Rems-Murr-Sport Iraklis Waiblingen: Mit zwei Trainerwechseln zum Meisterstück

Meister der Fußball-Kreisliga B I, Iraklis Waiblingen. Hintere Reihe von links: Vereinspräsident Georgios Michailidis, Antonios Dimitriadis, Kubilay Polathan, Inayet Alpbogan, Charalampos Athanasiadis, Alexandros Sarantos, Dimitri Mayer (Fahnenträger), Fatih Karaca, Christos Kourtidis, Ismail Cangür, Ibrahim Aydin, Trainer Theofilos Xanthopoulos. Mitte: Abteilungsleiter Charalampos Tsilimantos , Mustapha Outaleb, Mannschaftshelfer Panagiotis Okoutzidis, Cagdas Okta. Vorne: Alex Mayer, Elmedin Ikanovic, Deniz Skarlatidis, Domenico Pugliese. Es fehlen: Dimitrios Guliamanis, Georgios Sarantos, Caglayan Seren, Charalambos Keloglou, Michail Tsiliggeridis, Theodoros Tsilimantos, Karamba Ceesay und Eleftherios Chartomatsidis. Foto: privat

Iraklis Waiblingen ist nach drei Jahren in der Fußball-Kreisliga B wieder in die Kreisliga A aufgestiegen. Dabei hatten die Griechen zu Saisonbeginn, so Vizepräsident Charalampos Athanasiadis, viel bescheidenere Pläne gehabt. Doch dann kam alles ganz anders.

„Der Aufstieg war gar nicht unser Ziel“, sagt Charalampos Athanasiadis. Bei Iraklis gab es eine neue Führungsmannschaft, für die die vordringstlichen Ziele Spaß und eine gute Kameradschaft waren. Und so stand Iraklis Waiblingen nach fünf Spieltagen auch nur auf Platz sieben der Tabelle, sechs Punkte hinter Spitzenreiter SV Hertmannsweiler.

Spielertrainer Ismael Cangür allerdings war dann die Doppelaufgabe zu viel. Er wollte nur noch Spieler sein. Den Waiblingern kam zupass, dass zur gleichen Zeit Tarkan Bucak in Kornwestheim sein Engagement beendete. Bucak übernahm Iraklis mit der klaren Absprache: aushelfen bis zur Winterpause.

Bucak für Cangür - die Siegesserie startet

Allerdings: „Dann hat die Siegesserie begonnen“, sagt Athanasiadis, der selbst ebenfalls Spieler ist. Bucak sei es gelungen, Spaß und fußballerisches Niveau zu verbinden. „Er hat genau zu uns gepasst.“

Charalampos Tsilimantos, sportlicher Leiter von Iraklis, ergänzt: „Er hat Struktur in unser Spiel gebracht.“ Und Bucak habe Wert darauf gelegt, das Verhalten der Spieler zu verbessern. Weniger meckern, mehr Tore schießen. Das Rezept funktionierte. Ismail Cangür konnte sich wieder aufs Toreschießen konzentrieren, auch für Chris Kourtidis sei es dadurch leichter geworden. Weil zusammen mit Bucak dessen Sohn Denis Skarlatidis kam und zudem Torwart-Oldie Dimitrios Guliamanis (aus der AH der SV Fellbach) aushalf, ging es Schritt für Schritt vorwärts.

Auf Bucak folgt Xanthopoulos

Tarkan Bucak verabschiedete sich dann jedoch absprachegemäß im Winter; und das ausgerechnet zum Konkurrenten im Aufstiegsrennen Anagennisis Schorndorf. Iraklis aber fand guten Ersatz. Theofilos Xanthopoulos übernahm. Der war zuvor A-Jugend-Trainer bei der TSG Backnang gewesen. Auch Xanthopoulos habe gut gepasst, sagt Athanasiadis. Der Iraklis-Kader sei zwar nicht so jung wie der einer Jugendmannschaft. „Aber ein bisschen chaotisch sind wir auch.“

An die Meisterschaft hätten sie jedoch erstmals im April gedacht. Iraklis hatte die Titelfavoriten SV Plüderhausen, TSV Miedelsbach und schließlich noch die SG Schorndorf II geschlagen und stand auf Platz eins. „Da sind wir vom Jäger zum Gejagten geworden“, sagt Kassenwart Athanasios Mpompolas. Es ging zwar knapp zu an der Tabellenspitze, aber, so Mpompolas, „man hat gemerkt, die Spieler wollen das jetzt“.

Iraklis denkt nicht nur an den Klassenerhalt in der Kreisliga A

Iraklis verteidigte Platz eins bis zum Schluss und rechnet sich nun auch in der Kreisliga A I etwas aus. Athanasiadis: „Ich denke, die Mannschaft kann angreifen.“ Tsilimantos denkt an das obere Tabellendrittel.

Der Kader sei stark genug – und er bleibe zusammen. Der Trainer jedoch wechselt erneut. Allerdings stammt der aus den eigenen Reihen. Georgios Sarantos war in der Meistersaison Spieler, jetzt wird er zum Trainer; ausgestattet mit der A-Lizenz.

Zusätzliche Infos

Iraklis Waiblingen entstand 2009 durch die Fusion von Panellinios und den Hellenen Waiblingen und stieg sofort in die Bezirksliga auf.
Nach zwei Jahren aber ging es bergab bis in die Kreisliga B. Von 2014 bis 16 spielte Iraklis noch einmal in der Kreisliga A.
Erfolgreichste Torschützen waren Ismail Cangür mit 28 Treffern und Chris Kourtidis mit 27.

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