Rems-Murr-Sport Schaffen die Rems-Murr-Teams noch einmal ein so erfolgreiches Wochenende?

So durchsetzungsstark wie hier Marian Asch möchte sich der SV Breuningsweiler auch in Neckarrems präsentieren. Foto: Volker Müller

Die Rems-Murr-Teams in den überregionalen Fußballligen blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück: fünf Siege, drei Unentschieden. Nun aber warten zum Teil deutlich schwerere Aufgaben.

3. Liga

FC Hansa Rostock (9. Platz, 36 Punkte) – Sonnenhof Großaspach (16., 29 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Mit Glück und einem guten Torwart haben die Aspacher gegen Cottbus das mittlerweile 14. Unentschieden im 26. Spiel geholt. Sechsmal hat die SG auch schon gegen Rostock remis gespielt. Damit wäre SG-Cheftrainer Florian Schnorrenberg wohl diesmal auch zufrieden: „Rostock ist eine Mannschaft mit großer individueller Qualität. Gerade im offensiven Bereich hat Hansa mit Breier und Soukou zwei herausragende Spieler.“ Verzichten muss Schnorrenberg auf Nicolas Jüllich (Leistenverletzung), Joel Gerezgiher (Adduktorenprobleme) und Korbinian Burger (Gelbsperre). Auch Jamil Dem (Knieprobleme) ist für die Partie am Samstag fraglich. Dagegen kehrt Michael Vitzthum (zuletzt Probleme im Hüftbeuger) wieder in das Aufgebot zurück.

Oberliga

FC Nöttingen (4. Platz, 37 Punkte) – TSG Backnang (15. Platz, 16 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Backnanger haben ein neuerliches Ausrufezeichen gesetzt. 4:2 gegen Top-Team FSV Bissingen. Da könnte auch in Nöttingen etwas möglich sein. Allerdings ist der FC heimstark, die Backnanger haben auf fremden Plätzen bisher nicht für Furore gesorgt. Allerdings: In Reutlingen waren sie nah dran am Unentschieden.

Verbandsliga

VfB Neckarrems (12. Platz, 19 Punkte) – SV Breuningsweiler (16., 15 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Der Auftakt zur Aufholjagd ist gelungen. Dem SVB gelang ein sicherer 3:1-Erfolg gegen den VfL Nagold und er präsentierte eine ganz andere Mannschaft – in Leistung, Einstellung und taktischer Disziplin – als beispielsweise beim 0:4-Debakel in der Hinrunde gegen Neckarrems. Trainer Toni Guaggenti hat zwar auch ein paar Dinge entdeckt, die noch verbessert werden können, insgesamt aber lobt er „die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist“. Geärgert allerdings habe ihn, „das wir hintern raus die Konzentration verloren haben“. Am Wochenende muss er nun womöglich sein zentrales Mittelfeld umbauen. Niko Rummel ist krank, Marko Kovac hat Wadenprobleme. Im Tor wird Dario Nieswandt stehen. Brice Adem Labem hat sich gegen Nagold einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Beim VfB Neckarrems (zuletzt 0:4 in Sindelfingen) hofft Guaggenti auf den nächsten Erfolg, sagte aber auch: „Wir dürfen uns nicht vom Ergebnis blenden lassen.“ Der VfB verfüge über glänzende Angreifer und sei vor allem zu Hause stark.

Landesliga

SV Fellbach 4. Platz, 30 Punkte) – Spfr Schw. Hall (2., 32 Punkte; Freitag, 19.30 Uhr). Starker Beginn für den SV Fellbach. Das 2:0 lässt den SVF weiter von Größerem träumen. Vor allem weil er im Spitzenspiel angesichts seiner Heimstärke gute Karten hat, Platz drei oder gar zwei zu übernehmen.

TSG Öhringen 12., 21 Punkte) – TSV Schornbach (14., 17 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Der Auftakt ist gelungen. 4:0 gegen Crailsheim, das kann sich sehen lassen. „Das war eine gute Leistung, auf der wir aufbauen können“, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk. „Wir waren die bessere Mannschaft.“ Und zudem aggressiv genug. Eingeschlagen hat Neuzugang Gioacchino Colletti. Dreimal traf er. „Dafür haben wir ihn geholt“, sagt Jurczyk. Nebeneffekt: Der kopfballstarke Dominik Parham kann nun als Verteidiger neben Jurczyk in der Innenverteidigung abräumen. In den nächsten beiden Spielern allerdings fehlt er urlaubshalber. Voraussichtlich wird Christopher Paurevic seinen Platz einnehmen. Mit einem Sieg kann der TSV der TSG Öhringen bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Entsprechend wichtig ist die Partie; allerdings auch für die Gastgeber.

TV Pflugfelden (3., 30 Punkte) – TSV Schwaikheim (5., 28 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Das 2:2 gegen Schwäbisch Hall hätte TSV-Trainer Aleksandar Kalic vor dem Spiel als Erfolg betrachtet, im Nachhinein sagt er: „Es hätte auch mehr sein können.“ In der ersten Hälfte sei sein Team „leichtfertig mit den Chancen umgegangen“. Nicht in der Anfangsformation hatte Felix Weiblen gestanden. Der hatte wegen Knieproblemen in der Vorbereitung teilweise ausgesetzt. Kalic wollte ihn deshalb gegen Hall („Das Spiel hatte ein ordentliches Tempo“) erst in der Schlussphase bringen. Weiblen kam aber bereits nach 45 Minuten und sei danach, so Kalic, ein wichtiger Faktor zum Remis gewesen. Noch wichtiger war Dennis Solyom. Der Abwehrspieler erzielte beide Treffer und hätte fast noch zum 3:2 getroffen. In Pflugfelden sollen nun die nächsten Punkte geholt werden. Trotz Platz fünf hat Kalic nämlich immer noch die untere Tabellenhälfte im Blick und will den Abstand weiter ausbauen.

SV Allmersbach (16., 13 Punkte) – Germania Bietigheim (7., 26 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). 0:0 in Heilbronn – „In unserer Situation ist das Unentschieden zu wenig“, sagt Trainer Thomas Sommer. Gerecht aber sei’s gewesen und angesichts der vielen Ausfälle durchaus ein Erfolg. Allerdings ist die Liste der Ausfälle noch länger geworden. Philipp Weller (Knochenabsplitterung am Knöchel) fällt nun zusätzlich noch längere Zeit aus. Deshalb hat Sommer Collin Till aus der zweiten Mannschaft nach oben genommen. Die A-Jugendlichen Robin Rühle und Lion Karsch waren gegen Heilbronn bereits im Einsatz. Fürs Spiel gegen Bietigheim steht Urlauber Tim Fuchslocher wieder zur Verfügung und soll zum Erfolg gegen Bietigheim beitragen. Die Germania schwimmt auch nicht gerade auf der Erfolgswelle. Drei der letzten vier Spiele verlor sie.

TV Oeffingen (6., 27 Punkte) – TSV Heimerdingen (1., 34 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). 2:0 in Gaisbach, der TVOe ist gut gestartet. Ob er allerdings am Wochenende weitere Punkte folgen lässt? Mit Heimerdingen kommt der Tabellenführer und auf eigenem Platz sind die Oeffinger in dieser Saison zwar besser (10 Punkte), aber dennoch erfolgloser als auswärts (17).

  • Bewertung
    0