Rems-Murr-Sport Der Druck für die Rems-Murr-Teams steigt

Drin ist der Ball, Falco Frank (liegend) hat zugeschlagen. Für den TSV Schwaikheim geht es am Wochenende um Platz zwei in der Landesliga. Viele andere Rems-Murr-Teams aber brauchen Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Foto: Volker Müller

Das zurückliegende Wochenende war für die meisten der Rems-Murr-Mannschaften in den überregionalen Fußballligen eines zum Vergessen; vor allem für Verbandsligist SV Breuningsweiler und Landesligist TSV Schornbach. Entsprechend groß ist der Druck nun.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (17. Platz, 34 Punkte) – TSV 1860 München (6., 44 Punkte; Montag, 19 Uhr). Erst am Montag darf die SG antreten und steht dabei mächtig unter Druck. Sie braucht dringend Punkte und deshalb einen Sieg gegen die Sechziger. Die Gäste sind in der Rückrunde bisher deutlich erfolgreicher als die Aspacher (21 gegenüber 14 Punkten), wenn auch in erster Linie auf eigenem Platz. Die Stimmung am Montagabend dürfte gut werden. Es sind bereits 6000 Tickets verkauft.

Oberliga

FC Norm.Gmünd (16. Platz, 16 Punkte) - TSG Backnang (15., 20 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Das Jahr hat gut angefangen für die TSG Backnang, doch der Trend hielt nicht an. Eine Niederlage im Pokal, zwei Niederlagen in der Liga zuletzt, – der Klassenverbleib rückt wieder in noch deutlichere Ferne. Deshalb gibt es für die TSG nur eines: Sie muss in Gmünd gewinnen. Die Normannia war in der Rückrunde deutlich erfolgloser als die Backnanger.

Verbandsliga

TSV Essingen (4. Platz, 36 Punkte) - SV Breuningsweiler (16., 17 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Sehr enttäuscht war SVB-Trainer Toni Guaggenti nach dem 1:2 gegen Wangen – und ist es noch. „Wir haben alles vermissen lassen.“ Wangen sei nach dreieinhalb Stunden Busfahrt frischer gewesen als sein Team. „Die wollten den Sieg mehr als wir und haben verdient gewonnen.“ Bisher hat der SVB überwiegend gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte gespielt und dabei sehr gut ausgesehen. Erstmals haben seine Spieler nun den Druck gespürt, gegen einen Abstiegsmitkandidaten gewinnen zu müssen. Offenbar war die Mannschaft dem nicht gewachsen. Insofern ist Essingen ein guter Gegner. „Dort erwartet niemand etwas von uns.“ Allerdings war die Trainingswoche „bescheiden“. Verhältnisse wie in der Vorrunde: kaum einer da. Einige beruflich verhindert, viele angeschlagen und für Samstag fraglich: Sven Franzen (Knieprobleme), Jan Ackermann (Knöchel), Felix Bauer (muskuläre Probleme), Lukas Friedrich (Ferse), Tim Wissmann (Leiste), Timi Klinke (Kreuzbandriss im Training). Zudem ist Niko Rummel unsicher, Stefano Costa hat Schule, Marian Asch ist privat verhindert. Es gibt bessere Voraussetzungen, um im Abstiegskampf zu bestehen.

Landesliga

TSV Heimerdingen (2., Platz, 40 Punkte) - TSV Schwaikheim (3., 37 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Vorletzter gegen Drittletzten hieß das Duell noch in der Vorrunde – so ändern sich die Zeiten. Jetzt geht es um Platz zwei. 32 Punkte, so Schwaikheim-Trainer Aleksandar Kalic, habe sein Team in der Folge geholt. „Wir machen’s ganz gut, die Pläne gehen auf.“ Nicht immer sei Schwaikheim die bessere Mannschaft, aber die effektivere und treffsicherere. Neun Tore gelangen zuletzt in zwei Spielen. Kalic würde in Heimerdingen („für mich bisher die beste Mannschaft“) auch ein Punkt schon reichen. Fehlen werden ihm Torwart Simon Hieber (Fingerbruch), Dennis Solyom und Heiko Bernert (beruflich verhindert) und womöglich Jochen Bartholomä (muskuläre Probleme). Aber: „Wir haben einen guten Kader.“

TSV Crailsheim (5., 34 Punkte) - SV Fellbach (1., 42 Punkte; Samstag, 16 Uhr). Fellbach reiht derzeit Sieg an Sieg. Sechs Spiele, sechs Siege in der Rückrunde. Gelingt das auch in Crailsheim (drittbeste Rückrundenmannschaft), steigen die Meisterschaftschancen um ein deutliches Stück an.

SSV Gaisbach (12., 25 Punkte) - TSV Schornbach (15., 21 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Schicksalsspiel für den TSV Schornbach. Die Gaisbacher stehen auf dem voraussichtlichen Relegationsplatz. Verliert Schornbach, beträgt der Abstand sieben Punkte. Bei dann noch ausstehenden acht Spielen nur noch sehr schwer aufzuholen. „Wir müssen dort was holen“, sagt TSV-Spielertrainer Marius Jurczyk. Er ist zuversichtlich, weil das Spiel gegen Pfedelbach (nur 1:1) nicht schlecht gewesen sei. „Wir haben die zweite Halbzeit dominiert, hatten richtig gute Chancen. Aber wir haben uns nicht belohnt.“ In Gaisbach fehlt lediglich der rotgesperrte Patryk Ferraro. Dafür steht Geo Mahlelis wieder zur Verfügung.

SV Allmersbach (16., 16 Punkte) - TSV Pfedelbach (11. Platz, 26 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Neun Punkte Rückstand auf den voraussichtlichen Relegationsplatz – das ist wohl nicht mehr aufzuholen. Ein wenig Hoffnung könnte noch einmal aufkommen, schlagen die Allmersbacher den TSV Pfedelbach. Der hat in der Rückrunde noch nicht so oft gepunktet wie der SVA.

TV Oeffingen 6., 33 Punkte) - Spvgg Satteldorf (10., 26 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Es gab Zeiten, da holten die Oeffinger ihre Punkte auswärts. Die letzten beiden Auswärtsspiele aber haben sie verloren, dafür auf eigenem Platz zweimal zugeschlagen, unter anderem gegen den – damaligen – Tabellenführer. Das sollte dann auch gegen die Satteldorfer, die im neuen Jahr nur zu Hause gegen Allmersbach erfolgreich waren, kein Problem sein.

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