Rems-Murr-Sport Endspiel für die SG Sonnenhof Großaspach

So würde Joannis Koukoutrigas gerne auch in Köln jubeln – über einen Sieg und damit die Chance auf den Klassenverbleib der Sonnenhöfer. Foto: Alexander Becher

Hop oder top – für Drittligist SG Sonnenhof Großaspach geht es am Samstag um alles und und für die TSG Backnang in der Fußball-Oberliga um nicht viel weniger. In der Landesliga hofft der TSV Schornbach, nicht wieder in die Abstiegszone zurückzufallen.

3. Liga

Fortuna Köln (19. Platz, 39 Punkte) – Sonnenhof Großaspach (17. Platz, 42 Punkte; Samstag, 13.30 Uhr). Die Sonnenhöfer stehen vor einem echten Endspiel. Im günstigsten Fall reicht ein Unentschieden bei den bereits abgestiegenen Kölnern. Dann müsste Carl Zeiss Jena (ein Punkt mehr auf dem Konto, aber schlechteres Torverhältnis) gegen 1860 München verlieren. Zweite Rechnung: Die SG gewinnt und Jena schafft nicht mehr als ein Remis oder Braunschweig und Cottbus (jeweils zwei Punkte mehr, aber auch im Torverhältnis schlechter) trennen sich im direkten Duell unentschieden. Die größte Aussicht, zumindest einen der drei Konkurrenten hinter sich zu lassen, verspricht also ein Sieg in Köln.

Unterstützung aus den Niederlanden

Unerwartete Unterstützung erfahren die Aspacher aus den Niederlanden. René Meulenbeld (51) und Marcel Wijnands (49) sind zwei Fußballverrückte. Sie hegen eine besondere Sympathie für abstiegsgefährdete Mannschaften und hatten vor zwei Jahren die Idee, eine unterklassige ausländische Mannschaft beim Saisonfinale vor Ort zu unterstützen. Als erstes besuchten sie Colchester United, die Engländer blieben in Liga drei. Im vergangenen Jahr standen sie dem SV Wehen Wiesbaden bei – mit Erfolg. Diesmal fahren sie nach Köln, um die SG Sonnenhof zu unterstützen. Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Oberliga

SGV Freiberg (5. Platz, 53 Punkte) – TSG Backnang (15., 36 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Es gibt noch Hoffnung für die TSG. Aber wie viel? Die Backnanger müssen am vorletzten Spieltag gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage des SV Oberachern beim Bahlinger SC hoffen. Dass die auswärts harmlosen Oberacherner bei Tabellenführer Bahlingen verlieren, ist nicht unwahrscheinlich. In Freiberg zu gewinnen, ist allerdings eine Megaaufgabe – auch wenn es für die Freiberger um nichts mehr geht. Der Sieg in Freiberg alleine jedoch wird voraussichtlich nicht reichen. Am letzten Spieltag hat Oberachern bei Absteiger Gmünd gute Chancen zu punkten. Die TSG hat es dann gegen den FV Ravensburg (Neunter) deutlich schwerer.

Verbandsliga

FC 07 Albstadt (14. Platz, 26 Punkte) – SV Breuningsweiler (13., 28 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Der SVB sammelt weiter Punkte und dennoch steht er weiter auf einem Abstiegsplatz. Gegen Ehingen-Süd hat es nicht zu einem Sieg gereicht, während gleichzeitig der VfL Nagold überraschend bei Tabellenführer SF Dormerkingen gewann. „Die Liga ist jede Woche eine Wundertüte“, sagt SVB-Trainer Toni Guaggenti. Der war nach dem 2:2 gegen Ehingen nicht zufrieden („Da war mehr drin“), mit ein paar Tagen Abstand sieht er das allerdings anders. Zwei Punkte sind es nun Rückstand auf einen sicheren Platz in der Verbandsliga. Aufholbar schon am Sonntag beim Tabellennachbarn. Die Ausgangslage dort jedoch ist „heikel“. Die Albstädter haben am Wochenende in Sindelfingen 0:7 verloren, eine Woche zuvor aber auf eigenem Platz den SKV Rutesheim (Zweiter) geschlagen. Guaggenti: „Wir müssen uns auf alles gefasst machen.“ Er erwartet einen „Abstiegskrimi“ und: „Gewinnen wird der, der den kühleren Kopf hat.“ Fehlen werden beim SVB Christian Mayer (für den Rest der Saison im Urlaub), Patrick Goncalves (ebenfalls Urlaub), Lukas Friedrich (Verdacht auf Schambeinentzündung) und weiterhin Niko Rummel. Marko Kovac steht vielleicht im Kader. Marian Asch ist auf jeden Fall wieder dabei.

Landesliga

TSV Schwaikheim (5. Platz, 44 Punkte) – TSG Öhringen (12., 28 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Nach zwei Niederlagen gab es für die Schwaikheimer wieder einen Sieg. Nach vorne gut, in der Defensive mit Schwächen habe seine Mannschaft in Heilbronn gespielt, sagt Trainer Aleksandar Kalic. Allerdings seien die Gastgeber auch stark gewesen. Schwaikheim jedoch hat alte Tugenden gezeigt: die Torchancen effektiv genutzt. Und das obwohl Toptorjäger Falco Frank weiterhin fehlt. Nun soll der nächste Sieg folgen, Kalic würde in der Tabelle gerne noch etwas weiter vorrücken. Erstmals hütet Simon Hieber wieder das Tor. Steffen Griese, Torschütze gegen Heilbronn, wird wohl Team II in der Kreisliga A I helfen. Lange fehlen wird Alexander Simmel: Kreuzband und Außenband im Knie gerissen.

SV Fellbach (1., 53 Punkte) – SSV Gaisbach (13., 28 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Für die Fellbacher ist es durch das 2:2 in Pflugfelden wieder etwas enger an der Spitze geworden. Die zwei Punkte Vorsprung gegenüber dem TSV Heimerdingen aber sollten sie am Wochenende verteidigen und damit auch dem Rems-Murr-Kontrahenten Schornbach einen Gefallen tun.

SV Allmersbach (16., 18 Punkte) – SV Schluchtern (14., 28 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Wege von SVA und Trainer Thomas Sommer trennen sich am Saisonende. Überraschend, denn ursprünglich war von einer Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgegangen worden. „Die Situation ist nicht einfach“, sagt Sommer. „Und ich müsste lügen, würde ich sagen, das arbeitet nicht in mir.“ In der Mannschaft sehe es nicht anders aus. Trotzdem gelte es, die Saison gut zu Ende zu bringen. Und: „Schluchtern ist schlagbar.“

Spvgg Satteldorf (8., 35 Punkte) – TSV Schornbach (11., 29 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Schornbacher haben die Abstiegsplätze verlassen, doch das heißt nicht viel. Eine Niederlage in Satteldorf, schon stecken sie wieder mittendrin. Und die Auswärtsleistungen der Schornbacher machen bisher niemandem Angst. In diesem Jahr gab es drei Niederlagen und ein Unentschieden (2:7 Tore). Serien aber reißen auch, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk. Er war mit der Leistung der Mannschaft gegen Bietigheim sehr zufrieden, jetzt gelte es nachzulegen. Personell gibt es keine Sorgen, lediglich Geo Mahlelis, Siegtorschütze gegen Bietigheim, ist weiterhin ein Wackelkandidat. Schwächen sieht Jurczyk beim Gegner vor allem in der defensive. Die Satteldorfer haben schon 50 Gegentore kassiert.

TSV Crailsheim (3. Platz, 47 Punkte) – TV Oeffingen (7., 40 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Den Oeffingern kann nichts mehr passieren. Nur theoretisch ist noch ein Punkt nötig. Der wird in Crailsheim schwer zu holen sein, unmöglich aber ist auch das nicht.

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