Rems-Murr-Sport Guaggentis Plan mit dem SV Breuningsweiler

SVB-Trainer Toni Guaggenti. Foto: Ralph Steinemann

Schlusslicht, acht Punkte Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz – es gibt leichtere Aufgaben für einen Trainer. Toni Guaggenti geht seine Aufgaben beim Fußball-Verbandsligisten SV Breuningsweiler trotzdem optimistisch an.

Guaggenti hatte drei Monate Zeit, sich auf seinen neuen Trainerjob vorzubereiten. Nach Hannes Stankes Rückzug als SVB-Trainer aus gesundheitlichen Gründen im September 2018 sagte Guaggenti zwar als Nachfolger zu, aber unter der Bedingung, erst im neuen Jahr einzusteigen. So hatte er genügend Zeit, sein neues Team zu beobachten. Was hat er gesehen?

Team hat großes Potenzial

„Dass die Mannschaft großes Potenzial hat.“ Allerdings waren auch die Fitnessprobleme – begründet in vielen verletzten Spielern und anderen, die aus beruflichen Gründen zu wenig trainieren konnten – nicht zu übersehen. Wird das nun besser?

Personell habe der Verein bessere Voraussetzungen geschaffen, sagt Guaggenti. Mit Jan Ackermann vom SV Fellbach, Timi Klinke von den A-Junioren des SGV Freiberg und Marvin Schmidt (früher TSG Backnang) sind neue Spieler hinzugekommen, Guaggenti hofft zudem, dass er auch auf Felix Bauer zurückgreifen kann. Dessen Wechsel vom SV Fellbach verläuft bisher nicht reibungslos. Weil zudem Timo Deuschinger und Kai Wolbers aus der zweiten Mannschaft mittrainieren, sollte Guaggenti genügend Spieler auf dem Platz haben, mit denen er etwas einstudieren kann. Und die er vor allem fit ins erste Spiel am 3. März schickt.

Fitness im Vordergrund

Die Fitness stehe klar im Vordergrund, so der Trainer. Zwar ist weiterhin nicht auszuschließen, dass Spieler aus beruflichen Gründen fehlen werden. Die sieht Guaggenti dann allerdings in der Pflicht, eigenverantwortlich zu trainieren.

Taktisch werde es darum gehen, „in erster Line kein Tor zu kriegen“. Allerdings: „Nur gut in der Abwehr zu stehen, bringt gar nichts.“ Deshalb muss es Guaggenti auch gelingen, das spielerische Potenzial jedes Einzelnen wieder „rauszukitzeln“.

Fokus liegt auf dem ersten Spiel

Zuversicht zieht der Trainer daraus, dass sich die Mannschaft bereits in den letzten Spielen des Jahres 2018 deutlich gesteigert habe. Dennoch steht unterm Strich der letzte Tabellenplatz. Acht Punkte aufzuholen, ist ein ambitioniertes Ziel. Vor allem dem ersten Spiel gegen Nagold kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Der VfL steht dort, wo der SVB hinmöchte: auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz.

„Der Fokus liegt ganz auf diesem Spiel“, sagt Guaggenti. „Wir müssen in guter Verfassung und mit einer Top-Einstellung auf den Platz gehen.“ Ein Sieg zum Auftakt könne viel bewirken, das angeschlagene Selbstvertrauen der Spieler stärken, eine neue Dynamik entfachen.

Sechs Wochen Vorbereitung

Sechs Wochen hat Guaggenti Zeit, sein Team vorzubereiten. Am Montag, 21. Januar, ist Trainingsstart. Erst dann wird sich auch erweisen, ob wichtige Spieler wie Niko Rummel, Dario Nieswandt und Tim Wissmann den Belastungstest bestehen. Oder ob die Aufgabe für Toni Guaggenti womöglich noch schwieriger wird, als sie ohnehin schon ist.

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