Rems-Murr-Sport Remstallauf mit 680 Startern

, aktualisiert am 23.05.2018 - 15:31 Uhr

Winterbach. 680 Starter beim Winterbacher Remstal-Lauf, Johannes Großkopf gewinnt erneut über zehn Kilometer.

Johannes Großkopf hat erneut den Zehn-Kilometer-Lauf in Winterbach souverän gewonnen. Auch bei strömendem Regen lief er dem Feld davon, war sogar schneller als im Vorjahr. Trotz widrigster Bedingungen war die Veranstaltung mit 680 Läufern so gut besucht wie im Vorjahr. Sven Rieger vom VfL: „Wir sind absolut zufrieden.“ Die Zuschauer haben bei neun Grad und kühlem Wind mehr gefroren als die Läufer, denen auf der anspruchsvollen Strecke schnell warm geworden ist. Fast hatte es den Anschein, als wäre nicht das Wetter, sondern die Startnummer das größte Problem. Die wollte bei vielen wegen der nassen Kleidung nicht haften. Kalt, windig, nass – der 24. Durchgang des Remstallaufes hatte alle Voraussetzungen, ein Flop zu werden. Sven Rieger vom VfL Winterbach befürchtete denn auch morgens bereits das Schlimmste. Umso überraschter war er, dass die Läufergemeinde sich von Regen und Kälte nicht abschrecken ließ. Wie im Vorjahr waren rund 680 Läufer gekommen. Und das angesichts von 17 Konkurrenz-Laufwettbewerben in Baden-Württemberg.
Schon vor dem ersten Start dröhnte „We are the Champions“ aus den Lautsprechern. Jeder Starter bereits vorher ein Sieger. Dominierender Läufer des Hauptlaufs über zehn Kilometer war erneut Johannes Großkopf. In 34:09 Minuten war er sogar schneller als bei seinem letzten Erfolg. Dabei war es auch für ihn diesmal „anstrengender gewesen als letztes Jahr“. Und weil er am Tag zuvor auch nicht in Lichtenwald den Streckenrekord über zehn Kilometer auf 33:53 Minuten verbessert hatte, „muss ich jetzt erst mal eine Woche Pause machen“.
Auf Platz zwei kam Arsim Bajrami vom Sport-Schwab-Team Winterbach in 35:45 Minuten vor Teamkollege Jörg Plessing in 37:27. Schnellste Frau war Anja Carlsohn (SV Remshalden) in 41:07 Minuten vor Nicola Wittner (Donzdorf; 42:21,0) und Rahel Hartung (SV Winnenden) in 42:36 Minuten.Über fünf Kilometer lagen Oskar Klein (VfL Waiblingen Triathlon; 16:58 Minuten), Christian Sigle (Sport Schwab Winterbach; 17:36) und Mathias Pernicka (Schurwald-Rems; 18:05) vorn, bei den Frauen siegte Anja Kröner (Süßen: 23:38) vor Anna Greco (Waiblingen: 24:19 Minuten).
Trotz dieser beiden Rennen für die eher leistungssportlich Motivierten, „der Remstallauf ist ein Familienlauf“, sagt Sven Rieger. Und deshalb haben sich die Winterbacher Leichtathleten einiges Neues ausgedacht. Die Winterbacher Meile über 1,6 Kilometer soll die Lücke füllen zwischen Bambinilauf (800 Meter) und Remstalcup über 2,5 Kilometer, die 4x2,5-Kilometer-Staffel jene ansprechen, die sich die fünf Kilometer nicht zutrauen. Mit der Beteiligung an beiden Läufen ist Rieger zufrieden. „Das ist gut fürs erste Mal.“
Acht Staffeln nahmen teil, 113 Läufer gingen auf die Winterbacher Meile und 162 Bambini traten an. Gerade zur Staffel, so Sven Rieger, habe es viele positive Rückmeldungen gegeben. Und trotz des schlechten Wetters „waren alle gut drauf“.
Als die Kleinsten schließlich auf die Strecke gingen, war’s zumindest ein wenig trockener. Zwei Wochen vorher waren schlimme Bilder eines Bambinilaufes im österreichischen Linz bekanntgeworden, als Eltern ihre Kinder ins Ziel zogen. Das, sagt Sven Rieger, gebe es in Winterbach nicht. Der VfL lobe eigens deshalb für jeden Einzelnen einen Preis aus und nicht nur für die Besten. Und wenn manche Eltern ihren Sprössling auf der 800 Meter langen Strecke mal für einige Meter tragen, sage auch niemand etwas. Es gehe nicht um Leistung. Die Kinder sollten den Spaß am Laufen erfahren.
Rieger war letztlich „absolut zufrieden“ mit dem 24. Remstallauf. Seine Befürchtung, dass wegen des Regens zu wenige Läufer nach Winterbach kommen könnten, hat sich nicht erfüllt. Eine andere dagegen schon. Kaum war die Veranstaltung beendet, ließ sich endlich die Sonne sehen.

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