Rems-Murr-Sport Letzter Vorrundenspieltag, Abstiegskampf steht im Mittelpunkt

Die Lage ist ernst beim TSV Schornbach (links Timo Morawietz, rechts der neue Co-Trainer Klaus Bihlmaier). Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Letzter Vorrundenspieltag in Ober-, Verbands- und Landesliga. Für die Rems-Murr-Fußball-Vereine geht es dabei vorwiegend darum, die Situation am Tabellenende zu verbessern.

Oberliga Baden-Württemberg

FV Ravensburg (12. Platz, 21 Punkte) – TSG Backnang (16., 9 Punkte; Samstag 14 Uhr). Mit dem 1:1 gegen Spitzenteam Freiberg ist der TSG unter dem neuen Trainer Evangelos Sbonias zumindest ein Teilerfolg gelungen. Das bringt sie nicht weiter, stärkt aber das Selbstvertrauen. Wie sehr, wird sich in Ravensburg zeigen. Wollen die Backnanger in der Rückrunde noch eine Chance auf den Ligaverbleib haben, dürfen sie dort nicht leer ausgehen.

Verbandsliga Württemberg.

Calcio Leinfelden/Echterdingen (12. Platz, 15 Punkte) – SV Breuningsweiler (16., 11 Punkte; Samstag 14.30 Uhr). Nur zu einem 1:1 hat es dem SVB gegen Tübingen gereicht. Nur deshalb, weil „wir die bessere Mannschaft waren mit den besseren Chancen“, sagt SVB-Trainer Niko Rummel. Mehrfach liefen Breuningsweilermer Stürmer allein auf den Tübinger Torwart zu und schafften es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Dennoch: „Die Leistung insgesamt hat gestimmt. So müssen wir auch bei Calcio auftreten.“ Allerdings ist die personelle Situation noch schlechter geworden. Zusätzlich zu den Spielern, die ohnehin schon fehlen, ist der Einsatz der angeschlagenen Luca Jungbluth, Roland Teiko, Chris Mayer und Sven Franzen fraglich.

Landesliga Württemberg, Staffel 1.

TV Oeffingen (8. Platz, 21 Punkte) - SV Schluchtern (13., 15 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Nach der Niederlage in Schwaikheim stehen die Oeffinger auf eigenem Platz unter Druck, wollen sie das bisher gute Ergebnis zum Vorrundenende festigen. Zu Hause lief es bisher nicht gut (nur sieben Punkte), allerdings reisen die Gäste auch nicht gerade mit einer einschüchternden Auswärtsbilanz an (sieben Punkte).

SV Fellbach (7., 21 Punkte) – Aramäer Heilbronn (14., 14 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Auf das Debakel gegen Heimerdingen (3:7) haben die Fellbacher einen Sieg in Schornbach folgen lassen. Kein glanzvoller Erfolg, aber die Punkte sind auf dem Konto. Im letzten Vorrundenspiel könnten durchaus drei weitere folgen. Allerdings haben sich die Heilbronner bisher auf fremden Plätzen besser präsentiert als zu Hause.

SV Allmersbach (15., 11 Punkte) – TSV Heimerdingen (2., 25 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Die Allmersbacher kommen immer besser in Fahrt. Lange sah es so aus, als stünde der Abstieg schon fest, nun hat der Aufsteiger den letzten Platz verlassen. 4:0 in Gaisbach, das hat alle – vor allem was die Höhe betrifft – überrascht. „Der Sieg war verdient“, sagt SVA-Trainer Thomas Sommer, „aber ein, zwei Tore zu hoch.“ Er war jedoch auch eine konsequente Fortsetzung der Leistungen in den Spielen zuvor. Jetzt nutzt der SVA sogar seine Chancen effektiv. „Die Jungs haben kapiert, was sie an Einsatz bringen müssen.“ Kampf allein jedoch reiche nicht. Zufrieden ist Sommer deshalb mit zwei Faktoren: „Wir haben wenig zugelassen und die Tore zum Teil sehr gut herausgespielt.“ Gegen Heimerdingen („Die Mannschaft der Stunde“) wird das jedoch um einiges schwerer werden. Dennoch sagt Sommer: „Ich sehe uns nicht als chancenlos an.“

TSV Pfedelbach (11., 19 Punkte) – TSV Schornbach (16. 10 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Der TSV ist auf den letzten Platz zurückgefallen. Daran hat auch die kurzfristige Verpflichtung von Klaus Bihlmaier als zusätzlichem Trainer nichts geändert. Es sei sein Wunsch gewesen, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk, Hilfe von außen zu bekommen. „Jemanden, der Kommandos gibt und auch selbst die Initiative ergreift.“ Zwei Spiele stehen noch an, vier Punkte daraus sind das Ziel. Und danach in der Winterpause neu aufbauen, möglicherweise mit Neuzugängen. Zunächst aber muss der TSV in Pfedelbach bestehen, bei einem Team, das vor allem über den Kampf kommt. „Da müssen wir dagegenhalten.“ Das zählte bisher nicht zu den Schornbacher Stärken.

Spvgg Satteldorf (10., 19 Punkte) – TSV Schwaikheim (4., 24 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Die Schwaikheimer haben das 0:4 gegen Bietigheim gut weggesteckt und die Oeffinger besiegt. Das Ziel, kein Gegentor zu bekommen, selbst aber ein möglichst frühes Tor zu erzielen, ist aufgegangen. Nun allerdings hat der TSV Personalprobleme. Die letzten beiden Spiele des Jahres muss er ohne die Urlauber Christian Seitz, Daniel Charpentier und Valentin Beier auskommen. Marius und Ralf Pfender sind beim 80. Geburtstag der Oma. Zudem sind Falco Frank, Heiko Bernert, Dennis Solyom und Jochen Bartholomä angeschlagen. Trainer Aleksandar Kalic hofft darauf, dass letztlich nur einer der vier ausfällt. Ansonsten müssten eben die jungen Spieler, die bisher meist zuschauen mussten, ihre Chance nutzen.

Bezirkspokal

Am Totensonntag wird nicht gespielt, dafür geht am Samstag der Bezirkspokal in die dritte Runde. Mit dem KTSV Hößlinswart hat eine Mannschaft das Viertelfinale bereits erreicht: Der Bezirksligist setzte sich beim TSV Schlechtbach (Kreisliga A I) überaus deutlich mit 8:2 durch.
Sieben weitere Spiele stehen am Samstag an, durchaus spannende. Das gilt ganz besonders für das Bezirksligaduell zwischen dem SV Kaisersbach und dem SV Steinbach. In der Liga hat sich Tabellenführer Kaisersbach gegen seinen härtesten Verfolger vor kurzem sicher mit 3:0 durchgesetzt, Steinbach wird das diesmal besser machen wollen. Gleich viermal erwarten Kreisliga-A-Teams, die in ihren Staffeln in der Spitzengruppe stehen, Bezirksligisten, bei denen bisher nicht alles rundgelaufen ist: VfR Birkmannsweiler – VfR Murrhardt, TSV Rudersberg – SV Unterweissach, Großer Alexander Backnang – SG Schorndorf und TSV Schwaikheim II – SC Korb. Zudem spielen: Iraklis Waiblingen – SSV Steinach-Reichenbach sowie TSV Schornbach II – FSV Waiblingen.

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