Rems-Murr-Sport Schon wieder: Breuningsweiler fehlen Spieler

Am Sonntag standen sie sich gegenüber (Lucca Volkmer vom SV Kaisersbach und Luca Jungbluth vom SV Breuningsweiler), am kommenden Wochenende fehlen beide Spieler ihren Teams. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Der SV Breuningsweiler ist aus der Fußball-Verbandsliga auch wegen seiner Personalprobleme abgestiegen. Trotz breiterem Kader ist der SVB nun schon wieder in Not. Nicht was die Tabellensituation anbelangt, da müssen sich andere Mannschaften weitaus größere Sorgen machen.

3. Liga

Unterhaching (3. Platz, 17 Punkte) - Sonnenhof Großaspach (18., 8 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Aspacher sind in Haching klarer Außenseiter. SG-Cheftrainer Oliver Zapel sagt dennoch: „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen.“ Denn: „Wir benötigen jeden Punkt.“ Gegen den FC Bayern München II ist seine Mannschaft leer ausgegangen, aber: „Wir haben viel aus dem Spiel gelernt, vor allem, dass wir auch gegen spielstarke Mannschaften unser Spiel durchdrücken und konditionell in der zweiten Halbzeit noch mal eine Schippe drauflegen können.“ An der Chancenverwertung jedoch müsse noch gearbeitet werden. Verzichten muss Zapel auf Joel Gerezgiher (im Aufbautraining), Jonas Meiser (Knieverletzung), Michael Vitzthum (Hüftverletzung) und Jamil Dem (Oberschenkelverletzung). Auch ein Einsatz von Kai Brünker und Timo Röttger ist nach wie vor fraglich.

Verbandsliga Württemberg

TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (12. Platz, 7 Punkte) - TSG Backnang (1., 17 Punkte; Samstag, 16 Uhr). Die TSG Backnang hat den Reigen der Spitzenspiele bestens überstanden. Drei Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze, das beste Torverhältnis – da sollte am Wochenende nichts anbrennen. Nach Hofherrnweiler fahren die Backnanger als klare Favoriten.

FSV Hollenbach (3., 13 Punkte) - SV Fellbach (15., 4 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher brauchen zwar dringend Punkte, die werden sie am Samstag aber kaum holen. In Hollenbach geht es eher darum, nicht zu sehr unter die Räder zu kommen.

Landesliga Württemberg, Staffel 1

SV Breuningsweiler (5. Platz, 10 Punkte) - SV Leingarten (11., 5 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Der SV Breuningsweiler hat seinen Kader diesmal – angesichts der Verletztenmisere in der vergangenen Spielzeit – besonders breit aufgestellt. Dass sich das allerdings schon so früh in der Saison als sinnvoll erweisen sollte, passt Trainer Toni Guaggenti nicht. Vor allem weil die Probleme so geballt kommen, dass selbst der umfangreiche Kader nicht ausreicht. „Ich werde aus der zweiten Mannschaft Spieler nach oben nehmen.“ Zwar steht Niko Rummel wieder zur Verfügung, doch zu Lukas Friedrich (Schambeinentzündung), Justin Eisenmann (Kreuzbandriss), Max Brenner und Tim Wissmann (Faserriss im Oberschenkel) kommen nun auch noch Tobias Armbruster (Faserriss) und Timo Deuschinger (Außenbandriss im Fußgelenk) hinzu. Loris Hoffmann und Luca Jungbluth sind im Urlaub. Was Guaggenti aber positiv stimmt: „Die, die letzte Woche reingekommen sind, haben ihre Sache gut gemacht.“ Gegen Leingarten sind drei Punkte eingeplant. Allerdings werde das erneut schwer werden, da sich auch dieser Gegner voraussichtlich wieder vor allem auf die Defensive konzentrieren werde. Und dann dürfe sich nicht fortsetzen, was seinem Team schon die gesamte Saison über Probleme bereite: „Wir gehen zu schludrig mit unseren Chancen um“, sagt Guaggenti.

TV Oeffingen (2., 13 Punkte) - Spfr Schw. Hall (6., 9 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Nach fünf Spieltagen sind nur zwei Mannschaften noch unbesiegt: Spitzenreiter Satteldorf und der TV Oeffingen. Mit Schwäbisch Hall allerdings kommt nun ein starker Gegner. Die Sportfreunde haben zuletzt Spitzenreiter TSV Crailsheim – zuvor auch ohne Niederlage – mit 3:0 bezwungen.

FV Löchgau (16., 1 Punkt) - TSV Schornbach (4., 12 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Es läuft weiterhin gut für die Schornbacher, auch wenn Spielertrainer Marius Jurczyk die erste Halbzeit gegen Pfedelbach nicht gefallen hat. „Wir haben uns von der Hektik der Gäste anstecken lassen und waren gedanklich nicht auf der Höhe. 1:2 stand es zur Pause, dann steigerte sich der TSV und hätte am Ende weitaus höher als 3:2 gewinnen können. Nun geht’s zum Tabellenletzten. Jurczyk aber warnt: „Wir sollten die Tabelle ausblenden.“ Der Verbandsligaabsteiger sei weitaus besser, als es die Platzierung ausdrückt. Die Schornbacher aber fahren selbstbewusst nach Löchgau und auch personell in fast bester Besetzung. Oliver Opel fehlt wegen seiner Achillessehnenprobleme noch lange, Pascal Werba ist angeschlagen, Luca Rube brauche noch etwas Zeit.

TSV Pfedelbach (14., 1 Punkt) - TSV Schwaikheim (7., 9 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Freitagabend, Heimspiel – da sind Siege für die Schwaikheimer offenbar programmiert. Auch gegen Kornwestheim war es so, TSV-Trainer Aleksandar Kalic war dennoch nicht mit allem zufrieden. Nervös habe seine Mannschaft anfangs agiert, sich zu viele Fehler im Aufbau geleistet, und sie hätte das Spiel bereits viel früher entscheiden müssen. Am Ende aber stand ein 3:1-Erfolg, Torjäger Falco Frank trifft endlich wieder (und das gleich dreimal). Viel wert ist der Sieg auch deshalb, weil er auf zwei Niederlagen folgte und die Mannschaft nicht in Bestbesetzung war. Jetzt stehen Valentin Beier, Ralf Pfender, Daniel Charpentier und David Milojkovic wieder zur Verfügung, auch Robin Laudon sei wieder eine Alternative. Ein Fragezeichen steht hinter Alexander Overcenko, der krank war. Gastgeber Pfedelbach steht bereits gehörig unter Druck, was den konterstarken Schwaikheimern entgegenkommen sollte.

TV Pflugfelden (12., 4 Punkte) - SV Kaisersbach (8., 7 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Ein 1:1 ist dem SVK gegen Verbandsligaabsteiger Breuningsweiler gelungen, Trainer Leo Gjini war nicht zufrieden; zumindest nicht mit der Leistung seiner Elf in der ersten Halbzeit. Zu viele Ballverluste hätten dem Gegner in die Karten gespielt. Kaisersbach hatte Glück, mit einem Unentschieden in die Pause gehen zu können. Gjini wechselte radikal, brachte drei neue Mittelfeldspieler. „In der zweiten Halbzeit waren wir stabil, haben fast nichts mehr zugelassen.“ Im ersten Durchgang hätten seine Spieler nicht gezeigt, was sie können. Solche Durchhänger jedoch seien nicht ungewöhnlich. Die meisten seiner Spieler hätten bisher nur in Ligen unterhalb der Landesliga gespielt, nun treten sie Woche für Woche gegen Teams an, in deren Reihen oft Spieler aus deutlich höheren Ligen stehen. „Da zahlen wir dann immer mal wieder Lehrgeld.“ Solange die Punktausbeute allerdings so gut bleibt, muss sich der SVK keine Sorgen machen. In Pflugfelden stehe nur „ein ganz schweres Spiel“ an, dazu noch ohne Lucca Volkmer (Prüfungen) und Niklas Hinderer (Urlaub), aber die Kaisersbacher haben den TV schon einmal besiegt: im WFV-Pokal mit 3:2.

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