Rems-Murr-Sport Gerechtes Unentschieden zwischen Kaisersbach und Breuningsweiler

Fabian Leidenbach vom SV Kaisersbach versucht, sich gegen den Breuningsweiler Abwehrspieler Luca Jungbluth (links) durchzusetzen. Rechts beobachtet SVB-Torhüter Dario Nieswandt die Szene. Letztlich setzte sich keines der beiden Teams durch. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Mit einem gerechten 1:1 haben sich Aufsteiger SV Kaisersbach und Verbandsligaabsteiger SV Breuningsweiler im Rems-Murr-Derby der Fußball-Landesliga getrennt. Während die Gäste Hälfte eins weitestgehend dominierten, waren nach dem Seitenwechsel die Gastgeber besser.

Die 250 Zuschauer erlebten einen munteren Beginn. Beide Mannschaften klappten das Visier vom Anpfiff an herunter und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Schon nach einer Minute hätte der SV Kaisersbach in Führung gehen können. Kapitän Gökan Alkan lief nach einem Querschläger allein aufs Breuningsweiler Tor zu, der Ball versprang ihm aber. Nur eine Minute später kam Marc Folter am Sechzehner zum Abschluss, Breuningsweiler-Torwart Dario Nieswandt parierte mit einer starken Fußabwehr.

In den Anfangsminuten machten die Kaisersbacher den griffigeren und aggressiveren Eindruck. Mit starkem Zweikampfverhalten setzten sie den SV Breuningsweiler früh unter Druck. Nach zehn Minuten belohnten sich die Kaisersbacher für ihre starken Anfangsminuten. Marc Folter traf mit einem Freistoß aus knapp 25 Metern direkt in den Winkel – ein Traumtor.

Breuningsweiler spielt erstmals seine spielerische Klasse aus

Schon nach 15 Minuten kam Breuningsweiler mit dem ersten schön herausgespielten Angriff zum Ausgleich. Die Kaisersbacher Hintermannschaft wurde durch einen Steilpass auf die rechte Außenbahn komplett ausgehebelt, in der Mitte musste Christian Mayer nur noch einschieben. Zum ersten Mal spielten die Breuningsweiler ihre spielerische Klasse aus – und wurden direkt belohnt.

Mit dem Ausgleichstreffer kippte das Spiel zugunsten der Gäste, die fortan die Partie nach Belieben dominierten. Immer wieder kam der SVB mit schönen Kombinationen vor das Kaisersbacher Tor, vor allem die schnellen Angreifer machten der Abwehr zu schaffen. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Führung für die Breuningsweiler mehr als verdient gewesen. Immer wieder überrannten sie die Kaisersbacher Hintermannschaft, schafften es jedoch nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Torhüter Walter Timo Duschek rettete seine Mannschaft ein ums andere Mal vor einem Rückstand.

Wie in der ersten Halbzeit kamen die Kaisersbacher besser aus der Kabine. Bereits nach einer Minute tauchte Philipp Kees im Strafraum auf, sein Schuss wurde aber zur Ecke geblockt. In der 55. Minute bekam Kaisersbach einen aussichtsreichen Freistoß kurz vor dem Sechzehner zugesprochen, wieder trat Marc Folter an. Sein Schuss landete aber in der Breuningsweiler Mauer, den Nachschuss parierte Torhüter Nieswandt.

Nicht mehr viel übrig von der Breuningsweiler Überlegenheit

Von der spielerischen Überlegenheit der Gäste war nun nicht mehr viel übrig, sie agierten zu passiv und gingen nicht mehr richtig in die Zweikämpfe. Kaisersbach kombinierte sich immer häufiger vor das Tor und kam zu gefährlichen Abschlüssen. Der SVK hätte die erneute Führung verdient gehabt, agierte im letzten Drittel aber oft zu hektisch.

Während sich das Spiel ab der 60. Minute eine ausgiebige Verschnaufpause gönnte, ging es die letzten Minuten noch mal hin und her. In der 87. Minute stellten die Breuningsweiler die Partie fast auf den Kopf: Nach einem Stellungsfehler der Kaisersbacher Abwehr kam Marian Asch im Strafraum zum Abschluss, sein strammer Schuss prallte aber von der Latte zurück ins Feld. Auf der Gegenseite strich ein Schuss nur knapp am Breuningsweiler Tor vorbei.

Beide Mannschaften wollen den Sieg

Beide Teams wollten den Siegtreffer noch erzielen und rannten mit offenem Visier an. Doch weder Kaisersbach noch Breuningsweiler gelang der Lucky Punch in einer insgesamt zähen zweiten Halbzeit. Eine gerechte Punkteteilung in einem umkämpften Derby, das, beide Halbzeiten betrachtet, keinen Sieger verdient hätte.

SV Kaisersbach: Duschek; Volkmer (46. Pribicevic; 85. Munz), Alkan, Walter, Simion, Kees, Folter, Hinderer (46. Akin), Kugler, Bauer, Leidenbach (46. J. Kugler).

SV Breuningsweiler: Nieswandt; Goncalves (49. Ackermann), Mayer, Armbruster (28. Binder), Bauer, Kovac, Hoffmann, Asch, Kütterer (79. Teiko), Deuschinger (81. Grundmann), Jungbluth.

Das sagen die Trainer

Leo Gjini, Trainer SV Kaisersbach: „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden. Aber ich bin sauer, weil meine Mannschaft nicht das abgerufen hat, was ich mir vorgestellt habe. Es gab viele Fehler auf beiden Seiten, die meisten Chancen wurden nicht herausgespielt, sondern sind durch individuelle Fehler entstanden.“
Toni Guaggenti, Trainer SV Breuningsweiler: „Mich ärgert, dass wir nicht von der ersten Minute an da waren. Wir haben eine Viertelstunde gebraucht, um ins Spiel zu kommen, und haben die Zweikämpfe nicht richtig geführt. Wir kassieren dann ein sensationelles Freistoßtor und hatten nach dem Ausgleich alles im Griff, müssen das zweite, das dritte Tor machen. Die zweite Halbzeit war zäh, insgesamt betrachtet geht der Punkt auswärts in Ordnung.“

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