles.

Zäh war der Start. Der TVB stand in der Defensive zwar sehr gut, kam aber vorne nicht in die Gänge. Nach einer Viertelstunde hatte das Heimteam bereits drei Zeitstrafen auf dem Zettel, der 4:3-Vorteil des TVB war – zu – mager. Nach zwei weiteren Treffern von Manuel Späth und Weiß schienen die Gäste bei der 6:3-Führung den Gegner im Griff zu haben – doch weit gefehlt: Der TVB scheiterte immer wieder am guten Eulen-Keeper Matej Asanin und kassierte den 7:7-Ausgleich (24.). Die Eulen sammelten Selbstvertrauen, legten zunächst einen 7:2-Lauf hin und gingen mit der verdienten 11:9-Führung in die Halbzeit.

Den Siegeswillen legte das Heimteam auch nach der Pause an den Tag. Der TVB spielte vorne nun phasenweise etwas besser, dafür offenbarte die Deckung Lücken. Logische Folge: Er rannte dem Zwei- bis Drei-Tore-Rückstand hinterher – bis fünf Minuten vor dem Ende. Dann hatte Jürgen Schweikardts taktisches Mittel, den siebten Feldspieler zu bringen, endlich Erfolg. Max Häfner donnerte den Ball zum 21:22-Anschluss in den Kasten. Jogi Bitter, der zuvor zweimal in Folge fantastisch gehalten und die Vorentscheidung verhindert hatte, parierte gegen den starken Alexander Feld.

Machtlos indes war er gegen Jerome Müllers 23:21. Der beste, aber zu selten eingesetzte Stuttgarter, Rechtsaußen Bobby Schagen, hielt mit dem 22:23 die Hoffnung auf zumindest einen Punkt am Leben.

76 Sekunden blieben dem Schlusslicht nach einer Auszeit noch, den dritten Saisonsieg einzutüten. Einer jedoch stand den Eulen im Weg: Bitter parierte gegen Gunnar Dietrich, Weiß glich zum 23:23 aus.

Zwei Sekunden vor der Schlusssirene erspielte sich Feld eine gute Abschlussposition. Doch Bitter und der Pfosten verhinderten das Trauma für den TVB: Es wäre die vierte Niederlage hintereinander mit einem Tor gewesen.


Eulen Ludwigshafen: Asanin, Hanemann; Stübler, Salger, Dietrich, Scholz (1), Spiler (3), Haider (3), Feld (5), Remmlinger, Falk (3), Hoffmann (1), Bührer, Dippe (3/3), Valiullin (2), Müller (2).

TVB 1898 Stuttgart: Bitter, Maier; Schimmelbauer (1), Häfner (1), Weiß (4), Schagen (7/4), Schweikardt (2), Späth (2), Baumgarten (1), Röthlisberger, von Deschwanden, Pfattheicher, Schmidt (5), Foege.

Weitere Spiele vom Mittwoch:

GWD Minden – SC DHfK Leipzig 24:26
TBV Lemgo – SC Magdeburg 22:23

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